Unbeliebt – sind Sie Deutscher?

Die Deutschen befinden sich auf der europäischen Beliebtheitsskala im Sinkflug, ebenso wie ihre Sprache. Wie das statistische Bundesamt in Wiesbaden am vergangenen Mittwoch mitteilte, wollen immer weniger Europäer die deutsche Sprache lernen.

Bild - Wikipedia

Wenn ein Deutscher ein fremdes Land besucht, dann wird er sich fragen: „Muss ich mich hier benehmen, oder waren schon Deutsche hier?“ Einst als Witz gedacht, gerät dieses Bonmot zusehends zur europäischen Realität. OK, wer als Europäer seine ersten Deutschen im Juli in Malle kennenlernt, wird sicherlich Jahre und viele gute Gespräche benötigen, um das Erlebte zu verarbeiten. Es gibt jedoch tiefergehende Gründe, als den Kleidungsstil der Deutschen, der einer Umfrage des Portals Ciao zufolge auf dem vorletzten Platz in Europa rangiert. Als schlechter gekleidet gelten demzufolge nur noch Engländer.

Die Deutschen sind nicht zuletzt wegen ihrer rigorosen Niedriglohnpolitik und den daraus erwachsenden Exportnachteilen ihrer europäischen Nachbarn in die Kritik geraten. Der Vorwurf: Die Bundesrepublik drücke ihr Lohnniveau massiv, gewinne dadurch im Ausland immer mehr Marktanteile hinzu und saniere sich so auf Kosten der Nachbarn, was letztlich den Bestand der Euro-Zone gefährde. Sei’s drum, an das Schicksal der unterbezahlten Lohnsklaven denkt ohnehin niemand. Arbeiten in Deutschland macht schon lange keinen Spaß mehr. Dafür wird Merkel zusehends in den Dunstkreis der eisernen Lady Magret Thatcher gerückt.

In dem Maße, in welchem Deutschland nun wirtschaftlich zu wanken beginnt, verlieren die Europäer zudem ihr Interesse an der deutschen Sprache. So belegten im vergangenen Jahr lediglich 44 Prozent der niederländischen Schüler Deutsch als Fremdsprache. Fünf Jahre zuvor waren es noch 86 Prozent gewesen. Dass in Luxemburg inzwischen für alle Schüler die deutsche Sprache als Pflichtfach eingeführt wurde, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass zugleich ein weiterer Rückgang in anderen europäischen Staaten zu verzeichnen ist. In Dänemark sank das Interesse am Deutschunterricht in den letzten fünf Jahren von 50 auf 35 Prozent, während die Quote in Finnland im selben Zeitraum von 38 auf 26 Prozent sank. Auch in Polen, Slowenien, der Slowakei und der Tschechischen Republik ist die Tendenz fallend, im südeuropäischen Raum liegt sie sogar im einstelligen Bereich.

In elf von 27 EU- Staaten stehen die Deutschen auf Platz eins der Unbeliebtheitsskala. Bereits im Jahre 2004 ergab eine Umfrage von „Reader’s Digest“ in 19 Ländern, dass 22 Prozent der Befragten die Deutschen am wenigsten mögen. Zugleich gelten die Deutschen als die fleißigsten Europäer überhaupt, frei nach dem Motto: „Ein bisschen blöd, aber gut arbeit.“ Andere Völker bedienen ebenfalls Klischees, jedoch deutlich vorteilhafter als die fleißigen, arbeitslosen Dumping- Deutschen. So wird den Briten der größte Humor zugesprochen, den Niederländern die größte Toleranz und an erster Stelle stehen die Italiener. Nicht nur wegen ihres guten Essens. 34 Prozent der Befragten gestanden den Italienern das größte Sexappeal zu. An Bunga Berlusconi wird’s wohl nicht gelegen haben.

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5 Antworten zu Unbeliebt – sind Sie Deutscher?

  1. Torsten Ebbecke schreibt:

    Hallo ,
    ich lebe seid 7 Jahren im ausland , Spanien .
    Und ich lese diesen Artikel weil ich einfach hier Dinge mit Landsleuten erlebe die mich als Deutscher erschrecken .
    Wie sind deutsche ?
    Ich frage mich warum , weshalb und verstehe nicht warum es so ist .

    Fakt , ich erlebe es regelmaessig das ich als Deutscher es hier schwer habe , weil wir als Verrueckte Betrueger da stehen . Ich erlebe ewig wider reinfaelle mit eigenen Landsleuten . Sehe wie noergelnd und herablassend sie sich hier benehmen .
    Deutsche lernen hier weder spanisch noch passen sie sich an , sie denken sie seien was besseres , verlangen von Spanien ,das Kassenbons in deutsch sind usw. .
    Koennte ewig weiter aufzaehlen .
    Dann importieren sie deutsche Lebensmittel weil sie lieber den veergifteten , minderwertigeren aber teuren deutschen Kram wollen .
    Dazu sei erwaehnt das spanien vor dem verzehr deutscher Lebensmittel warnen und festgestellt haben das diese mit zu vielen schadstoffen belastet sind und die Gesundheit gefaehrden .

