Arm und krank? Gesundwerden für lau

An dieser Stelle habe ich beschlossen, ein Buch zu veröffentlichen, welches ich selbst verfasst habe. Es eignet sich recht gut als Nachschlagewerk für Menschen die erkrankt sind und weder die Praxis- noch die Rezeptgebühr für ihre Genesung aufbringen können, da sie durch das soziale Netz gerutscht und vom Staat im Stich gelassen worden sind. Hier erfahren Sie, wie man auch ohne viel Geld wieder gesund wird. Der Text unterliegt einer Creative Commons Lizens und darf ungewerblich verbreitet werden unter Nennung der Quelle und ohne den Inhalt zu verändern. Gute Besserung.

 

1. Einführung: Luxusgut Gesundheit oder: Arme Menschen sterben früher

 

Seit Einführung der Praxisgebühren gehen die Deutschen deutlich weniger zum Arzt. So wird stellenweise ein Patientenrückgang von mehr als fünfzehn Prozent verzeichnet, zum Beispiel in Hautarztpraxen, wie die Erhebungen der Krankenkassen zeigen. Und es ist keineswegs klar, ob es sich hier lediglich um Bagatellerkrankungen handelt, die den finanziellen Aufwand nicht lohnen, da sie ohnehin problemlos von selbst ausheilen. Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass es immer mehr Deutsche gibt, die sich, obwohl sie krankenversichert sind, ihren Arztbesuch nicht mehr leisten können. Genauso wenig wie einen Heilpraktiker, denn die sind noch unerschwinglicher, da sie nicht von den Kassen übernommen werden. Und auch die Rezeptgebühr kann schmerzen, wenn zum Monatsende hin die letzten Reserven zur Neige gehen. Vorausgesetzt es handelt sich überhaupt um ein erstattungsfähiges Rezept. Denn viele Rezepte müssen Sie inzwischen aus eigener Tasche begleichen, da die Kassen nicht mehr dafür aufkommen. Und selbst wenn das Rezept Ihnen erstattet werden sollte, so lohnt es sich dennoch, wenn Sie nachfragen, was das Mittel kostet. Denn es kommt immer wieder vor, dass Patienten fünf Euro Rezeptgebühr bezahlen für ein Präparat, das ohne Rezept nur drei fünfzig oder noch weniger gekostet hätte, wie beispielsweise Paracetamol.

 

Der Mittelstand muss sparen

 

Die Reallöhne in Deutschland sind seit dem Jahr 2004 kontinuierlich gesunken, wie eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin aufzeigt. Da im gleichen Zeitraum die Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Kapitalvermögen kräftig gestiegen sind, machen die Arbeitnehmerentgelte einen immer geringeren Anteil am Volkseinkommen aus. Verantwortlich für diese Entwicklung ist vor allem der boomende Niedriglohnsektor.

 

Auffallend ist in diesem Zusammenhang auch das Ergebnis einer Bertelsmannstudie vom September 2009, der zufolge etwa 40 Prozent aller deutschen Arbeitnehmer trotz Krankheit zur Arbeit gehen. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dies aus Pflichtgefühl heraus zu tun, aber das letzte Drittel schwieg beschämt, wollte nicht zugeben, dass das Geld dafür einfach nicht reicht, und das trotz einer 40-Stunden-Woche. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Angst vor Arbeitsplatzverlust

 

Dabei ist Gesundheit ein verfassungsrechtlicher Anspruch und unterliegt damit dem Gleichheitsgrundsatz. Idealerweise hat nämlich jeder Mensch den gleichen Anspruch auf Gesundheit. Dies bedeutet jedoch zugleich, dass die Lebensbedingungen aller Bürger möglichst gesundheitsfördernd gestaltet sein müssen und dass alle den gleichen Zugang zu den Ressourcen unseres Gesundheitssystems eingeräumt bekommen müssen. Die Wirklichkeit hingegen zeichnet ein anderes Bild von der gesundheitlichen Situation in unserem Land. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich schon seit Jahrzehnten unaufhaltsam und bereits heute gibt es zahlreiche chronisch Kranke, denen bestehende therapeutische Möglichkeiten aus Kostengründen vorenthalten werden. Die Politik hat hier in erschreckendem Maße versagt, wie die folgenden Zahlen zeigen.

