So kommt der Heldentod an unsere Schulen

Die Rekrutierung von Nachwuchshelden für Auslandseinsätze erfolgt unter massivem PR- Einsatz. Bestens ausgebildete Jugendoffiziere werben mit offensiven Methoden an unseren Schulen für Kampfeinsätze im Ausland. Da ist dann die Rede von „einzigartigen Grenzerfahrungen,“ von Kameradschaft und Abenteuer

whyInterview – Wer sich darauf einlässt, kehrt bestenfalls mit einer beschädigten Seele aus dem Kampfeinsatz zurück. Schlimmer wiegen hingegen amputierte Gliedmaßen, großflächige Verbrennungen, ein entstelltes Gesicht oder Krebs, weil Soldaten mit radioaktiver DU- Munition in Kontakt kommen.

Im heutigen Interview mit Jungle Drum Radio ist Dr. Katja Goebbels zu Gast bei uns. Sie ist Mitglied der Vereinigung Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW), die sich mit aufklärendem Informationsmaterial an Schulen und Schüler wendet, um die Werbeversuche der Bundeswehr im voraus zu entglorifizieren. IPPNW hat ein Informationsblatt für Schüler und Schülerinnen zu „Risiken und Nebenwirkungen eines Bundeswehreinsatzes im Kriegsgebiet“ herausgegeben, zu finden unter

http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/schuelerinformationsblatt.pdf

kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden kann. Die begleitende Hintergrundinformation für Lehrpersonal finden Sie unter

http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/lehrerinformationsblatt.pdf

Ein spannendes Interview von 25 Minuten Länge, das viele interessante Details enthüllt.

Interview: Bundeswehr in Schulen

Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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4 Antworten zu So kommt der Heldentod an unsere Schulen

  1. martrix schreibt:

    !Etwas out of Topic, aber für mich trotzdem wichtig!
    Ich finde den ersten Absatz belustigend, ebenso wie beängstigend…
    Ist es wirklich besser mit einer beschädigten Seele, als mit einem beschädigten Körper aus dem Krieg – oder sonst woher – zu kommen? Ich glaube das eine heile Seele das Fundament dazu ist Glück zu empfinden und glücklich zu Sein, und wollte deshalb die Frage aufwerfen, ob ihr lieber körperlich heil seid und an eurer Seele leidet, oder seid ihr lieber körperlich verstümmelt oder verletzt und aus unbefindlichen Gründen trotzdem glücklich (man fragt sich wie, aber es geht – Beweise dafür gibt es immer wieder)?
    Sicher ist das Heil beider Teile der optimale Zustand, aber wer hat den schon, und wie lange?
    Ich für meinen Teil hebe den Zustand des glücklich Seins, und für mein Verständnis damit auch den der heilen Seele als den wichtigeren Zustand hervor, denn was nützt mir ein voll funktionstüchtiger Körper der mir keine Freude bereiten kann?
    Und das ist meines Erachtens auch das wahre Grauen, ebenso wie mit einer der Gründe des Krieges: die Unfähigkeit, unabhängig von äußeren Umstanden, glücklich zu sein und die Tatsache das durch den Krieg diese Unfähigkeit noch weiter verbreitet wird.

    Damit mich niemand falsch versteht: Mit der Unfähigkeit, unabhängig von äußeren Umstanden, glücklich zu sein meine ich nicht still und untätig schlechten Verhältnissen zuzuschauen und sie einfach mit einem Grinsen zu akzeptieren!

