Bildung brutal



Unser Bildungssystem ist nichts anderes, als eine Waffenschmiede mit Ausbilungscharakter. Dort werden Kämpfer gezüchtet für die kapitalistische Schlacht untereinander konkurrierender Firmen

Vom Lernen erschöpftKurzkommentar – In immer kürzerer Zeit wird unseren Kindern immer mehr unsinniger Lernstoff in den Rachen gestopft, nicht um sie zu bilden, sondern zum Zweck der Selektion. Wer klaglos und ohne jeden Widerstand seinen achtstündigen Schularbeitstag absolviert, kommt eine Runde weiter, der Rest wird ausgesondert und entsorgt. Fördern von Nachzüglern war einmal. Verschärft wird die Brutalität des Vorganges durch die Verkürzung der Schulzeit auf 12 Jahre. Schüler kosten den Staat Geld, etwa 5000 Euro jährlich pro Kopf. Es wäre daher nicht verwunderlich, wenn die Schulzeit irgendwann um ein weiteres Jahr verkürzt würde.

Zugleich brökelt in den Schulen der Putz von der Decke und die Toiletten erinnern an einen Angriff mit Chemiewaffen. In dieser anregenden Umgebung sollen also gedankliche Höchstleistungen erbracht werden. Auf diesem Weg werden die Schüler systematisch zu Lernstoffboulimisten geformt, die das Erlernte auf Befehl auskotzen. Dabei ist Lernen bedeutend anstrengender als Arbeiten, zumindest für den Kopf. Denn ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich tagtäglich acht Stunden lang dasselbe tue, oder ob ich täglich acht bis zehn Stunden lang neues Wissen verinnerlichen muss. Das alles nur mit einem Ziel. Dem weiteren Vorantreiben einer ungeheuerlichen Bereicherungsorgie für eine korrupte und kriminelle Versagerclique auf Kosten der gesamten Menschheit und der Umwelt. Nur mit dem Untergang dieser Mischpoke wird auch dieses abscheuliche Bildungssystem zusammenbrechen und einer reiferen und menschlicheren, didaktischen Grundlage Platz machen.

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Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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7 Antworten zu Bildung brutal

  1. Ralf schreibt:

    Prof. Dr. Gerald Hüther der beste seines Faches.

    sagt alles einfach anschauen geistig verdauen.

  2. Stefan Wehmeier schreibt:

    Markt- oder Monopolwirtschaft?

    Wenn man die Lehrsätze der Ökonomen, die für eine Wirtschaft der freien Konkurrenz gelten, auf eine Praxis überträgt, die alles andere als eine Wirtschaft der freien Konkurrenz ist, so können sie unmöglich mit der Erfahrung übereinstimmen. Die Berufsökonomen haben irriger Weise eine freie Wirtschaft angenommen, d. h. den freien Wettbewerb für verwirklicht gehalten und diesen Irrtum ganz allgemein zu verbreiten gewusst. Heute wissen wir, dass sich die Wirtschaftswissenschaft tatsächlich geirrt hat. Nicht etwa, dass ihre Schlussfolgerungen nicht gestimmt hätten. Nein, es ist vollkommen richtig, dass eine freie Wirtschaft zu einer dauernden Harmonie von Angebot und Nachfrage, zur Vollbeschäftigung, allmählichen Zinssenkung, ansteigenden Reallöhnen und Wirtschaftsblüte führen muss. Nur die Voraussetzungen bestehen nicht. Was man für eine Wirtschaft der freien Konkurrenz gehalten hat, ist eben keine freie, sondern eine Monopolwirtschaft. Eine solche kann begreiflicherweise die günstigen Auswirkungen, die man von einer freien Wirtschaft mit Recht erwarten darf, nicht erfüllen!

    Die schwerstwiegenden Folgen ergaben sich, als die Politik sich des Widerspruchs bemächtigte. Man machte für die üblen Folgen der Monopolwirtschaft, für die wiederkehrenden Wirtschaftsstörungen, Krisen, Dauerarbeitslosigkeit, chronische Unterbeschäftigung, für die sozialen Missstände, die Verarmung der breiten Massen, die Proletarisierung des ehemaligen Mittelstandes usw. die – nicht existierende – freie Wirtschaft verantwortlich. … Das Heil liege … in einer rigorosen Einschränkung … der privaten Unternehmertätigkeit, in einer Abkehr von der „freien“ Wirtschaft. Andere politische Richtungen wieder verweisen auf die zahlreichen Übelstände der staatlichen Planwirtschaft und fordern die „Rückkehr zur freien Wirtschaft“ – die es noch nie gegeben hat -, kurzum: die Begriffsverwirrung ist allgemein.

    Die aufgetretenen Missstände dieser so genannten freien Wirtschaft in die Schuhe zu schieben, ist ebenso verkehrt, wie zu ihr zurückkehren zu wollen. Beides ist ein Irrtum. Da es noch niemals eine freie Wirtschaft gegeben hat, ist es ebenso unsinnig, sie zurückzuwünschen, wie es unsinnig ist, sie für soziale und wirtschaftliche Missstände verantwortlich zu machen… Was heute als freie Wirtschaft bezeichnet zu werden pflegt, ist bestenfalls … ein Bruchstück der freien Wirtschaft, mit einem Wort: Zinswirtschaft. Nicht weil die Wirtschaft (angeblich) frei war, hat sie versagt, sondern im Gegenteil: weil sie unfrei war und daher ein Instrument der Ausbeutung, musste sie versagen! Nur deshalb zeigten sich die bekannten wirtschaftlichen und sozialen Missstände.

    Marktgerechtigkeit

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  5. IrlandsCall schreibt:

    Unser staatliches Zwangsschulsystem ist nichts anderes als staatlich geförderter Kindesmisbrauch. Es werden keine selbstständig denkende Menschen gebildet sondern gehorsame Konsumenten uns Arbeiter.

  6. Volker schreibt:

    Ich kann dies im Wesentlichen bestätigen, aus mehrjähriger Arbeit mit Heranwachsenden. Allerdings reicht ein Achtstundentag für Schüler in der Regel nicht aus, um einen Realschulabschluß oder ein Abitur zu erreichen. Für junge Menschen bedeutet dies schon Hochleistung pur, mit all den negativen Folgen. Dazu kommt noch, dass viele Eltern von ihren Kindern Hochleistung einfordern, selbst außerhalb des schulischen Alltags. Wie soll sich ein Heranwachsender unter solchen Bedingungen noch normal und ohne Ängste entwickeln können? Dazu kommt noch: Wer nach der Grundschule in die Hauptschule ausgelagert wird, muß schon frühzeitig erkennen, dass er in unserer Leistungsgesellschaft als „dumm“ stigmatisiert wird. Ich hörte oft Aussagen wie: „Ich bin Hauptschüler … ich bin dumm“, oder: „Nach der Hauptschule gehen wir hartzen“.
    Das wird ihnen von sogenannten Pädagogen schon frühzeitig vermittelt. Wer sich unter solchen Bedingungen verweigert (das kann ich nach nachvollziehen), wird dazu noch unter Druck gesetzt. Da droht schon einmal ein Jugendarrest als pädagogische sinnvolle Maßnahme.

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