 

  • «Wer arbeitslos ist, lebt deutlich ungesünder» und «Arme Menschen haben gegenüber Wohlhabenden eine durchschnittlich um bis zu sieben Jahre geringere Lebenserwartung»

 

Dies ist das einstimmige Ergebnis des 108. Deutschen Ärztetages in Berlin.

 

  • Ca. 15 bis 20 Prozent aller Deutschen sind arm oder akut von Armut bedroht, dies geht hervor aus dem letzten Bericht der nationalen Armutskonferenz. Konkret heißt dies, dass schlimmstenfalls mehr als fünfzehn Millionen krankenversicherter Bundesbürger sich im Krankheitsfall keine Hilfe mehr leisten können, da regelmäßige wöchentliche Rezept- und Praxisgebühren die Möglichkeiten ihres Budgets sprengen würden. Dieses liegt bei ungefähr 250 Euro monatlich.

 

An dieser Stelle verweisen die Verantwortlichen für dieses Desaster stets wohlwollend auf die mögliche Befreiung von Praxis- und Rezeptgebühren. Die Option einer Gebührenbefreiung gleicht in diesem Zusammenhang jedoch eher einer politischen Alibibehauptung, denn wer am Zwanzigsten nur noch fünfundzwanzig Euro für den Restmonat übrig hat, dem nützt es nichts, wenn man ihm vollmundig die Rückerstattung der Gebühren zum Jahresende hin verspricht.

 

  • Niemand weiß genau, wie viele Menschen in Deutschland ohne den Schutz einer Krankenversicherung leben müssen. Es gibt jedoch Schätzungen des Statistischen Bundesamtes, die alle vier Jahre erneuert werden. Zuletzt im Jahre 2005 und mit dem Ergebnis, dass ungefähr 300 000 Menschen in Deutschland nicht krankenversichert sind. Dabei ist es mittlerweile überhaupt kein Problem mehr, sich bei einer Krankenkasse gesetzlich zu versichern. Seit dem ersten April 2009 muss per Gesetz jeder Deutsche krankenversichert sein.

 

Hinzu kommt erschwerend, dass es sich als immer schwieriger erweist, rechtzeitig einen Arzttermin zu erhalten. Bei Wartezeiten von sechs Wochen und länger gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Krankheit ist bis dahin längst schon wieder ausgeheilt oder sie hat sich so verschlimmert, dass es schwierig sein wird, sie in den Griff zu bekommen. Eher gering ist hingegen die Wahrscheinlichkeit, dass auch nach einer solch langen Wartezeit die Krankheit nur wenig voran geschritten ist und sich immer noch gut in den Griff zu bekommen lässt. Daher ist es durchaus sinnvoll, den Genesungsprozess beizeiten selbst in die Hand zu nehmen und zu unterstützen. Leider sind jedoch viele Fertigpräparate in der Apotheke, wenn auch von einwandfreier Qualität, so doch nur für teures Geld zu haben. Naturheilkundliche Präparate werden so gut wie niemals von den Kassen übernommen und viele Patienten schrecken daher aus Kostengründen vor den Möglichkeiten der sanften Medizin zurück.

