Aysha Gaddafi for President

Aysha Al-Quadhafi

Nachdem mich dieser Brief eines Lesers erreicht hat, sehe ich keinen Grund, ihn nicht zu veröffentlichen. Der Vorschlag zum Gewaltverzicht kommt darin eigentlich etwas verfrüht für all die erhitzten Gemüter, die das Geschehen um Libyen beobachten. Zu präsent sind die Greueltaten der NATO und des NTC. Andererseit könnte man die NATO gewaltig foppen, wenn man die Tochter Gaddafis, Aysha Gaddafi, bei der anstehenden verfassungsgebenden Versammlung Libyens als Präsidentschaftzskandidatin vorschlüge. Zumindest die Frauen des Landes ständen dann geschlossen hinter ihr, da ihnen ansonsten unter der Scharia der Verlusst ihrer Menschenrechte drohte. Hier nun der Brief:

Offener Brief an Gaddafis Sohn Saif al-Islam

Sehr geehrter Herr Saif al-Islam,

Gewalt führt nicht zum Ziel. Doch es gibt einen gewaltfreien Weg zur Gerechtigkeit und zur Rettung der Ideale der Revolution Ihres Vaters. Der Ratsvorsitzende, Mustafa Abdul Dschalil versprach Rechtsstaatlichkeit sowie die Einhaltung von Menschenrechten. Im Juni 2012 werden Wahlen zu einer verfassungsgebenden Versammlung stattfinden auf deren Grundlage innerhalb eines Jahres ein Parlament und ein Präsident gewählt werden wird.

Unterstützen Sie Ihre Schwester Aischa al-Gaddafi bei der Bewerbung als Präsidentschaftskandidatin!

Das Libysche Volk hat die Annehmlichkeiten des modernen Lebens kennen und lieben gelernt und wird mehrheitlich niemals in einen Staat mit altertümlicher Rechtsprechung zurückverfallen wollen. Mit Sicherheit wird insbesondere die Mehrheit der libyschen Frauen Aischa wählen, denn Mustafa Abdul Dschalil hat verkündet: «Bei uns ist das islamische Recht die Grundlage der Rechtsordnung. Ein Gesetz, das dem islamischen Recht widerspricht, ist null und nichtig.» In diesem Sinne werde auch das geltende libysche Eherecht abgeschafft, das die Zahl der Frauen für einen Muslim begrenze.

Nutzen Sie die Chance und schwören Sie der Gewalt ab.

Ein engagierter Leser*

PS. Mit der Bitte, den Text vom Deutschen in eine, für Saif al-Islam verständliche Sprache zu übersetzen und weiterzuleiten

* Der Name ist der Redaktion bekannt

Über denkbonus

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5 Antworten zu Aysha Gaddafi for President

  1. elena daratrazanov schreibt:

    der kann doch eh deutsch neben arabisch, englisch und französisch…. ich bezweifle dass man das übersetzen müsste. aber ich bezweifle auch dass er die zeit hat das zu lesen

  2. siebensechszwei schreibt:

    Der Verfasser des Briefes sollte lieber die Augen oeffnen… diese Hippie-Pazifistische Einstellung bring garnichts wenn der gegenueber die NATO (was fuer, Heuchler, Meuchler, Vergewaltiger, niedere Triebe… kurz alles erdenklich schlechte steht ) ist… sobald die Aysha nach Libyen zuruekkehrt erwartet ihr der Tod… der Verfasser des Briefes sollte lieber nochmal all die Videos und Photos von den Verbrechen der RATO nochmals anschauen und sich nochmal gendanken machen ob diese Kreatuen ueberhaut faehig sind menschlich zu denken oder zu handeln… der Verfasser sollte sich auch gedanken machen ob er sich ueberhaupt mit solchen niederen Kreaturen abgeben will oder ob es ein Gaddafi (wobei dieser Name bereits fuer Wuerde, Ehre, Mut, Heldentum, Freiheit steht) sich jemals mit solchen Kreaturen abgeben koennte…
    Saif hat Recht es gibt kein anderen Weg mehr ausser den des Schwertes, sein Vater hatte „geschwaechelt“ was ihn aber erst recht zum Helden machte denn er hat ein Herz gezeigt auch fuer die die keins haben oder verdienen, er wollte das was seinem Volk gehoert nicht zerstoeren… er wolte Tripoli nicht zu Kabul verwandeln… militaerisch waren das grobe Fehler aber menschlich gesehen haben sie ihm ja fast schon zu einem „Heiligen“ gemacht.
    Saif darf diese militaerischen Fehler nicht begehen – die Zeit darauf zu hoffen das Ratten menschlich handeln ist schon lange verstrichen, alle sollten wissen was sie sind und was sie von sich darstellen…

