Niemand braucht Banken

Dann müssen wir sie nicht ständig retten. Stattdessen könnte der gesamte Geldverkehr über eine Bundesbank fließen, der es verboten ist, am Finanzmarkt zu spekulieren

dees BankenrettungFrau Merkel beschwört die Bankenrettung als alternativlos. Würden die Banken fallen, so heißt es, dann wären unsere Anlagevermögen ebenfalls dahin. Wenn eine Bank jedoch nicht nur pleite ist, sondern auch noch hoch verschuldet, dann folgt daraus zwingend, dass unser Geld sich ohnehin schon in Rauch aufgelöst hat. Sonst stände die Bank ja solide da. Mit der Bankenrettung zwingt man uns also dazu, den Banken Geld zu geben, damit sie uns das zurückerstatten können, was wir ihnen bereits geliehen haben. Klingt für mich nach ’nem blöden Deal.

Tatsächlich scheint den Banken jedoch nicht nur ihre eigene Gier zum Verhängnis geworden zu sein, sondern auch der Umstand, dass die Vermögenskonzentrationen dieser Welt zu groß geworden sind. Das ist kein Geld, welches sich noch im Umlauf befindet. Verlorenes Geld für den Einzelhandel. Verlorenes Geld für den Binnenmarkt. Dieses Geld wird nirgends mehr ausgegeben, weil es nur noch auf dem Finanzmarkt ‚arbeitet‘ und dort riesige Gewinnhebel bewegt. In Wirklichkeit arbeiten natürlich nur Menschen, und das immer mehr, für immer weniger. Zu große Vermögen können nicht anders, als grenzenlos zu wachsen, gleich einem Krebsgeschwür, das den Körper durchwuchert. Und werden so zur Waffe, die sich gegen jeden richtet. Auch gegen Banken. Der Ökonom und Autor Christian Kreiß verdeutlichte dies in einem Interview an einem schönen Beispiel.

Ein Vermieter besitzt sagen wir zehn Immobilien, von deren Mietertrag er recht gut lebt. Darüber hinaus erwirtschaftet er durch seine Einnahmen jedes Jahr eine weitere Immobilie. Da sich in einem dieser Gebäude der Lebensmittemarkt eingemietet hat, ist dieser dazu gezwungen, seine Mietkosten über seine Preise an seine Kunden weiterzugeben. Die Mieter bezahlen dem Vermieter auf diesem Wege jedes Jahr ein neues Haus, dass dieser dann ebenfalls vermietet. Dadurch beschleunigt sich der Hauszuwachs, da der Vermieter nun noch mehr Einnahmen hat. Auf diesem Wege wandert so das Vermögen der Mieter zu dem Vermieter. So wie bei uns 99 Prozent.

Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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4 Antworten zu Niemand braucht Banken

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  3. winfried schreibt:

    Das Konto könnte in einer Schuldenfreien Bank geführt werden, aber unser Geld ist schon Schuld.
    Wir brauchen also ein Geldsystem ala‘ Silvio Gesell, das ohne Schulden in die Welt kommt und dass als fließendes Geld bezeichnent wird.

    http://freigeldpraktiker.de/weltenaufgang/blog/article/nur-zwei-buecher

    Natürlich braucht es nun noch die Kreditfunktion, von Guthaben zu Kreditnehmer – nicht wie heute wo Geld durch Kredit bei der Zentralbank erzeugt wird!

    Dazu braucht es auch keine Bank und das System gibt es schon und soll sehr erfolgreich sein!

    http://www.smava.de

    Aber das neue Bankonto könnte auch so ausehen und alle Probleme wären beseitigt, unter der Vorausetzung das man sich Bargeld wegdenkt oder dass jeder Geldschein ein Ablaufdatum besitzt!

    http://giregio.de/

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