 

Dabei muss gesund werden nicht einmal teuer sein. Im Gegenteil, es gibt eine riesige Menge an preisgünstigen Tipps und Kniffen, die Ihnen in vielen Fällen gut helfen. Hierzu benötigen Sie weder viel Geld, noch besondere Vorkenntnisse. Dabei ist klar, dass dieses Buch nicht alle Krankheiten erfassen kann. Sobald eine Erkrankung sich einfach nicht bessern will oder sogar voranschreitet, wird der Weg zum Arzt oder Heilpraktiker unvermeidlich. Doch oft lässt sich schon mit kleinen und kostengünstigen oder sogar kostenlosen Mitteln viel erreichen. Dafür bietet Ihnen dieses Buch eine Fülle von besonders kostengünstigen oder sogar kostenlosen

Heilanwendungen, die Sie problemlos bei sich und anderen durchführen können.

Die Mittel, die dieses Buch Ihnen dafür zur Verfügung stellt, sind darüber hinaus vielfach erprobt, funktionieren zuverlässig und beinhalten keine Gefährdungen für den Anwender, wenn er sich an die Vorgaben hält.

 

 

 

2. Bestes Mittel gegen Krankheit – Gesund bleiben

„Das Wasser hat große Wirkungen, gewiss, es leistet mitunter Unglaubliches, aber wenn der Mensch nicht will, dann ist alles aus, denn gegen Dummheit kämpfen selbst Götter und Wasserströme vergebens.“ (Sebastian Kneipp)

 

Gesundheit kann man sich nicht kaufen. Vielmehr gilt es, sich diese zu erhalten, indem man sich täglich aufs Neue darum bemüht. Und dies gelingt nur, indem man sich einer vernünftigen, gesunden Lebensweise befleißigt. Dies muss jedoch keineswegs einen vollständigen Verzicht auf alle sündhaften Annehmlichkeiten des Lebens bedeuten, denn dadurch lebt man auch nicht unbedingt länger, allenfalls mag es einem so vorkommen. Die Kunst besteht vielmehr darin, kleine, aber wirkungsvolle Schritte derart in den täglichen Alltag zu integrieren, dass sie zur selbstverständlichen Gewohnheit werden. Ein Meister darin war der bayerisch- schwäbische Pastor Sebastian Kneipp.

Er lebte zur Mitte des neunzehntes Jahrhunderts in einer Zeit, in der Knappheit und Armut weit verbreitet waren. Daher war sein Hauptaugenmerk stets auch auf die Bezahlbarkeit seiner Ratschläge ausgerichtet. Um seiner Gemeinde dennoch eine vernünftige gesundheitliche Lebensstrategie bieten zu können, entwarf er ein Fünf- Punkte- Programm, bestehend aus den Säulen Lebensführung, Pflanzenheilkunde, Vollwerternährung, Bewegungstherapie und Wasseranwendungen. Letztere entdeckte der Pfarrer dabei eher zufällig. Als er 1849 an Tuberkulose erkrankte, so erzählt die Geschichte, folgte er dem Rat von Johann Siegmund Hahn, einem der ersten Verfechter der Wasserheilkunde. Er badete mitten im Winter mehrmals am Tag einige Augenblicke in den eiskalten Wassern der Donau und wurde tatsächlich wieder gesund. Die Reihe extremer Kälteschocks hatte sein Immunsystem derart aktiviert, dass es der Krankheiten trotzen konnte. Danach widmete er seine Forschungen der Wasserkur und erschuf die heutige Form der Hydrotherapie.

Gesund bleiben mit Wasseranwendungen nach Kneipp

 

 

 

Wasseranwendungen haben für Sie den großen Vorteil, dass sie, abgesehen vom Wasserverbrauch, nichts kosten. Sie funktionieren dabei fast alle nach demselben Prinzip. Durch einen kalten Wasserreiz ziehen sich Ihre Venen zusammen, durch einen warmen hingegen öffnen sie sich und sorgen so für eine vermehrte Durchblutung. Dadurch können Sie einiges bewirken.

