Fahrt bloß nicht nach Sotschi

Hyperventilierende, westliche Pressehuren reißen sich um die schillerndsten Terrorwarnungen. Vor allem aus amerikanischen Geheimdienstkreisen stammen die Warnungen, auf die sich die deutsche Presse mit Hingabe stürzt. Terror- Zahnpasta ist gerade besonders angesagt

Terrortölpel

Terrortölpel in Aktion

Sati(e)risches – Wie, wenn nicht so, ließe sich ein vollbesuchtes Stadium sprengen? Eifrig sitzen sie bereits seit Wochen in geheimen Werkstätten und teilen sich die Arbeit. Während die einen Terrorspezialisten eine Zahnpastatube nach der anderen ausquetschen, füllen die anderen diese erneut – mit Sprengstoff. Womit auch sonst? Sotschi muss knallen – Putin muss fallen. Also Terror aus der Tube. Die Produktion von Knallzahnpasta läuft seither auf vollen Touren. Nicht in Usbekistan oder Tschetschenien, nein in den USA natürlich. Woher sollten die Amis denn sonst auch so gut Bescheid wissen? Die haben noch nie vor etwas anderem gewarnt, als vor ihren eigenen Anschlägen. Terror ist der einzige Exportschlager, über den die USA noch verfügen – neben Betrug an den Finanzmärkten. Aber das steht in einem anderen Kapitel.

Schwulenfeindliche Badezimmertürklinken

Schauen wir also einmal, was die US- Geheimdienste sonst noch alles so für Sotschi in Planung haben. So warnt die FAZ vor Terror, Kriminalität und Schwulenfeindlichkeit. Rp-online enthüllt einen weiteren Plan unserer westlichen Terrorfreunde. Demnach ist die Entführung von Österreichs alpiner Goldhoffnung Marlies Schild geplant, gemeinsam mit der Skeletonfahrerin Janine Flock. Mit insgesamt 16 Geheimdiensten müsste das eigentlich machbar sein. Die Handynummern der beiden Damen hat die NSA schon längst abgeschnorchelt und kann sie somit jederzeit orten. Sollte die geplante Entführung scheitern, könnte Doku Umarow, Terrormeister in US- Diensten, es ja noch mit einer Drohne versuchen. Ja, der Terror ist ein Meister aus Amerika.

Die mit Abstand eleganteste Möglichkeit für einen Terroranschlag in Sotschi bietet hingegen die US- Kriegsmarine. Wie unlängst bekannt wurde, sind die USA fest entschlossen, jedweden Terroranschlag in Sotschi zu unterstützen. Daher haben sie zwei Kriegsschiffe der Zerstörerklasse im Schwarzen Meer platziert, die seither durch die Fluten dümpeln mit Kurs auf die Olympiastadt nahe der Schwarzmeerküste. Die Rede ist von dem mit Raketen bestückten Zerstörer USS Ramage sowie dem Kommandoschiff USS Mount Whitney. Damit lässt sich schon ganz gut was reißen.

Am schwersten betroffen von dem ganzen Terror sind jedoch all die todesmutigen Olympiareporter, die trotz ihrer eigenen Terrorwarnungen inmitten des Zielgebietes angereist sind, um die erwarteten Explosionen aus nächster Nähe zu filmen. Sie sind geradzu vom Schicksal verfolgt. Wie Euronews titelt, geben sich in den entsprechenden Hotels die bösen Überraschungen mehr oder weniger die Klinke in die Hand. Stundenlang kein Wasser in den Hotels. Dann endlich kommt doch noch etwas aus dem Hahn. Allerdings kein Wasser, sondern eine tödliche, braune Brühe. Es fehlt an Lampen, Toiletten und Türgriffen. Ein entsetzter Reporter twitterte sogar: „Tausche Lampe gegen Türgriff.“ Auf Facebook geistern Bedienungsanleitung für die Nutzung der WCs herum. Nicht auf der Klobrille liegen, oder stehen, oder gehen. Nein! Bitte hinsetzen.

Noch viel ungeheuerlicher ist, was die WAZ ausgegraben hat. Dort beklagt DerWesten vor allem den Hotel- Horror. Die werden sehr stolz sein, auf diese gelungene Aliteration. Gleich zweimal ‚Ho‘ und jedesmal am Anfang vom Wort. Das ist echter Journalismus. Dort ist die Rede von braunem Wasser, kaputtem Mobiliar und, schlimmer noch, EINEM HEIZKÖRPER IN DREI METERN HÖHE!!! Da hört doch alles auf. Wollen neben den Amis jetzt auch noch die Russen uns umbringen? Dazu gesellen sich Baustellenlärm, dreckige Zimmer und schaurige Irrfahrten mit ortsunkundigen Bussfahrern. Fehlt eigentlich nur noch der Bär im Badezimmer. Obwohl, haben die so etwas überhaupt? So wie unsere Medien über Sotschi berichten, ist wohl davon auszugehen, dass die sich noch alle am Fluss waschen.

Ganz besonders schockiert ist Die Welt. Wie wir von ihr erfahren, lastet auf Sotschi der Schatten des Völkermordes. Gerade einmal 150 Jahre ist es her, dass sich die Tscherkessen im Aibga-Gebirgszug eine letzte Abwehrschlacht mit den heranrückenden Truppen des Zaren lieferten. Wieviele Menschen dabei ums Leben kamen, verschweigt das qualitätsjournalistische Superleitmedium. Ob die zaristischen Truppen es geschafft haben, den US- Highscore von 1,2 Millionen toten Irakern seit 2003 zu toppen, erscheint angesichts des heutigen Technologievorsprungs eher fraglich.

Fazit: Es gibt nicht eine deutsche Presstituierte, die nicht mit Dreck auf die Winterspiele wirft. Der feuchte Traum der Amerikaner ist ein gedemütigter Putin, der vor einem gänzlich leeren Stadion resigniert die Olympiade absagt. Dafür ist diesen Schwachköpfen keine Lüge zu abenteuerlich und die westliche Lügenpresse fügt fleißig weitere Unterstellungen hinzu, von denen eine bösartiger und dümmer ist, als die andere. Wenn wir an die Olympiade in London zurück denken, bei der die gesamte Stadt in eine Militärfestung verwandelt wurde, während das Stadion ausgerechnet auf einem radioaktiv verseuchten Gelände errichtet wurde, wissen wir schon jetzt, wie die strahlenden Sieger in Sotschi aussehen werden. Ungewaschen.

Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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Eine Antwort zu Fahrt bloß nicht nach Sotschi

  1. clearly schreibt:

    In auffallend musikalischem Rhythmus brillant formulierte Satire, die ihre ganze Kaft im klangvollen Vortrag entfalten könnte.

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