  3. SR schreibt:

    Für solche „Eingebungen“ des Briefeschreibers vom „Offener Brief an Gaddafis Sohn Saif al-Islam“, habe ich nicht die geringste Verständnis. Das ist eine an Zynismus grenzende Verhöhnung der ganzen terrorisierten und zerstörten libyschen Gesellschaft; ein nachträgliches herumtreten auf die vielen zehntausend ermordeten Opfern dieser imperialistischen-Barbarei. Genau diese kleinbürgerlichen „Gutmenschen“ sind es, die das Finanz-, Medien- und Monopolkapital geradezu ermuntern, mit ihren Kriegsverbrechen fortzufahren. So etwas kann einem nur einfallen, wenn man nie Handwerker, Bauer, Künstler oder Lohnarbeiter im Schweiße seines Angesichts war. Diese Mega-Zerstörungen sind zudem eine nachträgliches ermorden hunderttausender Arbeitskräfte, die praktisch „umsonst“ geschuftet haben. Wie kann man nur innerlich so abgestumpft sein? So ein Mensch wird niemals Verantwortung für einen anderen Menschen übernehmen, im Gegensatz zu Saif al-Islam Gaddafi. Hier geht es jemandem egoistisch nur darum, dass zu Hause alles wieder schön ruhig und ungestört seinen „demokratischen“ Gang geht, indem das terrorisierte Opfer „der Gewalt abschwört“, nicht etwa der staatsterroristische Täter.
    Was solchen „Gutmenschen“ jedoch nie in den Sinn kommt, ist, dass alle(!) sozialen, rechtlichen, friedlichen etc. Fortschritte in der Welt nur durch den Klassenkampf in den verschiedenen Gesellschaftsordnungen erkämpft wurden, und ohne diesen Kampf auch wieder verschwinden würden. Im ganzen Internet fällt immer wieder auf, dass dieser Typ des besonders egoistischen Kleinbürgers völlig unfähig ist, nicht nur sein eigenes Leben vor dem drohenden (real anstehenden) Untergang zu bewahren, sondern er fällt regelmäßig auch noch diesen kämpfenden Menschen (z.B. der globalen Arbeiterklasse) in den Rücken.
    Eine Schande, wenn jemand diesen Brief übersetzt und es diesen libyschen Helden vorlegt!

    • denkbonus schreibt:

      Dass der Brief so gemeint war, denke ich nicht. Es ist ein Vorschlag, um auf politischem Wege etwas zu erreichen, nicht auf militärischem. Allerdings etwas verfrüht. Ihren Hass auf die Verantwortlichen für diesen bestialischen Völkermord kann ich sehr gut nach empfinden. Den Verfasser des genannten Briefes trifft daran jedoch keine Schuld. Er versucht lediglich eine demokratische Lösung zu formulieren, wenngleich auch in einem Land, dessen Demokratie die NATO erbarmungslos weggebombt hat.

  4. denkbonus schreibt:

    Noch sind die Ratten im Land

    Wäre Dschalil ein Ehrenmann, könnte man darüber nachdenken. Tatsächlich ist der Mann jedoch ein gewissenloser Verbrecher, an dessen Händen das Blut von abertausenden toten libyschen Zivilisten klebt. Wenn so jemand Rechtsstaatlichkeit und Einhaltung der Menschenrechte verspricht, wird das wohl nur wenige überzeugen. Bevor das Land nicht gesäubert und vollständig unter grüner Flagge ist, machen derartige Aktionen wenig Sinn. Würde Aysha Gaddafi jetzt nach Libyen zurückkehren, so würde sie vergewaltigt, ermordet und zerstückelt, da brauchen wir uns nichts vorzumachen.

    Andererseits sieht die Sache im Moment recht gut aus für das Land. Die NATO hat wutentbrannt einsehen müssen, dass sie nicht zum Ziel kommen wird. Weder mit ihren Bombenteppichen, noch mit ihren hirnlosen NTC- Helfern. Eben jener Dschalil ist es daher, der die NATO gerade um weitere Luftschläge gegen das libysche Volk anbettelt. Die hat aber keine Lust, noch mehr Milliarden in dieses aussichtslose Unterfangen zu pumpen. Daher wird sie den zurückbleibenden NTC bald schon im Stich lassen, so wie sie es immer tut (Vietnam), wenn der Plan nicht aufgeht. Zugleich kommt gerade heraus, dass Dschalil als libyscher Justizminister 32 Todesurteile an Al Quaida- Kämpfern unterzeichnet hat, die bereits vollstreckt worden sind. Die werden ihm den Hintern sicher nicht retten.

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