    Vielleicht auch gar nicht all zu sehr aus dem Kontext gerissen, wenn man bedenkt dass es das Grundbedürfnis eines jeden Menschen ist Glück zu empfinden. Krieg aber primär genau gegenteilige Empfindungen verbreitet. Aufklärung ist gefragt welches sekundäre Glücksempfinden der Krieg bietet, so pervers wie es klingen mag das Krieg Glücksgefühle auslösen kann, so ist es doch möglich und weit verbreitet. Man mag sich nur selbst fragen was man bei der Vorstellung der eigenen Sicherheit empfindet und wie oft die eigene Sicherheit mit der des Landes, in dem man lebt, assoziiert ist und weiter, dass die Aufrechterhaltung der Sicherheit des Landes mit der Bekämpfung eines anderen Landes – der Bedrohung des eigenen Landes, der Sicherheit des eigenen Landes und damit der eigenen Sicherheit – verknüpft ist. Es mag sein, dass diese Assoziationskette in wenigen Fällen berechtigt ist, aber in den meisten Fällen – und das ist Fakt, wird diese Kette genutzt um Menschen, zu einem für die Menschen selber, sinn- und nutzlosen Krieg zu verführen. Wer sich seiner eigenen Assoziationen bewusst ist, wird sich nicht so leicht dazu manipulieren lassen dieses Spiel mitzuspielen.
    Auch die im Artikel genannten Werbemethoden, der „einzigartigen Grenzerfahrung“, der Kameradschaft und des Abenteuers versprechen indirekt eben diese Glückserfahrungen. Diese Erfahrung des Glücks und die Vorstellung dieser Erfahrung sind es die uns steuern. Wir sind keine rationalen Wesen, sondern emotionale Wesen, aber wir besitzen die Ratio um in Erfahrung bringen zu können, wohin uns unsere Emotionen treiben können und wir sollten lernen diese Gefühle auf eine Art zu reflektieren die gewinn- und vor allem glückbringend für alle ist.

    Im Sinne der Aufklärung,
    viel Glück,
    Martrix

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  3. Christel schreibt:

    Man darf sich doch ebenfalls darüber freuen, wenn die jungen Leute auch als Kampfbomber per Joystick ausgebildet werden und aus ihrem Spiel dann Ernst wird.

    Dann können sie Menschen abballern, ohne sich schmutzig zu machen und brauchen sich nicht immer neue Programme kaufen. Die gibt es dann umsonst – als Realität!

    Seht Ihr nun, wozu es die ganzen Ballerspiele mal gab? Man musste die Kinder und jungen Leute aufs Töten abrichten! – Die Planungen laufen seit vielen Jahren! Nichts geschieht in der Politik, das nicht zuvor gut ausgeklügelt wurde.

    Es werden künftig mehr Drohnen benötigt! – Unser Kriegsminister spekuliert ja lange darauf.
    Aber was ist, wenn sich der Rest der Welt auch diese Drohnen zulegt? Gewinnen dann die Länder die Kriege, die am meisten von den Kampfdrohnen besitzen?

    A b e r – wer hat denn alles Zugang zu den Sateliten im Weltraum? Haben die Länder alle eigene? – Nein.
    Wie man gestern bei der ARD zeigte, können Kriege von Stuttgart aus in Afrika gesteuert. In den USA wird dann aufs Knöpfchen gedrückt zum Ballern.

    Die Kriege, wo die Soldaten im Schützengraben liegen, wie man ihn sich so vorstellt, den wird es wohl kaum noch geben. – Nicht im westl. Verteidigungsbündnis. Kriege werden anders geführt.

    Liebe Friedensgrüsse
    Christel

  4. Frau Lehmann schreibt:

    Na da können die Schülerinnen und Schüler in Thüringen aber froh sein, dass es da wegen finanzieller „Nöte“ keinen vorgeschriebenen Literaturkanon gibt. Sonst böte sich wohl angesichts zu erwartendem Abenteuer, Kamerdentum der „wirklich harten Männer“ im Krieg etc. Ernst Jünger an mit seinem „Stahlgewitter“ (hab ich heute tatsächlich auf dem käuflich zu erwerbenden „Gabentisch“ gesehen – Grusel).
    Tucholsky würde sich im Grabe umdrehen, wenn er denn könnte.

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