  • Zum einen werden Ihre Gefäße dadurch trainiert und in Form gebracht. Das wirkt regulierend auf Ihren Blutdruck, Sie können damit aber auch Besenreisern und Krampfadern zu Leibe rücken.
  • Zugleich produziert Ihr Körper bei kalten Güssen vorübergehend Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol. Der Puls steigt an, die Atmung wird schneller, kurz der Körper reagiert ähnlich wie in einer realen Stresssituation. Durch regelmäßige Wassergüsse gewöhnt Ihr Körper sich daher sehr gut an Stress und lernt zugleich, die verantwortlichen Stresshormone schneller und zuverlässiger abzubauen. So können Sie viel souveräner und entspannter mit den alltäglichen Ärgernissen Ihres Lebens umgehen.
  • Außerdem wird Ihr Immunsystem angeregt und Erkältungen wirksam vorgebeugt. Sie werden seltener krank und fühlen Sich insgesamt aktiver.
  • Bei Entzündungen und Schwellungen bewirken kalte Güsse, dass durch die verengten Gefäße weniger Blut zu der betroffenen Stelle gelangt und damit auch weniger Entzündungsfaktoren. Das sind Stoffe, die für die typische Rötung und Schwellung, aber auch für den Schmerz und das Hitzegefühl in der entzündeten Region verantwortlich sind. Wenn durch die Güsse der Nachschub an Entzündungsfaktoren zurückgeht, kann die betroffene Stelle sich wieder erholen.
  • Genau umgekehrt verhält es sich mit warmem Wasser. Es regt die Blutversorgung an und eignet sich daher gut zur Behandlung chronischer Geschichten, die zumeist mit einer schlechten Durchblutung einhergehen.

 

Ganz wichtig für den Erfolg von kalten Güssen ist es, dass Sie diese nur auf warmer Haut anwenden. Wenn Sie jemandem, der ohnehin schon friert, auch noch kaltes Wasser drüber gießen, machen Sie sich damit sicher keine Freunde. Bei Kälteschmerz sollten Sie die Anwendung grundsätzlich immer sofort beenden. Beim nächsten Mal halten Sie dann schon etwas länger durch. Und auch im Anschluss daran sind kräftiges Abfrottieren und ein paar warme Socken oder ein Pullover unerlässlich. Und Sie werden etwas Geduld brauchen. Es dauert nämlich ein klein wenig, bis die Wirkung sofort und spürbar eintritt. Ungefähr zwei bis drei Monate regelmäßiger Anwendungen gelten als Faustregel. Dann allerdings profitieren Sie mit jedem mal mehr davon.

 

Für alle, die es ganz genau wissen wollen, hier noch ein wenig Fachlatein. Kneippanwendungen bewirken:

 

  • Die verstärkte Bildung von Fresszellen, sogenannten Makrophagen und anderen Immunzellen. Zusätzlich werden diese dadurch aktiviert.
  • Die verstärkte Bildung des sekretorischen Immunglobulins A (sIgA). Dieses schützt vor allem die Schleimhäute und verhindert, dass Krankheitskeime dort eindringen.
  • Die verstärkte Bildung von Gamma- Interferon. Dies ist ein sogenanntes Glykoprotein, das unsere Immunabwehr stärkt. Es sorgt dafür, das Fresszellen aktiviert werden und es ist sogar in der Lage, unsere natürlichen Killerzellen zu Krebsgeschwüren zu locken, damit diese die Tumorzellen vernichten.

 

Kneippen für die Kleinen

 

Auch Babys profitieren von Kneippanwendungen. Allerdings gilt es hier, ganz besonders behutsam vorgehen. So können Sie bei Babys ab einem halben Jahr bereits erste Anwendungen in das warme Bad in der Wanne integrieren. Dazu spülen Sie einen Waschlappen mit nicht allzu kaltem Wasser aus, wringen ihn ein wenig aus und legen ihn Ihrem Baby für ein paar Sekunden auf den Rücken. Anschließend gleich wieder rein ins warme Wasser. Dies können Sie bei jedem Bad wiederholen.

