Sind Schwule gefährlich?

Putin warfen sie Homophobie vor, um die Winterspiele in Sotschi zu diskreditieren. Dabei sind sie selbst nicht dazu in der Lage, endlich die Homoehe in Deutschlang einzuführen. Denn nur dann könnten schwule oder lesbische Paare auch Kinder adoptieren

Zufriedene Albatrosweibchen

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Kommentar – Es gibt eine ganze Reihe von Menschen in diesem Land, die sich gegen die Homo- oder Lesben- Ehe aussprechen. Die Gründe geben sie stets bereitwillig an. Grund Nummer eins: Es ist unnatürlich. Dabei macht die Natur es uns vor. Ob schwule Pinguine, lesbische Giraffen oder schwule Ratten. Hunde poppen ohnehin alles, was ihnen vor die Flinte läuft, notfalls auch ein Hosenbein. Sollen sie doch, wen interessiert es schon, wo die ihren Knochen vergraben? Interessant erscheint eher die Frage, weshalb Homo- Hetero- oder Bisexualität bei Tieren natürlich, beim Menschen jedoch unnatürlicherweise vorkommen soll? Nathan Bailey von der University of California in Riverside und seine Kollegin Marlene Zuk haben sich dieser Frage gewidmet. In einer Überblicksarbeit zum Thema ‚Homosexualität im Tierreich‘ weisen die beiden nach, dass Homosexualität im Tierreich weit verbreitet ist. Sie kommt vor bei Primaten wie dem Bonobo, bei Vögeln wie Pinguinen, bei Fröschen, Würmern und sogar bei Fruchtfliegen. Wie die beiden Forscher in dem Fachblatt ‚Trends in Ecology & Evolution‘ berichten, befindet der Homo Sapiens somit „in illustrer Gesellschaft.“

Grund Nummer zwei: Keine Kinder. Okay, besehen wir uns dieses Argument doch einmal etwas näher. Wenn das Kinderbekommen der zentrale Sinn und Zweck einer Ehe sein sollte, dann steht das Thema Liebe zwangsläufig an untergeordneter Stelle. War das tatsächlich so gedacht? Ist eine Ehe vor dem Gesetz nicht mehr als eine Kinderwurfkooperative? Wie sähe es denn mit weiteren Gruppen aus, die hiervon betroffen wären? Dürften Menschen über 60 dann nicht mehr heiraten? Und etwas weiter gedacht, dürften dann zeugungsunfähige Männer und unfruchtbare Frauen auch nicht mehr heiraten? Wie sieht es aus mit jenen Menschen, die überhaupt keinen Kinderwunsch haben, da sie die Zeit lieber in ihre Karriere inverstierten möchten? Alle nicht der Ehe würdig? Aber es kommt noch schlimmer.

Was, wenn diese schwulen Lesben womöglich ein Kind adoptieren? Um Gottes Willen, dann werden aus den Kindern lesbische Schwule. Am besten auch noch pädophil mit einem Hang zum Inzest. So etwas ist Kindern natürlich nicht zuzumuten. Sollen sie doch lieber ein einem Kinderheim verkümmern als von Papa und Vati versus Mama und Mutti liebevoll aufgezogen zu werden. Sonst merken die womöglich noch was. Nämlich dass eben jene, die am schlimmsten auf homosexuellen Menschen herumhacken, in Wirklichkeit vor ihren eigenen Neigungen davonlaufen. Merke:

  • Die größten Kritiker der Elche, waren früher selber welche

Wie deutlich sichtbar, ist diese Einstellung also Schwachsinn. Menschen sollten heiraten, weil sie sich lieben, weil sie einander vertrauen, sich auf einander verlasssen können (ein wichtiger Faktor in solchen Zeiten) und weil sie ohne einander einfach nicht leben können. Sofern ihnen die Heirat denn überhaupt frei von Benachteiligungen gestattet wird. Wenn beispielsweise zwei Hartz IV- Empfänger heiraten, dann werden sie als eine Lebensgemeinschaft geführt, bei der ein jeder für den anderern einsteht. Also braucht das Amt nur noch eingeschränkt zu helfen. Die beiden helfen sich ja gegenseitig. Daher wird gekürzt. Wohlwissend, dass bereits beide zuwenig haben. Ein perfider Syllogismus, der die Perfidität unserer Gesellschaft bloßlegt.

