Kim Jong Un – Der neue Gaddafi?

Derzeit wird der neue nordkoreanische Machthaber von den Konzernmedien in einem Ausmaß dämonisiert, dass der Gedanke nahe liegt, er könnte das nächste Opfer imperialistischer Begehrlichkeiten werden

Kim Jong Un mit 16

Kim Jong Un mit 16

Möglich, das Kim Jong Un diesen Beitrag ließt. Er kann deutsch, wie unterschiedliche Quellen angeben. Während seiner Jugend verbrachte er eine Zeit lang unter dem Namen Pak Un an einer schweizerischen Schule nahe Bern. Dort galt er als schüchtern, freundlich und fleißig. Obwohl er es im Unterrichtsfach Deutsch nur auf eine Vier brachte, konnte er sich gut genug verständigen, um Freundschaften aufzubauen. Vor allem liebte er es, mit seinen Mitschülern Basketball zu spielen. Ein ehemaliger Mitschüler beschreibt ihn laut CNN: „Un war ein guter Typ, als er sechzehn war. Ich denke daher nicht, dass er etwas Böses tun könnte.“

Unsere Medien sehen dies anders. Die Frage ist nur, aus welchen Quellen sie hierzu ihre Informationen beziehen. Der Stern beispielsweise beruft sich bei seiner Analyse auf die französische Nachrichtenagentur AFP. Die Augsburger Allgemeine auf dpa. Die Süddeutsche Zeitung informiert sich bei dpa, AFP, Reuters, mane und beitz. Die Stuttgarter Nachrichten geben gar nicht erst eine Quelle an, stellen jedoch genau diesselbe Frage wie alle andern Schreiber: Wie gefährlich ist Kim Jong Un? Naja, man wird ja mal fragen dürfen. Allerdings fragen sie nicht, OB er gefährlich ist, sondern wie sehr. Das heißt, eine gewisse Gefährlichkeit wird ihm prinzipiell von vorn herein unterstellt. Investigativer Journalismus geht anders. Nicht anders der Fokus mit seiner Überschrift: Kim Jong Un – „Der verrückte Typ aus der Nachbarschaft.“ Quellen der Inspiration waren diesmal sk, AFP und Reuters. Stefan Kornelius von der Süddeutschen Zeitung titelt in einem weiteren Artikel: „Kim Jong Un spielt Psycho-Krieg!“ Keine Quellenangabe belegt seine Behauptung. Am erfrischendsten ist die FAZ mit der Überschrift: „Nordkorea will Atomstreitmacht aufbauen!“ Als Quelle benennt das Traditionsblatt dabei – sich selbst.

Halten wir fest. Alles, was unsere Öffentlichkeit derzeit über Nordkorea und seinen neuen Anführer erfährt, stammt aus denselben Quellen, die bereits behaupteten, dass Gaddafi sein eigenes Volk bombardieren ließe, während alliierte Bombenteppiche auf Sirte und Tripolis niedergingen. Ohne diese Medien wäre das unbeschreibliche Massaker in Libyen niemals möglich gewesen. Medien, die Bin Laden in afghanischen Bootcamps vermuteten, um einen Krieg gegen Afghanistan zu entfachen. Nachrichtenagenturen, die die Lüge verbreiteten, Saddam Hussein hätte Massenvernichtungswaffen und könne London in einer halben Stunde auslöschen. Die die Lüge von Babies verbreiteten, die angeblich aus Brutkästen gerissen worden seien, um einen Krieg gegen den Irak zu entfachen.

Die Assad ebenfalls die Massaker an der eigenen Bevölkerung in die Schuhe schieben, wohl wissend, dass der Westen und die Golfstaaten dieses Mördergesindel finanzieren, ausbilden und bewaffnen. Dreiste Lügen, die nur dem Zweck dienen, in Syrien einen weiteren Krieg zu entfachen. Erfunden von Medien, die allesamt globalistisch gesteuert und kontrolliert sind und heimlichen Herren wie den Rothschilds oder der CIA zum Gehorsam verpflichtet sind. Und genau diese verlogenen, heuchlerischen Schreibtischmörder erzählen uns jetzt, Kim Jong Un sei ein Verrückter, ein kriegslüsterner Psychopath. Er hätte bereits seinem südkoreanischen Nachbarn den Krieg erklärt und plane einen nuklearen Erstschlag gegen die USA. Da nahmen westliche Kameras angeblich in Kim Jong Uns Hauptquartier einen ‚Schlachtplan zur Eroberung des amerikanischen Festlandes‘ auf, aber niemand hat diese Aufnahmen jemals zu Gesicht bekommen.