    Ich habs geschafft hier in einem Gebiet zu leben mit ausschliesslich Spanischen Nachbarn , gut angesehen zu sein und werde von spaniern immer angehalten , pass auf dich auf und halt dich von deutschen fern . Du bist keiner du hast Herz und Verstand .

    Und ja ich liebe die warmherzige Lebensart die hier herrscht ,bin selbst schn immer so gewesen , selbst in deutschland kam ich mit auslaendern besser klar als mit deutschen .
    Deutsche wissen nicht was Freundschaft ist wissen nicht was es heisst Hilfereit zu sein , wissen nicht das man in der Gemeinschaft leben muss . Vor allem ist Materielles wenig werd , wichtig ist Charakter .

    Ich selbst bin in Deutschland sehr krank gewesen , von Arzt zu arzt gerannt …ewig nur Phychosomatisch …bloedsinn . Ich war vergiftet .
    Hier nach sieben Jahren , gesund , munter und kann wider voll mein leben geniessen .

    Nun muss ich sagen aus eigener erfahrung wir deutsche sind im ausland nicht nur unbeliebt , sondern werden gemieden , weil sich die mehrheit hier benimmt wie die axt im Walde .
    Weder respektieren sie die Kulturen noch passen sie sich aan .
    sie fuehren hier ihre eigene Kultur ein. Es gibt hier ecken wo man denkt man sei in Deutschland . Und wenn ich erlebe das Deutsche selbst hier mit Rassismus gegen die Spanier angehen , bekomm ich wutausbrueche .

    Es wird zeit das Deutschland endlich das Dritte Reich beendet und mal zu Menschlichkeit und naechsten Liebe findet .

    Dies beruht auf eigenen erfahrungen ….kein hoeren sagen ,auch ich meide kontakt zu deutschen …find es krank …das ich meine eigenen Landsleute meiden muss .
    Und zwar nicht weil ich dazu von Spaniern angehalten werde sondern weil ich selbst nur schlechte erfahrungen mache .

    Also denkt mal nach in Deutschland und kaempft fuer eine andere und bessere schulbildung damit Deutschland endlich mal wider vorzeigbar wird .

    LG aus Spanien

  2. Lila schreibt:

    Vorurteile sind wie Unkraut – einfach nicht auszurotten!!

  3. Terra schreibt:

    Was soll das ?? Es gibt in jedem Land fette und dünne Menschen. Schaut euch mal die Amerikaner an , wie fett und unvorteihaft die sich kleiden. Das ist der reinste Blödsinn was geschrieben wird.
    Außerdem wird heftig daran gearbeitet das der Deutsche zerstört wird mit verseuchtem essen und trinken, damit er richtig aufgedunsen wird. Schuld sind die Bestien und Kreaturen die unsere Nahrungsmittelindustrie beherrschen. Wir werden Systematisch mit Glutamat, Aspartam , Fleisch vollgepumpt mit Hormonen und sonstigen Dreck, Genfraß , Flouride in Zahnpasta und Salz, Impfungen mit allerlei Giften versetzt, Zitronensäure ist in jeder Konserve und Marmelade drin ,u.s.w. Man will die Deutschen ausrotten mit aller Gewalt!!!Deshalb diese verdammte ,globalistische ,teuflische Neue Welt Ordnung die von der Elite gefordert wird.
    Ja, nicht nur die Deutschen grundsätzlich will man die Menschen weltweit reduzieren. Nicht umsonst sprühen diese Bestien und Monster Chemtrails mit allen Chemikalien die wir einatmen dürfen damit wir ja schnell daran erkranken. Wenn dann jemand krank wird dann ist er auch noch Schuld daran, wie gestört sind denn die????

  4. Michael Klein schreibt:

    Manches geht hier etwas durcheinander, denn im Artikel werden u.a. Stereotype berichtet, humorvolle Engländer, humorlose Deutsche und mit der Unbeliebtheit der Deutschen im Ausland kontrastiert. Beides hat nach meiner Ansicht nichts miteinander zu tun. Dass Niedriglohnpolitik und vor allem ein niedriger Euro Deutschland nutzen und anderen Euroländern schaden, ist nichts, was stereotypisiert wäre, sondern ein Faktum. Und während Stereotype eine Vereinfachung der Welt darstellen (aber dennoch veränderlich sind, spätestens dann, wenn man mit einem Deutschen konfrontiert ist, der nicht ins Bild passt) ist Unbeliebtheit eine affektive Einschätzung, die möglicherweise auf Stereotypen basiert, aber nicht auf Stereotypen basieren muss und in jedem Fall darüber hinausgeht – there’s more to it! Und dass Deutsch an Bedeutung verliert, scheint mir mehr ein Ergebnis der Bedeutungszunahme des Internets und der damit verbundenen Bedeutungszunahmen von Englisch zu sein, als dass es etwas mit der Beliebtheit von Deutschen zu tun hätte.

  5. Theodor Vogel schreibt:

    Seit 42 Jahren lebe ich nun in Australien und bin immer wieder ueberrascht, wie gut die deutschen Touristen sich benehmen. Auch sind Sie sehr gut gekleidet, freundlich und wissbegierig.
    Von fettleibigkeit habe ich nicht’s feststellen koennen. TV.

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