Mal ehrlich. Wenn zwei Menschen sich lieben, dann sind sie Mann und Frau. Das geht weder irgend einen Amtstrottel etwas an, noch den pädophilen Pfaffen, der notfalls auch mit Sperma an den Fingern die Vermählung vollziehen möchte, damit das ‚heilige Sakrament der Ehe‘ weiterhin in Kirchenbesitz bleibt. Ehe, das ist etwas zutiefst Persönliches. Niemand außerhalb dieses Bündnisses hat das Recht, da hineinzuregieren. Noch weniger steht es ihm zu, das Recht auf Ehe selbst zu genießen und es anderen, ihm weniger genehmen Menschen, zu verweigern. Wer bereit ist, seine Rechte mit anderen zu teilen, der muss schließlich nicht befürchten, dass er selbst dabei welche verliert. Und last, but not least ist die Ehe ohnehin ein Auslaufmodel.

Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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6 Antworten zu Sind Schwule gefährlich?

  1. Günther Wassenaar schreibt:

    nur in einer „bürgerlich demokratischen Grundordnung“ gibts kein wichtigeres Thema als die Gleichstellung von Ehen – wird ellenlang um die Nachteile für Schwulen und Lesben geredet und debattiert. Dass während dieser Zeit, hundertausende Kinder verhungern – wen kümmerts – man ist ja mit der Diskussion über Schwule und Lesebn derart abgelenkt und beschäftigt, dass man diesem „Randthema“ keine Zeit mehr zuwenden kann.

    Sexualität, ist für meine Begriffe in erster Linie en Thema, was zwei Menschen miteinander klären müssen, wolen, dürfen, können – aber kaum durch deas Eingreifen Außenstehender gelößt werden kann. Was die Allgemeinheit eigentlich absolut nichts angeht. Natürlich gibts immer Männer die mit ihren Eroberungen prahlen müssen und jede Szene aus dem Schlafzimmer prahlen. Sind das die geistigen Größen der Nation oder doch eher die minderbemittelten.

    Und das trifft für heterosexuelle genauso zu wie für homos.

    Was und wie ich sexuelle Befriedigung erlange ist einzig Thema zwischen mir und meinem Partner. Er/Sie müssen das ebenso sehen oder tolerieren – sonst kann das nur unter Zwang erfolgen, was ein Fall für den Staatsanwalt wird, egal ob hetero oder homo.

    Aber gerade das Thema Homosexualität – bietet Faceten die Bevölkerung zu beschäftigen – und während der Beschäftigung andere Schweinereien zu verzapfen. Das ist die Kunst der bürgerlichen „Demokraten“ und der müssen wir gezielt etwas entgegen stellen.

    Für mich hängt die Wertschätzung gegenüber einem Menschen weder von seiner Rasse, von seiner Religion, oder seiner sexuellen Ausrichtung ab, sie hängt von seiner Verläßlichkeit, von seine humanistischen Grundeinstellung ab.
    Darüber, insbesondere, wie man dem „verkommenen“ Volk der Deutschen wieder Humanismus beibringt, sollte Diskussionsstoff von Linken sein

  2. W.D. schreibt:

    Wenn die Ehe ein Auslaufmodell ist, wieso kämpfen dann besonders sexuelle Minderheiten so radikal für die Ehe???

    • nasenschleifer schreibt:

      Ob die Ehe ein Auslaufmodell ist, kann so eindeutig nicht beantwortet werden. Aber wenn homosexuelle Paare ehelichen wollen, dann soll das wohl eine Gleichstellung gegenüber den heterosexuellen Ehepaaren bedeuten, besser simulieren. Eine Gleichstellung, allerdings nur der äußeren Form nach. Denn der qualitative Unterschied bleibt bestehen und der liegt in der Natur der Sache: das heterosexuelle Paar, hat die Fähigkeit zur Reproduktion. Unabhängig, ob im „heiligen Stand“ der Ehe oder nicht. Alles andere sind taube Blüten.

