Will Netanjahu die Shoa für die Perser?

Der Irre aus Tel Aviv, wie er inzwischen überall im Netz genannt wird, will die Iraner möglichst vollständig auslöschen. Notfalls auch mit Atomwaffen. Ein gewisser Herr H. hatte bereits ähnliches geplant und war zum Glück damit gescheitert

Atomblitz über Teheran

Atomblitz über Teheran

Kommentar – Die neuen Verhandlungen mit dem Iran hatten nicht einmal begonnen, da war Netanjahu, Lieberman im Gefolge, auch schon dazwischen gegrätscht. Lautstark verurteilte er die erzielten Fortschritte und drängte stattdessen auf offene, militärische Drohungen anstelle von Gesprächen. Den Westen beschuldigte er, sich vor einem Krieg mit dem Iran zu drücken und auf die Suche nach komplizierten, diplomatischen Lösungen zu setzen, anstatt es den verdammten Iranern endlich ein für alle mal zu zeigen. Er sieht im Iran den Erzfeind aller Juden. Nebenbei bemerkt, im Iran leben 25 000 Juden. Sie sind dort voll und ganz integriert, genießen volle Bürgerrechte und sind sogar im Parlament vertreten. Sie fühlen sich wohl im Iran, noch. Als Lieblingsmonat zum Krieganfangen hat Netanjahu sich den kommenden Juni ausgesucht.

Aber verdeutlichen wir doch einmal, was Bibi, wie er daheim liebevoll genannt wird, tatsächlich damit meint, wenn er davon spricht, den Iran zerstören zu wollen. Will er tatsächlich die gesamte unterirdische Infrastruktur des Iran dauerhaft zerstören, so benötigt er Nuklearwaffen. Die würde er letztlich auch benötigen, um Israel den brutalen Gegenschlag mit konventionell bestückten Raketen zu ersparen. Es kursieren jedoch Gerüchte, dass der Iran möglicherweise bereits im Besitz von Kernwaffen ist. Da gab es mal ein Angebot aus Pakistan, ein andermal eines aus der Ukraine. Wie gesagt, Gerüchte – jeder weiß nichts. Sollte der Konflikt zwischen Israel und dem Iran jedoch letztendlich in einem mehr als sonnenhellen Blitz über Teheran eskalieren, dann würden die Israelis wohle, wenn auch nicht vom Westen, so doch weltweit zu den Nazis des Nahen Ostens erklärt werden. Aber zurück nach Teheran.

Mit dem Atomblitz wird nicht nur Helligkeit sondern auch Infrarotstrahlung ausgesendet. Wer von den Teheranern das Pech hatte, in den Blitz zu blicken, ist bereits erblindet. Seine Netzhaut ist verbrannt. Mit derselben Lichtgeschwindigkeit breitet sich auch die Hitze aus. Alles im Umkreis von fünf Kilometern verdampft in Sekundenbruchteilen. Alles weiter entfernte verbrennt. Auch die Menschen, denen die verbrannte Haut in Fetzen vom Leib hängt. Sie sind noch nicht tot sondern irren traumatisiert umher, während sie zugrunde gehen. Ein Überlebender aus Hiroshima hat berichtet, er sei damals seinen Eltern begegnet, habe sie jedoch nicht erkannt, weil sie zu sehr entstellt waren. Erst als sie ihn ansprachen, erkannte er sie und floh, damals noch ein kleiner Junge, panisch vor ihnen davon. Zu entsetzlich war der Anblick für ihn.

Netanjahu dürfte sich besgeistert die Hände reiben, aber erzählen wir weiter. Nach der Hitzwelle kommt die Druckwelle. Wer jetzt noch keinen Schutz gefunden hat, stirbt schnell, wer untergeschlüpft ist, hingegen langsam. Ganze Stadtviertel gleichzeitig werden wie von einer Riesenfaust hinweg gefegt. Menschen, die dieser Druckwelle ausgesetzt sind, platzen die Lungen, das Fleisch wird ihnen von den Knochen gefetzt durch die unzähligen Geschosse, die die Druckwelle mit sich bringt. Was bleibt ist ein fast absolutes Vakuum, alle Luft ist weit weg gedrückt worden. Wer noch eine Lunge hat, der erstickt jämmerlich.

Einigen wenigen mag es vielleicht gelungen sein, auch das lebend zu überstehen. Nun sehen sie sich einer zweiten, nicht weniger starken Druckwelle ausgesetzt durch die Luft, die in das Vakuum zurückschlägt. Nochmals werden Häuser weggewirbelt, Bäume und Steine zu Geschossen und es gibt keine schützende Mauer mehr, von der auch nur noch ein Rest steht. Dann wird es auf einmal sehr leise. Vom Himmel rieseln schwarze Flocken herab, dazwischen dickflüssige, schwarze Regentropfen. Wo immer dieser schwarze Tod mit menschlicher Haut in Berührung kommt, verbrennt diese in wenigen Minuten durch die extrem hohe Radioaktivität dieser Substanzen. Es handelt sich um den Fall Out, bestehend aus hochgewirbeltem Dreck und Staub. Er wird vom Wind über weite Landstriche verteilt und findet dann ganz von allein seinen Weg in die Nahrungskette und somit in die restlichen Menschen dort.

Die Iraner müssten die Fall Out- Zonen verlassen, die Nahrungmittel dort wären unbrauchbar und es würden entsetzliche Hungersnöte ausbrechen. Das Wasser, die Fische, die Pflanzen, alles wäre radioaktiv verseucht und nicht mehr geniesbar. Dennoch würden die Menschen es essen, weil der Hunger sie dazu zwänge. Die ersten Folgen wären bereits nach neun Monaten zu sehen, wenn die ersten missgebildeten Kinder zur Welt kämen. Die Langzeitfolgen würden sich zeigen, wenn diese Kinder ungefähr zehn bis zwölf Jahre alt wären. Dann könnte sich niemand mehr um sie kümmern, weil alle anderen bis dahin an Krebs gestorben wären. Wenn mir jetzt jemand unterstellt, ich sei Antisemit, dann kann er mich dreimal kreuzweise am Arsch lecken. Denn nichts anderes als dieses Szenario ist es, das Psycho- Bibi unermüdlich propagiert. Wiegesagt Bibi, nicht die Israelis. Den „Iranern eine Lektion erteilen“ ist nichts anderes als ein atomarer Holocaust für ein friedliches Volk, welches seit 200 Jahren kein Nachbarland angegriffen hat. Wenn Bibi auf Stimmenfang vor den Wahlen mal schnell Gaza bombardieren und mehr als hundert Menschen dort ermorden lässt, dann ist das bereits ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ein Angriff auf den Iran hingegen wäre ein Verbrechen von einem Ausmaß, das zu beschreiben die menschliche Sprache nicht fähig ist.

Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
Dieser Beitrag wurde unter Gefahren im Alltag, Kriege, Politisches, Wütendes veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.