Iran – Verwirrspiel um Angriffspläne

Die einen wollen nicht und die anderen sollen nicht. Chuck Hagel, der neue Pentagonchef, macht keinen Hehl daraus, dass er, im Gegensatz zu Netanjahu, wenig von einem Angriff auf den Iran hält. Nun jedoch tauchen Hinweise auf, denen zufolge die Bilderberger mit einem Krieg im Mittleren Osten liebäugeln

Jim Tucker

Jim Tucker sieht selbst aus wie ein Bilderberger. Dabei ist er Enthüllungsjournalist und ein guter Kenner dieser entarteten Loge. Zudem hat er gute Kontakte, beispielsweise zu Vernon E. Jordan Jr., einem amerikanischen Rechtsanwalt und Bürgerrechtler, der ihm nun beschied: „Bilderberg- Mitglieder haben einen Krieg im mittleren Osten im Sinn,” und weiter: „Es ist egal ob es stimmt oder nicht, wenn Bennie Boy (Benjamin Netanjahu Anm. d. Red.) über irgend etwas wütend wird, richtet es sich gegen den Iran und vergrößert das Potential für einen Krieg.“ Weiterhin verlautete von seiner Seite: „Je mehr Bennie Boy wütend auf den Iran wird, umso besser die Chancen für einen richtig großen Krieg im mittleren Osten.” Der Hitzkopf aus Tel Aviv soll den Bilderbergern offenbar als Brandbombe für den Mittleren Osten dienen.

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„Je größer der Krieg, umso besser die Chancen auf die Etablierung eines globalen Bankensystems um solche Unternehmungen zu finanzieren.“ Der dies sagte, möchte unerkannt bleiben, aber seine Antwort richtete sich an Jordan daselbst. Der Austausch zwischen Jordan und seiner unbekannten Quelle soll sich am 25. Januar ereignet haben. Jordan ist nicht irgendein Schwatzkopf. Er leitet als Senior Managing Director die Investmentbank Lazard Freres & Co. LLC. Er sitzt im Vorstand von American Express, der J.C. Penney Corporation, der Asbury Automotive Group und der Dow Jones & Company. Sein Wort hat also ein gewissen Gewicht. Zugleich sollte man sich jedoch vor Augen halten, dass nicht alle Bilderberger in diese Kerbe schlagen sondern eine unbekannte Anzahl von ‚Mitgliedern‘. Die Bilderberger gehören nicht der Führungselite an, sondern stehen eher an der Spitze der sogenannten ‚ausführenden Elite‘. Damit befinden sie sich im oberen Bereich des mittleren gesellschaftlichen Drittels, gehören jedoch nicht zu den wirklichen Big Playern. Die sitzen in Silicon Valley, im militärisch industriellen Komplex, seit dem Erstarken des E- Commerce auch bei Onlineplattformen wie Google, Mikrosoft und Facebook. Ölkonzerne und neuerdings eben auch Bankenkonzerne gehören gleichfalls zu den tonangebenden Kräften auf diesem Planeten. Daher stoßen hier unterschiedliche Interesen aufeinander und nicht alle sprechen sich für einen Krieg gegen den Iran aus.

Während Banken, Ölgesellschaften und Rüstungsindustrie durchaus von einem Krieg im Mittleren Osten profitieren könnten, steht indess zu erwarten, dass Silicon Valley und der ganze Elektronik produzierende Sektor weniger erfreut sein dürften, wenn die Straße von Hormus infolge eines Angriffs auf den Iran gesperrt und vermint würde. Dadurch würden die Produktionskosten massiv nach oben schnellen, da 40 Prozent des weltweit geförderten Öls dort hindurch müssen, bevor es in die Produktion ginge. Sollte der Konflikt sich sogar unkontrolliert bis hin zum Suezkanal ausweiten, gingen an europäischen Förderstraßen die Lichter aus. Ob seltene Erden aus China, Autos aus Japan, Elektronikbauteile aus Taiwan oder Handies aus Südkorea, alles käme zum Erliegen. Die Handelsströme des Planeten würden weitläufig erstarren, viele Firmen gingen in die Pleite.

Hinzu kommt, dass Israel, von dessen Boden aus ein solcher Angriff wahrscheinlich erfolgen würde, derzeit keinen allzu gute Stand hat. Weder in der Welt, noch bei seinen Nachbarn und seit Ende letzten Jahres auch nicht mehr länger in den USA. Die massive Einflussnahme Netanjahus auf den US- Wahlkampf, die wochenlangen Demütigungen Chuck Hagels von israelischen Mitgliedern des Kongresses, die seine Ernennung zum Verteidigungsminister mit allen Mitteln zu verhindern suchten, die ständigen Bemühungen, die Vereinigten Staaten in einen ruinösen Krieg für Israel gegen den Iran hineinzutreiben, all dies hat in den USA erstmals ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass die Israel- Lobby AIPAC möglicherweise mehr Macht in den Staaten besitzt, als diesen gut tut. Israel steht zusehends isoliert da, isoliert von einer Welt, die das Kotzen bekommt, wenn sie den Begriff ‚Antisemitismus‘ hört. Dank der Netanjahu- Bande avanciert Israel zum globalen Fettnäpchen und aus dieser Position heraus Kriege anzuzetteln ist nicht einfach. Dies bekamen die Kriegstreiber in der Knesset auch bei den letzten Wahlen im eigenen Land zu spüren.

Dass nicht alle Bilderberger für einen Weltkrieg, beginnend im Mittleren Osten, zu haben sind, davon zeugt zudem die Rede eines recht hohen Logenmitglieds. Die Rede ist von keinem Geringeren als von Henry Kissinger. In einer Rede unlängst in Dallas bekannte der frühere US- Außenminister und Kriegsverbrecher aus Vietnamzeiten unmissverständlich: „Wir können nicht alle Konflikte auf der Erde militärisch lösen, sondern sie sollten stattdessen durch eine durchdachte Außenpolitik, die auch die Einbindung unserer Verbündeten einbezieht, gelöst werden.“ Mit dieser neuen Sichtweise dürfte er nicht gänzlich alleine stehen unter seinen Logenbrüdern, die ihre Treffen künftig nicht mehr in Europa anhalten wollen, da ihnen die vielen Demonstranten nach eigenem Bekunden ziemlich auf die Nerven gehen. Dem könnte sich künftig noch einiges hinzugesellen.

Quellennachweis und weiterführende Links:

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3 Antworten zu Iran – Verwirrspiel um Angriffspläne

  1. Pingback: Iran – Verwirrspiel um Angriffspläne | WIR Der ZeitBote Saarland

  2. animaxima schreibt:

    Reblogged this on animaximas thoughts-dreams-experiences und kommentierte:
    Und noch kein Ende in Sicht.

  3. winfried schreibt:

    Der Finazkollaps kann nicht aufgehalten werden, wohl aber gibt es Kräfte die ihn inszenieren wollen, um von den inneren Ursachen abzulenken.

    „Fließendes Geld“ „Freiwirtschaft“ „Silvio Gesell“

    Deshalb wäre ein Kolallaps, dem man dann auf den Iran schieben könnte, so ein Zeitpunkt!

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