Kurz gesagt, die Sache stinkt bis zum Mond. Offenbar planen die Kriegstreiber unserer Tage einen Überfall auf Nordkorea. In aller Heimlichkeit haben sie bereits reihenweise Kampfbomber nach Indochina verlegt. Darüber berichtet der Mainstream nicht. Und auch nicht davon, dass der UN- Sicherheitsrat diesmal möglicherweise gleich von Anbeginn an umgangen werden soll, um sich die Vetos aus Russland und China von vorn herein zu ersparen. Jedem militärischen Massenmord geht stets ein medialer Rufmord voraus. So auch in diesem Fall.

Quellennachweis und weiterführende Links:

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15 Antworten zu Kim Jong Un – Der neue Gaddafi?

  1. Stacy W. Jensen schreibt:

    Die Assad ebenfalls die Massaker an der eigenen Bevölkerung in die Schuhe schieben, wohl wissend, dass der Westen und die Golfstaaten dieses Mördergesindel finanzieren, ausbilden und bewaffnen. Dreiste Lügen, die nur dem Zweck dienen, in Syrien einen weiteren Krieg zu entfachen. Erfunden von Medien, die allesamt globalistisch gesteuert und kontrolliert sind und heimlichen Herren wie den Rothschilds oder der CIA zum Gehorsam verpflichtet sind. Und genau diese verlogenen, heuchlerischen Schreibtischmörder erzählen uns jetzt, Kim Jong Un sei ein Verrückter, ein kriegslüsterner Psychopath. Er hätte bereits seinem südkoreanischen Nachbarn den Krieg erklärt und plane einen nuklearen Erstschlag gegen die USA. Da nahmen westliche Kameras angeblich in Kim Jong Uns Hauptquartier einen ‘Schlachtplan zur Eroberung des amerikanischen Festlandes’ auf, aber niemand hat diese Aufnahmen jemals zu Gesicht bekommen.

  2. Russell Mitchell schreibt:

    Wichtig ist mir auch das Zusammenleben in Freistadt, wo die Jugend eine Zukunft hat und es keine Ausgrenzungen gibt. Ich war ja in der Arbeitsgruppe dabei, wo das Programm entwickelt wurde, da haben wir besprochen, dass die Jugend mehr Treffpunkte in Freistadt kriegt.

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  5. jukijukian schreibt:

    Ich möchte den besprochenen Inhalten gar nicht widersprechen, würde aber um ein paar weiterführende Quellenangaben bitten. Vielleicht ein paar Zitate oder wenigstens ein paar exaktere Hinweise zu den jeweiligen Artikeln.

    • denkbonus schreibt:

      Habe ich extra vermieden, da ich schon lange nicht mehr auf solche Zeitungen verlinke. Einfach mal unter google/news die Begriffe Kim Jong Un+Drohungen eingeben und die Ergebnisse durchsehen. So habe ich es auch gemacht.

  6. Es ist zu befürchten, dass das Spielchen ein weiteres Mal abläuft, da noch immer zu wenige verstehen, was da an Manipulation abläuft. Ich hatte eine zeitlang der Verlauf des Libyen-Krieges mitbeobachten und Artikel gesamment. Ich habe den Artikel nun zusätzlich referenziert:
    Wer sind die Rebellen in Libyen? Warum wird darüber so wenig berichtet?
    VG Martin

  7. Platon schreibt:

    Interessant wäre es natürlich zu wissen, wie sich China im Falle einer Invasion verhalten würde. Haben die Chinesen sich denn überhaupt schon zu den erneuten Provokationen geäußert? Ich bezweifle allerdings sehr, dass eine Invasion vom Westen wirklich in Betracht gezogen wird. Ich vermute, dass es eher die typische psychologische Kriegsführung ist. Es wird wohl selbst den schlimmsten Kriegsfalken klar sein, dass China, genauso wie auch damals im Koreakrieg, nicht tatenlos zusehen würde und auch wegen der Grenznähe zu Nordkorea gar nicht zusehen kann, wenn allierte Truppen in Richtung Nordkorea losmaschieren würden. Ganz zu schweigen davon, dass Nordkorea von seinen eigenen Möglichkeiten her auch ganz und gar nicht mit Libyen zu vergleichen ist.

