Die bedrohte Zukunft

Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte stand deren Zukunft mehr auf dem Spiel als heute. Allzuviele Möglichkeiten gibt es nicht mehr auszuloten, will man erkunden, wohin die Reise geht

Ende GeländeKommentar – Derzeit zeichnen sich drei mögliche Konstellationen für unsere Zukunft ab. Beginnen wir mit der ersten. Derzeit sind Nationen wie Russland oder China darum bemüht, die USA und den Dollar möglichst diszipliniert und geordnet abzuwickeln. Nur wenn es ihnen gelingt, die Sau gezielt zu Wasser zu lassen, hat die Weltwirtschaft eine Überlebenschance. Die USA von deren hohem Ross zu stoßen, wäre hingegen fatal, da die Weltwährungsreserven nun mal in wertlosen Dollars angelegt sind. Auch wenn China seine zwei Billionen Dollar in US- Bonds wohl nie wieder sehen wird, wird es einen Totalcrash der derzeitigen Leitwährung mit allen Mitteln zu verhindern suchen. Sonst würde die Suche nach Absatzmärkten schwierig für das Reich der Mitte, da die Wirtschaft dann überall in Trümmern läge.

Uncle Sam wird daher nicht über die Planke gejagt, muss sich aber setzen und den Mund halten, so wie alle anderen auch. Der Dollar würde weiter bestehen, jedoch als Leitwährung ersetzt werden durch einen Währungskorb, bestehend aus Rubel, Yen etc. und ein bisschen Dollar. Dies wäre vielleicht die beste Lösung, da sie keine weiteren Kriegstoten mehr fordert und auch künftig ein Überleben aller Beteiligten ermöglicht. Jedoch nicht ohne bitteren Beigeschmack, denn dann würde jene Diktatur, die sich im Westen bereits andeutet, offen und brutal umgesetzt werden.

Die zweite Möglichkeit wäre deutlich ernster. In diesem Szenario bricht der Dollar mit lautem Krachen in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Denn Geld lebt vom Vertrauen der Menschen in ihre Währung und in die Seriosität ihrer Banken. Beides ist endgültig dahin. Und ließe sich nicht wieder herstellen. Denn es gibt keine Möglichkeit, diesem gigantischen Berg an bedrucktem Klopapier irgendeine Werthaltigkeit zuzuordnen. Wollte man zur Golddeckung zurückkehren, so würde alles Gold der Welt nicht ausreichen, da es einfach zuviele Dollars gibt. Es sei denn, der Goldpreis stiege auf bis zu 9000 Dollar pro Unze. Davor fürchtet sich die Geldelite zu Recht. Dann also der Crash mit allen Folgen für unsere Gesellschaft.

Während unser Staat schrumpfen würde, stiege zugleich die Kriminaltät. Kontrollieren ließe sich dann kein Staatswesen mehr, den Kontrolle kostet Geld, welches dem Staat fehlte. Behörden müssten eingeschmolzen werden, die Polizei hätte keine Möglichkeit mehr, die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Der Fluß staatlicher Kontrolle würde mehr oder weniger zum Erliegen kommen. Ansteigen würde hingegen die Gewalt auf den Straßen ebenso wie die Gewalt zum Schutz des Eigentums. Der anfängliche Verteilungskampf würde sich auswachsen zu einem veritablen Überlebenskampf aller Beteiligten. Viele Tote wären zu beklagen. Durch Hunger, durch Krankheit und durch Gewalt.

Dann würden sich die Menschen neu organisieren. Da solche Riesengebilde wie Staaten nicht länger regierbar wären, würde an deren Stelle eine Clusterbildung treten. Die Menschen würden sich je nach Interessenslage dezentral in unterschiedlich großen Gemeinschaften organisieren, autark und selbstverwaltet. Geld wäre nicht länger vonnöten, da mit der Wirtschaft auch die Banken der Todesstoß ereilt hätte. Stattdessen würden wieder echte Werte wie Solidarität, Hilfsbereitschaft und Miteinander in den Vordergrund rücken.
Gute Zeiten wären möglich, da die Menschen den erwirtschafteten Mehrwert nicht länger an die gefräßigen Schmarotzer der High Society abtreten müssten. Ein bescheidener Wohlstand für alle Beteiligten würde innerhalb eines Jahrzehntes realisierbar. Dies wäre die zweitbeste Möglichkeit. Viele Opfer und Todesopfer gingen ihr voraus. Am Ende jedoch würde eine gewisse Freiheit in Greifweite rücken.

Die mit Sicherheit schlechteste Möglichkeit von allen lässt sich in wenigen Sätzen zusammenfassen. Der Dollar explodiert zuerst. Dann explodieren die US- Wirtschaft und die Weltwirtschaft. Irgendein Idiot kommt auf die blödsinnige Idee, das Krieg der rettende Ausweg sei. Es kommt zum bewaffneten Konflikt der Völker dieser Erde. Zunächst konventionell, dann mit zunehmendem Gefechtseifer auch nuklear. Sprengköpfe von bis zu 80 Megatonnen würden riesige Verwüstungen anrichten. Gigantische Mengen an Fallout würden bis in die höchsten Luftschichten hochgerissen, sich um den gesamten Planeten verteilen und das Sonnenlicht von der Erde weg reflektieren. Die Temperaturen sänken beständig unter den Gefrierpunkt. Die Erde würde für Jahrtausende unter einem etwa drei Kilometer dicken Eispanzer verschwinden. Dann wären künftig Einzeller die intelligenteste Lebensform unserer Galaxie.

Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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8 Antworten zu Die bedrohte Zukunft

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  3. Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft …, man hört nichts anderes mehr – es gibt wirklich Wichtigeres, als diese scheiß Wirtschaft, nämlich den Menschen und seine Umwelt, in der er lebt und Teil derselben ist. Aber das interessiert niemanden, den der Mensch – der gerne einer wäre, sich stattdessen aber nur mit selbigem Titel schmückt – ist schon so denaturiert und verkommen, dass er jeglichen Sinn ad acta gelegt hat und das „vor-sich-hin-vegetieren“, die bloße Existenz, dem Leben vorzieht. Die Leute (ich nenne sie explizit so, denn mehr ist es nicht) sind zufrieden mit ihrem Dasein als Konsumenten und Wirtschaftsfaktor. Die pervertierte Gesellschaft irritiert schon nie.anden mehr. Man hat sich damit abgefunden, dass man sich gegenseitig ausschlachtet und missbraucht, von den Organen bis zum kurzfristigen Gewinn durch Betrug und Diebstahl am jeweils Anderen. Und alle machen mit. Sie rechtfertigen ihr skrupelloses, unmenschliches Handeln, mit dem Hinweis, dass sie doch „selbst auch überleben müssen“ – aber dies ist keine Entschuldigung. Nein. Dies ist lediglich vorsätzliche Ignoranz und entbindet nicht von der Schuld. Ob Altenpfleger/in oder Beamte/r, oder wer auch immer, der/die in dieses System involviert sind/waren und ihr Geld damit verdien(t)en, indem er/sie bei diesem elenden System mitmacht/en, tragen schwere Schuld . Und so verhält es sich mit allen Anderen auch. Sie haben es so gewollt! Sie haben es so verdient! So einfach ist das.

    Ihr verkauft eure eigene Großmutter, missbraucht eure Brüder – was beschwert ihr euch, wenn es nun auch euch selbst und eurer Brut an den Kragen geht?! Ihr habt es doch so gewollt, gut verdient daran und die Zeit genossen, als ihr euch alle Jahre einen Urlaub leisten konntet – und nun ist das Spiel halt mal eben vorbei. Das nennt man „Schicksal“ (oder auch „Selbstverursachtes Karma“) und kommt nicht von ungefähr. Glaubtet ihr wirklich, dass es nicht auf euch zurückfallen würde, was ihr euren Brüdern und eurer Mutter – der Welt – angetan habt, glaubtet ihr das wirklich?!

    Warum werden die Leute immer asozialer und kotzen sich gegenseitig an? Weshalb kann man niemandem mehr trauen? Wieso ist alles nur auf Lüge und Betrug aufgebaut?

    Der Mensch ist nicht von Grund auf schlecht, im Gegenteil: der Mensch ist seinem Naturell entsprechend „gut“ – kein Kind wird böse oder schlecht geboren. Bloß, die Schlechtigkeit potenziert sich, von Generation zu Generation, weil niemand die Kausalkette von Gewalt und Verkommenheit durchbrechen will. Wir sehen das Resultat: Nihilismus. Eine Generation von Nihilisten, denen Moral und Ethik völlig unbekannt sind. Nichts mehr ist heilig. Und somit ist auch das Individuum wertlos.

    So wie der Mensch den Respekt vor seiner Umwelt verliert, so verliert er auch den Respekt vor sich Selbst.

    Ihr wollt Geld?! Hier, nehmt es und fresst es!!!

    Schaut euch an, schaut auf die Trümmer, die ihr hinterlassen habt und weint – aber bittet nicht um Vergebung und spart euch euer Selbstmitleid. Ihr habt es so gewollt. Es war euer freier Wille.

    Das ist euer Lohn, den ihr wert seid. Nehmt ihn!

    • Solveigh Calderin schreibt:

      Warum schreibst Du nur von „den anderen“?
      Glaubst Du, Du seiest der einzige „Erleuchtete“, der das Verbrechersystem Kapitalismus durchschaut hat und alle anderen seien eine Ecke doof?

      Glaubst Du, es würde nur EIN Mensch, der noch am Fragen oder von mir auch noch am Schlafen ist, anfangen zu denken, wenn er Deine endlose Litanei von Vorwürfen zu lesen bekommt?

      SO wird’s mit der Veränderung, nein Abschaffung, des Kapitalismus garantiert nichts!

  4. Solveigh Calderin schreibt:

    Es gibt bereits Gedanken, die beschreiben, dass wohl der erste Weg schon beschritten wird, wobei das zukünftige Antlitz unserer Erde noch nicht fest und klar umrissen ist:

    http://hesikamiscellaneous.wordpress.com/2013/03/09/die-epoche-neuer-imperien-beginnt-1-teil/

  5. Juergen Meixner schreibt:

    Diktatur = nicht durchsetzbar, das gibt Unruhen, Volksaufstand, Guerilla-Krieg !

    Es geht nur ueber einen bewussten Neu-Anfang miteinander und nicht mehr gegeneinander, denn es ist genug fuer Alle da, aber nicht genug fuer die Gier Weniger … ergo, wird man sich die Wenigen greifen und re-sozialisieren.

  6. Pia schreibt:

    Also wird man sich für die Diktatur entscheiden. Oder?

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