Tappt Snowden in die Deutschlandfalle?

Wenn ich das Bild von Snowden und Ströbele betrachte, fühle ich mich an den Rattenfänger von Hameln erinnert und mich beschleicht ein äußerst unwohles Gefühl. Es gibt keinen Grund, auch nur einem einzigen unserer Abgeordneten zu vertrauen SnowbeleKommentar – Die Bundesrepublik wäre nicht dazu imstande, Snowden vor dem Zugriff amerikanischer Behörden zu schützen. Deutschland ist Besatzungsland. Mehr als 40.000 US- Soldaten verrichten hier ihren Dienst und könnten jederzeit mal schnell die Frankfurter Börse lahm legen. Unser Land hängt am Tropf des großen Bruders, oder besser großen Komplizen. Ein kleiner Wink hier, eine wohl gesetzte, versteckte Drohung dort und schon wäre es um unseren Gast geschehen. Was die Russische Föderation vermag, ist uns keineswegs vergönnt. Das muss auch Ströbele wissen. Warum also versucht er, Snowden aus seinem sicheren, russischen Versteck heraus und nach Deutschland zu locken? Er würde seinem Anwalt Anatoli Kutscherena zufolge seinen Flüchtlingsstatus verlieren und könnte nicht mehr zurück nach Russland. Auch, so der Anwalt, sei sein Mandant „in hohem Maße gefährdet.“ Snowden würde direkt ins eigene Verderben stolpern, sollte er dem freundschaftlichen Rat Ströbeles Folge leisten.

Auch die Vorsitzende der Grünen, Simone Peter, schlägt in diesselbe Kerbe und wünscht sich Asyl für ihn hier in Deutschland. Ebenso Jan Korte von der Linken. Alle beide wissen genau, dass ein Auslieferungsabkommen zwischen den USA und Europa besteht, ebenso wie auch zwischen den USA und Deutschland im Speziellen. Dort steht unter anderem:

  • „Im deutsch-amerikanischen Auslieferungsverkehr auf der Grundlage des Auslieferungsvertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika vom 20. Juni 1978 in der Fassung des Zusatzvertrages vom 21. Oktober 1986 (US-AuslV) findet auf deutscher Seite eine Tatverdachtsprüfung grundsätzlich nicht statt.“

Wenn also die Amerikaner die Auslieferung einer Person fordern, dann prüfen wir grundsätzlich nicht nach, in weit dieses Ersuchen aus juristischer Sicht gerechtfertigt ist. Egal ob schuldig oder unschuldig, ausgeliefert wird auf Wunsch immer. Die USA ihrerseits beharren mit größtem Nachdruck auf einer Auslieferung Snowdens in die USA, daran lassen sie keinen Zweifel. Nun soll also das kleine Dollhouse- Deutschland sich mit dem Bulldozer USA anlegen, um ein paar von den Dingen zu erfahren, die bereits seit Jahren bekannt sind. Dass die USA nicht Merkels Hausmeister abhören, sondern sie selbst. Natürlich könnte sich die Bundesregierung auf §4 des Abkommens berufen und darauf bestehen, dass es sich um die Aufklärung einer politischen Straftat handele. Aber mal im Ernst, wer von diesen parlamentarischen Sockenpuppen hätte dafür schon genügend Rückgrat? Der Friedrich vielleicht, der im Zuge der Affäre als erzürnter Tiger im Sprung über den Atlantik setzte um dann als Miezekäzchen zu landen und als Mäuschen zurückzukehren? Oder etwa unsere Teflonkanzlerin? Besonders misstrauisch werden sollte man jedoch beim Blick in den Blätterwald. Dort überschlagen sich die Konzernmedien mit der Worthülse: „ohne Gefahr…“ Als könnte Snowden tatsächlich die Bundesrepublik mit einer sicheren Garantie auf freies Geleit aufsuchen. Zudem ist es heute überhaupt kein Problem, auch über die Grenzen Russlands hinweg online zu konferieren. Ein Leitung ist schnell aufgebaut, eine abhörsichere Konferenzschaltung ebenfalls. Warum also unbedingt nach Deutschland einreisen? Natürlich ist es eine Falle und unsere Volksvertreter spielen dabei eine extrem unrühmliche Rolle. Es geht nur um eines bei diesem Spiel: Snowden aus seinem sicheren Versteck zu locken und den US- Geheimdiensten in die Hände zu spielen. Der Verrat an dem Whistleblower ist fester Bestandteil des Planes, der unseren guten Ruf weltweit schwer schädigen, möglicherweise sogar zerstören würde. Das Märchen vom sicheren Aufenthalt in unserem Staat ist in Wirklichkeit ein Lügenmärchen. Hoffentlich weiß Snowden, woran man erkennt, wann ein westlicher Politiker lügt. Nämlich immer dann, wenn er die Lippen bewegt.

