We will never bomb – Phase 2 und eine Email aus Teheran

Ronny Edrys Feldzug gegen den Krieg geht in die nächste Phase. Die neue Kampagne des Grafikdesigners aus Tel Aviv trägt die Überschrift READY.

READY TO LIVE IN PEACE
READY TO LIVE TOGETHER, zugleich jedoch auch
NOT READY TO DIE IN YOUR WAR

Die beiden Facebook- Anker „Israel loves iran“ und „Iran loves Israel“ quellen erneut über vor Likes, neuen Posts und neuen Bildern. Inzwischen dürften es mehr als 100.000 Kontakte sein, die auf diesem Wege zusammen gekommen sind. Darüber hinaus ist Edry auf zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen unterwegs, um das Feuer seiner Idee auch weiterhin nach Herzenskräften zu schüren, wo immer er kann. Erst letzten Monat hatte ihn sein Weg dabei nach Deutschland geführt. In der brechend vollen Münchner Maximiliankirche verdeutlichte er mit wenigen, klaren Worten seine Idee eines dauerhaften Friedens nicht nur im Mittleren Osten. Seiner Ansicht nach lautet das Zauberwort für Frieden KOMMUNIKATION. Hier seine Ansprache, die das übliche Pfarrgesäusel weit in den Schatten stellt:

„Eure Frage lautet, „Ist der Friede möglich über das Internet“ und ich will versuchen zu erklären, warum dies die einzige Antwort ist. Mir scheint der Krieg ein Virus zu sein, etwas, was man uns verkaufen will. Und damit das passieren kann, müssen wir zunächst voller Angst sein. Wir müssen aufhören zu kommunizieren und wir müssen alle auf unserer eigenen Seite stehen. Denn wir wir anfangen, miteinander zu kommunizieren, bauen wir eine Brücke und diese Brücke bedeutet Frieden. Frieden ist kein Traum. Er ist etwas sehr einfaches, was man erreichen kann mit einer ganz einfachen Tatsache. Man muss beginnen zu kommunizieren. Wenn wir nicht jeder mit dem anderen sprechen, kommt es zum Krieg, weil zum Beispiel das einzige Bild, dass ich vom Iran habe, wenn ich in Tel Aviv sitze, das Bild von Ahmadinedschad ist. Aus dem Fernsehen, wie er die Bombe baut. Das ist es, was ich vom Iran weiß, das ist das einzige Bild. Dies ist ein Krieg der Bilder. Und ich bin mir sicher, das ist das Bild, das ihr von Israel habt: Ihr seht die Soldaten, die Flugzeuge und die Panzer. Und das ist das einzige Bild, das ihr habt. Ihr seht nicht mich mit meiner Tochter, mit der Flagge. Ihr seht nicht die Straßen von Tel Aviv. Ihr habt nur das schlechte Bild vor Augen. Und dann passiert der Krieg. Für mich bedeutet das: Um den Frieden zu schaffen, müssen wir die Bilder austauschen. Wir müssen Bilder mit Bildern bekämpfen.“

Letter from Iran

Der Freund eines Freundes weilt derzeit in Teheran und hat sich erst kürzlich mit einer kurzen Email gemeldet. Ihm zufolge geht in Teheran alles seinen ruhigen Gang. Keine Spur von all der Hysterie, die in unseren Medien verbreitet wird. Es herrscht weder Kriegsstimmung, noch fühlen die Menschen sich vom Krieg bedroht. Stattdessen gilt das Interesse der Leute vor allem den Vorbereitungen ihre Urlaubs am Kaspischen Meer. Die verlogenen Behauptungen unserer Presse ernten dort allenfalls verwundertes Kopfschütteln.

Grillgut statt Gasmasken

Mehrere neue Einkaufszentren sind entstanden, die Regale bis zum Anschlag mit Waren gefüllt. Die Regierung unternimmt viel, um die Folgen der Sanktionen in den Griff zu bekommen. So wird beispielsweise Medizin mehr und mehr in heimischer Produktion hergestellt um die entstandenen Lücken zu schließen. Allerdings greifen die Maßnahmen in der Regel erst ein bis drei Monate später.

Um Teheran herum entstehen viele Satelitenstädte im Sinne von Ausweichstädten, damit Teheran nicht noch weiter wächst. Dieser Schritt war offenbar zwingend notwendig. Insgesamt geht im Iran alles friedlich seine Gang. Verwunderung erregen allenfalls die deutschen Medien, die im Iran von jedem Menschen frei eingesehen werden können. Die Geschichten von Zensur und Einschüchterung der Bevölkerung erweisen sich als blanke Märchen einer zynischen Lügenpresse. Dies wissen Sie nun aus erster Hand, denn die genannten Informationen stammen direkt von der Quelle.

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Quellennachweis und weiterführende Links:

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2 Antworten zu We will never bomb – Phase 2 und eine Email aus Teheran

  1. Einar Schlereth schreibt:

    Hoffen kann man ja, auch wenn man kein Lichtlein am Ende des endlos langen und dunklen Tunnels sieht.

  2. Platon schreibt:

    Laut dem ehemaligen Weltbankmitarbeiter Peter König hat der Konflikt mit dem Iran in erster Linie mit dessen Drohung zu tun, den Dollar als Leitwährung künftig nicht mehr zu benutzen. Weil die ständig wachsende Verschuldung in den USA, vielleicht ist die in Europa ja auch davon betroffen, immer mehr darauf angewiesen ist, dass der Dollar auch weiterhin die globale Leitwährung bleibt. Gerade in den ölproduzierenden Ländern, was man auch an den Drohungen an Hugo Chavez gut ausmachen kann, der sich ebenfalls von dem Dollar als Währung verabschieden wollte. Wohl deswegen musste dieser Konflikt wohl noch unbedingt künstlich aufgeblasen werden.

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