Juden und die Ukraine

Hören Sie? Genau, Sie hören nichts. Dabei müsste das Protestgeheul unbeschreiblich sein angesichts des extrem zunehmenden Judenhasses in der Ukraine

Antisemitische Schmierereien

Antisemitische Schmierereien in der Ukraine

Was ist da los. In der Ukraine werden Juden derzeit gejagt wie Kaninchen. Nachts wagen sie sich nicht mehr aus dem Haus und immer mehr von ihnen müssen auswandern, um ihr bloßes Leben zu retten. Und ausgerechnet jene Juden, die hysterisch kreischend die Antisemitismuskeule schwingen, sobald jemand es wagt, die Politik Tel Avivs zu kritisieren, schweigen still. Gerade erst letzten Monat, am 13. Mai, hatte die dafür zuständige Organisation, die Anti Defamation League (ADL), eine groß angelegte Studie zum globalen Antisemitismus veröffentlicht, um die schmelzende Legende weltweit verbreiteten Judenhasses weiterhin am Leben zu erhalten. In dieser Studie mit dem Namen ‚Global 100‘ waren 52.100 Personen in 102 Ländern dieser Welt zu ihrer Haltung gegenüber dem Judentum befragt worden. Die Ukraine war nicht darunter, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits Faschisten in Kiev Jagd machten auf Mitbürger mosaischen Glaubens. Weder in der Knesset, noch bei der jüdischen Lobby in Washington AIPAC, noch von der sonst sich stets überängstlich gebärdenden ADL fiel auch nur ein einziges Wort zur Ukraine. Das ist mehr als ungewöhnlich.

Ebenfalls ungewöhnlich ist ein Bericht in der Jewish News Agency, demzufolge fünf Veteranen der israelischen Verteidigungsarmee während der gewaltsamen Naziaufmärsche auf dem Maidan ebenfalls vor Ort waren – unter dem Befehl der rechtsradikalen, allukrainischen Partei Swoboda. Diese Partei sieht sich in der Tradition Stepan Banderas, eines ukrainischen Hitlerkollaborateurs, der während des Ostfeldzuges zehntausende von Juden, Kommunisten und Oppositionellen in die Vernichtungslager schickte.

Geführt wurde die Gruppe von Aaron, der unter dem Decknamen Delta und einer Sturmhaube seine Identität vollständig verbarg. Delta ist ukrainischer Abstammung, wohnte seit den 90ern in Israel und war vor ein paar Jahren nach Kiev zurückgekehrt. Als orthodoxer Jude erhielt er seine militärische Ausbildung bei dem Erkundungsbataillon Shu’alei Shimshon, welches der Israel Defense Force (IDF) angehört.

Während der Maidankrawalle leitete er ein 40- köpfiges und in Teilen jüdisches Kampfteam an. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die ‚Staatsanwaltschaft‘ in Kiev sich nach wie vor weigert, die Schüsse auf dem Maidan, denen ungefähr 70 Menschen zum Opfer fielen, zu untersuchen. Um das Kuriosum abzurunden, trugen die Mitglieder dieser Kampftruppe Blauhelme. So haben diese Israelis definitiv den Boden mitbereitet, auf dem jetzt immer mehr jüdische Familien in der Ukraine der Judenverfolgung durch Nazis zum Opfer fallen. Die Zahl ausgewanderter ukrainischer Juden hat sich mittlerweile vervierfacht. Allein von Januar bis April waren 762 ukrainische Juden gezwungen, ihrer Heimat den Rücken zu kehren. Was auch immer das Schweigen im Walde hierüber zu bedeuten hat, es lässt zumindest den Verdacht zu, dass die Israelische Regierung in den gewaltsamen Umsturz in Kiev verwickelt ist und sich einen Dreck schert um das Schicksal der ukrainischen Juden.

Quellen:

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