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6 Antworten zu Tappt Snowden in die Deutschlandfalle?

  1. monopoli schreibt:

    Hat dies auf monopoli rebloggt und kommentierte:
    Ja das Bild kam mir auch in den Sinn. Wenn ich Snowden wäre, würd ich den Deutschen nichts glauben. Diese Arschkriecher liefern ihn prompt an Amerika aus.

  2. dr dementi schreibt:

    also ganz im ernst: so dumm ist er nicht und wird er auch nicht sein, auf ein solches „angebot“ einzugehen…er hat es schon bewiesen, seinerzeit in hong-kong, als es durch den blätterwald rauschte und hieß, die hätten dort ebenfalls ein auslieferungsabkommen…wenige tage später stand überall zu lesen, die usa hörten die pekinger vorzeige-uni ab…das war denen zu viel und schwuppdich, meinten sie, die amerikaner hätten formale fehler in ihren unterlagen zur ausforderungsanfrage gehabt….der wird nicht kommen und das ist auch gut so…

  3. sven schreibt:

    Also Snowden sollte doch nun wirklich um den Status der BRD wissen und sich nicht einlassen, sicher denken viele BRD-Politiker das ihre BRD ein freier und souveräner Staat ist aber er sollte es wissen, fast die ganze Welt weiß es und auch der Russe wird ihn darauf hinweisen. Aber warum sollte er auch hier her kommen??? Macht für ihn keinen Sinn.

  4. Anna L. Phabet schreibt:

    Exakt das vermutete ich von Anfang an.
    So blöd kann Snowden doch nicht sein.

  5. feld89 schreibt:

    Hat dies auf volksbetrug.net rebloggt.

  6. public schreibt:

    Das große Puzzle – welche Teile passen zusammen, welches Bild könnte sich ergeben?

    1. Offenbar versuchen seit einiger Zeit bestimmte weltherrschaftlich-kriegswillige Kreise, u. a. durch Skandale, eine bestimmte Regierung in ihre Richtung zu bewegen oder gar zu stürzen, da dieser Regierung nach Ansicht kriegswilliger Kreise die Entschlossenheit fehlt, selbst auf die Gefahr eines atomaren Weltkrieges hin, weltweit zuerst getarnt als »Revolutionen« und dann offen als »Zivilistenschützen« bezeichnete Angriffskriege zu führen, gegen jede Bevölkerung, die sich auf das geltende, von der internationalen Gemeinschaft demokratisch beschlossene Völkerrecht beruft, die eigene Zukunft selbst zu bestimmen.

    2. Nahezu dieselben Medien, welche schon die zu Angriffskriegen gegen mehrere unschuldige Zivilbevölkerungen geführten Unwahrheiten verbreitet hatten, trommelten vor wenigen Wochen mit unbewiesenen Behauptungen für einen offenen Angriffskrieg gegen ein weiteres unschuldiges Volk, was wohl auch das Bombardieren der von Regierungstruppen vor den Mordanschlägen der auslandsgestützen antiislamischen Wahhabi-Terroristen beschützten 7 Millionen Kriegsvertriebenen im Land und damit wieder unzählige Tote unter der Zivilbevölkerung bedeutet hätte, setzen sich im Moment für den Wechsel einer über brisante Informationen verfügenden, akut von Festnahme bedrohten Person aus einem sicheren Land in ein extrem unsicheres Land ein und berichteten bereits im Vorfeld über besonders brisante Informationen, deren Veröffentlichung die besagte, angeblich zu wenig kriegswillige Regierung stark unter Druck setzen oder gar zu Fall bringen könnte.

    3. Das Land, in das die akut von Festnahme bedrohte Person offenbar kommen will und soll erscheint deshalb extrem unsicher, weil, wie allen Beteiligten bekannt sein dürfte, Auslieferungsabkommen bestehen und mit einem gleichfalls vorliegendem Auslieferungsgesuch in der Regel sofort bei Ankunft die Festnahme erfolgt.

    4. Anscheinend können keine weiteren wirklich brisanten Informationen veröffentlicht werden, solange sich die akut von Festnahme bedrohte Person völkerrechtsgemäß in einem sicheren Land aufhält, da Berichten zufolge das Aufenthaltsrecht im sicheren Land an die Bedingung geknüpft ist, der nach Ansicht kriegswilliger Kreise zu wenig kriegswilligen Regierung keinen weiteren Schaden zuzufügen. Falls also bei einem Wechsel von einem sicheren in ein extrem unsicheres Land dennoch keine Festnahme erfolgt, könnten sich bezüglich bestimmter Veröffentlichungen neue Möglichkeiten ergeben. Wir werden sehen was passiert.

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