    • Solveigh Calderin schreibt:

      So weit ich weiß, hat China bereits seine Flotte rings um die koreanische Halbinsel in Stellung gebracht (hält da AUCH Übungen ab), alle „Nachrichten“ von „China hat genug von Nordkorea“ als Lüge entlarvend.
      Ist aber China angegriffen, ist auch Russland angegriffen.

      Ich bezweifle, dass die USA sich DAS leisten können und wollen.

      Die Forderung nach FRIEDEN bleibt unsere schärfste Waffe – siehe unten.

      • Solveigh Calderin schreibt:

        Heute fand ich einen Artikel, der zeigt, dass die Think Tanks (Denk-Panzer) dieses Staates, in dem wir leben, einschwenken und den heißen Krieg ad acta legen wollen. Das heißt jedoch nicht, dass sie ihre Pläne aufgeben, sondern nur, dass dieser Krieg nun mit anderen Mitteln, nämlich den Mitteln der Ökonomie, der Information und Ideologie geführt wird – und die Konrad-Adenauer-Stiftung ist an vorderster Front mit dabei.
        Diese Strategie des Aushöhlens und Zersetzens von innen, mit dem Ziel des Auflösens der bestehenden Strukturen der Gesellschaft wird, sobald die feindliche Macht (in diesem Fall der deutsche Imperialismus von US Gnaden) Fuß im zu annektierenden Land gefasst hat und der Regimechange vollendet wurde, mit dem nächste Mittel der Kriegsführung gegen das annektierte Land fortgeführt: De-Population (landläufig auch als Genozid bekannt) durch De-Industrialisierung, Armut, Krankheit, Hunger, Drogen, Geburtenrückgang, etc.p.p.
        Gleichzeitig wird dem Volk des annektierten Landes die eigene Geschichte gestohlen, indem die Bildung gegen Null gefahren wird, die einstige Regierung und Geschichte als furchtbare Diktatur und der Regierungschef als Diktator schlimmer als Hitler hingestellt wird, dem Volk insgesamt Schuld daran eingeredet wird und dann ist da ja der liebe, gute Onkel aus dem Westen, der dieses Volk in seinem Schoß aufnimmt – und es unverschämt bis aufs Blut auspresst! Das geschieht durch den großzügigen Wiederaufbau der (nun deutschen oder US amerikanischen) Wirtschaft, die durch Kredite aus dem Westen finanziert werden und die das Volk zu bezahlen hat.

        Erkennt irgendjemand die Parallelen zur jüngsten Geschichte? Gut! Sie gehen nämlich seit Jahrtausenden immer nach dem selben Muster vor!
        Ich hoffe sehr, die Nordkoreaner wissen das – und handeln entsprechend. Putin hat vorgemacht, wie es geht – er macht die Verschwörung einfach öffentlich🙂

        Das tut auch dieser Artikel, von dem ich oben schrieb:

        Deutsche Masterpläne (II)
        09.04.2013
        PJÖNGJANG/BERLIN
        (Eigener Bericht) – Deutsche Außenpolitik-Spezialisten raten zur Abkehr von der militärischen Konfrontationspolitik gegenüber Nordkorea und zu neuen Angeboten an die Führung in Pjöngjang. Die Konfrontation werde kaum zu einem Erfolg führen, urteilt ein Korea-Experte der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung: Die nordkoreanische Staatsspitze greife auch deshalb zu Kriegsdrohungen gegenüber dem Westen, weil diese es ihr erlaubten, die Bevölkerung hinter sich zu scharen und von inneren Missständen abzulenken. Wolle man gegenüber Pjöngjang Erfolge erzielen, müsse man der Führung vielmehr intensive Unterstützung bei der ökonomischen Öffnung in Aussicht stellen und ihre Machtstellung auch für den Fall einer Systemtransformation garantieren. Dass ein solches Vorgehen möglich sei, zeige das Beispiel Vietnam. Tatsächlich sind parteinahe deutsche Stiftungen sowie deutsche Experten aus Wirtschaft und aus Justiz bereits seit geraumer Zeit beratend in der nordkoreanischen Hauptstadt tätig; ein beteiligter Wissenschaftler berichtete bereits zu Jahresbeginn von einem bestehenden, eventuell noch im laufenden Jahr zur Anwendung kommenden „Masterplan“ zur Systemtransformation. Für Berlin geht es dabei nicht nur um unmittelbare ökonomische Vorteile im Falle einer Öffnung des Landes, sondern auch um politischen Nutzen: Spürbarer Einfluss auf der koreanischen Halbinsel wäre mit einer wichtigen Rolle in Ostasien verbunden, einem künftigen Gravitationszentrum der Weltpolitik.

        http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58570

  8. Solveigh Calderin schreibt:

    Pyongyang hat offensichtlich ein anderes Ziel im Auge. Ich muss ein bisschen zurückgehen, um die Situation zu erklären.