  3. asart schreibt:

    Hmm. Da ich eine andere Meinung als die derzeitig politisch korrekte habe muss ich natürlich zuerst meinen Disclaimer aufstellen. So denn: Ich habe nichts gegen Homosexualität an sich.

    Der Meinungfaschismus der PC Inquisitoren mit Ihrer Deutungshoheit möge mir meine Ignoranz verzeihen wenn ich frage warum denn die Schwulen und Lesben denn sich nicht damit zufrieden geben was Sie haben? Eingetragen Partnerschaft ist doch möglich, für Toleranz wird mit Zwangsamsnahmen wie angedrohtem Berufsverbot und vielen Schikanen gesorgt. Die LBGT Bewegung ist doch DER große Aufhänger im Westen an dem unsere Freiheit und Leitkultur neuerdings gemessen wird.

    Also warum will man unbedingt auch noch heiraten dürfen. So ganz wie Oma und Opa noch geheiratet haben? Weil man es dann darf? Oder ist das so wie bei den Satanisten welche ja im Grunde auch nur bei ihren Messen die christliche Messe verhöhnen?

    Aber so nebenbei gemerkt, Satanisten sind im Grunde auch nur verwirrte Christen.
    So wie die Schwulen verwirrte Heteros sind. Sollen Sie Ihren Spaß haben und Ihre kleinen Hochzeiten spielen, – privat. Kein Grund der überwiegenden Mehrheit der Menschen eine Pervertierung ihrer Sitten und Gebräuche als gleichwertig aufzuzwingen. Oder? Ganz im Ernst gefragt. Ich hab ja vermutet bei den linken wird zuweilen nachgedacht. Aber selbst wenn sie doch Zweifel hätten, dürften Sie diese doch nicht ohne Weiteres aussprechen. Zumindest wird ihr Disclaimer dazu noch weit ausführlicher ausfallen müssen.

    Und noch eine Frage an den Blogbetreiber: Kämpfen Sie hier für Ihre Sache, oder lassen Sie siech vor einen fremden Karren spannen?

  4. marco schreibt:

    aber nennt es dann nicht heiraten dieses wort beinhaltet für mich mann und frau erzeugen kind und oder lieben sich so sehr das man sich einen ring überzieht der verbindet was von natur aus sich natürlich liebt , gibt den scheiß ein neuen namen auch wenn ich total gegen dieses schwulen lesben hype bin , vor jahren undenkbar was schon alles im tv läuft wenn die nicht grade ficken sinds hetero die homo gefühle nachgehen oder frauen die merken das sie doch lesbisch sind (jetzt nur im billig krank gehirnwäsche tv)

    ich bin gegen homos und werd es auch sein wenn ihr bock und lust habt den menschen doch nahe zu legen das wir tiere sind viel spaß beim rudelbumsen ich lasse mich nicht als tier runterreden! immer dieser vergleich aber in der tier welt gibts auch lesben schwule etc….

    sehr merkwürdiger artikel

    gruß

  5. nasenschleifer schreibt:

    „Wenn man heiratet, baut man sich ein Nest, und dann stellt man erstaunt fest, dass es ein Käfig ist.“ Wie gehabt. Die Ehe im Allgemeinen funktioniert bekanntlich sehr selten zufriedenstellend für die unmittelbar Beteiligten. Das ist ein genuin vielschichtiges Thema. Auf alle Fälle kann die Ehe nicht auf die Fähigkeit, einen Nachwuchs zu erzeugen, d. h., auf die Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau reduziert werden. Und wenn gleichgeschlechtlichen Paare, die zwar nix zur Reproduktion der Sippe (Gesellschaft) beitragen können, heiraten wollen, … OK!

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