    Seit dem Ende des Koreakrieges vor 60 Jahren hat die Regierung der Arbeiterpartei der Demokratischen Volksrepublik Korea (DPRK oder Nordkorea) wiederholt im Grunde die gleichen vier Forderungen an die Vereinigten Staaten von Amerika gestellt. Diese beinhalten:

    1. Einen Friedensvertrag, der den Koreakrieg beendet.
    2. Die Wiedervereinigung Koreas, das seit 1945 „vorübergehend“ in einen Nord- und einen Südteil aufgeteilt war.
    3. Ein Ende der Okkupation Südkoreas durch die Vereinigten Staaten von Amerika und eine Einstellung der jährlichen monatelangen Kriegsmanöver durch die Vereinigten Staaten von Amerika und Südkorea.
    4. Bilaterale Verhandlungen zwischen Washington und Pyongyang, um die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu beenden.

    Auszug aus diesem Artikel, der die WAHREN Hintergründe der Hetze gegen Nordkorea aufdeckt!

    http://german.irib.ir/analysen/interviews/item/219332-korea-konflikt-obama-administration-hat-nicht-die-absicht,-bedingungen-f%C3%BCr-einen-friedensvertrag-zu-schaffen

    • anvo1059 schreibt:

      Sie haben voll Recht. Aber das dürfte Amerika kaum interresieren. Wenn die USA einen Kriegsgrund brauchen, haben sie bis jetzt noch immer einen gefunden und auch jemanden den sie verteufeln können. Nach dem man Hussein, Ghadaffi und Bin Laden erfolgreich ausgeschaltet hat (nach dem man sie zu vor sorgfältig aufgebaut hatte!) ist nuneben Kim dran. Wenn man ihre obigen Infos dazu nimmt, kommt man zu einem Tollen Bild !

      • Solveigh Calderin schreibt:

        Gerade dieses es war schon immer so (und darum wird es so bleiben) und wir können ja eh nichts machen und so wird es kommen, weil es ja bisher immer so war gibt den Verbrechern JEDE Möglichkeit in die Hand, ihre Verbrechen zu begehen.
        Wenn WIR nicht dagegen einschreiten und laut sagen, schreiben, schreien:
        Schluss, es reicht! WIR fordern FRIEDEN
        werden die tatsächlich einen Krieg nach dem anderen vom Zaun brechen, denn die brauchen Kriege, weil ihre Wirtschaft nur noch aus Kriegsproduktion besteht und weil sie damit von den inneren Widersprüchen, die nicht mehr unter dem Deckel zu halten sind, ablenken wollen.

        FRIEDEN bricht ihnen das Genick!
        Darum fordere ich immer und immer wieder FRIEDEN!
        Das verbreiten der Wahrheit unterstützt diese Forderung nach FRIEDEN.
        Ihre Resignation unterstützt den Krieg.

        P.S. Die können ohne die Unterstützung, ohne das wenigstens stillschweigende Einverständnis der Menschen KEINEN Krieg führen. Sie brauchen UNS! NUR: Wir brauchen DIE überhaupt nicht!
        Dass wissend, wird Ihnen verständlich, warum es so wichtig ist, immer und immer wieder FRIEDEN zu fordern!

    • Platon schreibt:

      Vielen Dank für die Hintergrundinformationen, ich kann das sehr gut nachvollziehen, was in dem Artikel erwähnt wird. Man muss das Ganze in einem größeren geschichtlichen Zeitrahmen betrachten, und natürlich auch unter Berücksichtigung der heutigen prekären Lage der Supermacht USA. Anders geht es wohl nicht. Umso gefährlicher könnte es allerdings werden, denn auch ein verwundetes Tier beißt schneller und ohne Vernunft. Diese Lunte könnte zu einem unberechenbaren Pulverfass führen, das darf man nicht unterschützen. Jede noch so gut begründete Resignation kann wahrlich keine Antwort darauf sein, es wäre mit Sicherheit die schlechteste überhaupt. Auch da bin ich bei Ihnen.

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