 

Ab einem Alter von acht bis neun Monaten vertragen die Kleinen erste Güsse. Nachdem Sie den Duschkopf abgeschraubt haben, können Sie mit dem weichen Wasserstrahl zuerst die rechte Hand und dann den rechten Unterarm kühl abgießen. Anschließend wechseln Sie auf die linke Seite und wiederholen das Ganze dort noch einmal.

Beginnen Sie bitte grundsätzlich bei jeder Anwendung immer auf der rechten Seite und möglichst herzfern. Am besten fahren Sie mit dem Schlauch auf der Außenseite nach oben und auf der Innenseite wieder herunter. Dann gleich zurück ins warme Wasser, kurze Pause und dann der linke Arm. Auch danach wieder zurück ins Warme. Mit der Zeit können Sie das dann erweitern auf die Oberarme, Füße und Beine. Und verwenden Sie Anfangs bitte immer nur kühles Wasser, kein kaltes.

 

Erst später, wenn das Kleine bereits stehen kann, können Sie dasselbe auch unter der Dusche machen. Dazu richten Sie den kühlen Wasserstrahl am Ende des Duschganges zuerst ein paar Sekunden kalt auf Hände und Füße, danach folgt wieder eine Minute warmes Wasser. Allerdings beenden Sie die Anwendung jetzt nicht mehr mit warmem, sondern mit kaltem Wasser. Danach gut abfrottieren und gemütlich warm einpacken.

 

Bei Kindern wiederum spielt der Spaßfaktor die entscheidende Rolle.

Sie lieben es ohnehin, barfuß durchs Wasser zu planschen und dabei soviel wie möglich Lärm zu machen. Daher bietet es sich an, Kinder über das Wassertreten ans Kneippen heranzuführen. Wenn sie nach der warmen Dusche nochmal auf kalt stellen, sollten die Kleinen dabei ruhig ganz laut schreien dürfen. Erstens, weil es Spaß macht. Zum Zweiten fördert es die tiefe Atmung und bewirkt so eine gute Sauerstoffversorgung. Darüber hinaus baut es drittens das Schreckgefühl ab, das durch den Kältereiz verursacht wird. Wechselduschen wirken bei Kindern wie auch bei Erwachsenen

 

  • vorbeugend gegen Erkältungen
  • sie sorgen für gute, intakte Gefäße
  • aktivieren und kräftigen den Kreislauf
  • sie machen gelassen und ausgeglichen, da man jetzt alle Stresshormone ebenso schnell wie mühelos abbaut
  • und sie stimulieren eine Fülle von Körperfunktionen, die unserer Gesundheit zugute kommen

Kalte Armbäder – Die Tasse Kaffee der Naturheilkunde

 

Lassen Sie ein Waschbecken oder einen geeigneten Bottich mit kaltem Wasser voll laufen und beginnen Sie dann, nacheinander beide Unterarme bis zum Ellbogen hineinzutauchen. Beginnen Sie dabei stets mit dem rechten Arm und wechseln Sie dann zum linken. Nach etwa 30 Sekunden ziehen Sie den Arm wieder heraus. Anschließend frottieren Sie Ihre Arme kräftig ab und packen sie schön warm ein.

 

Anwendungsgebiete:

  • Wirkt anregend und aufbauend, hilft bei Müdigkeit, Erschöpfung und manchmal auch bei Kopfschmerzen.

 

Gegenanzeigen:

  • Nicht anwenden bei Angina Pectoris und ständig kalten Händen

 

 

Wechselwarme Kniegüsse – das Bier zum Feierabend

 

Dazu benötigen Sie eine Dusche/Badewanne, eine Gießkanne und eine Sitzgelegenheit, zum Beispiel einen alten Hocker, den Sie in die Dusch- oder Badewanne hinein stellen müssen. Schrauben Sie auch hier wieder den Duschkopf für die warmen Güsse vom Schlauch ab und füllen Sie die Gießkanne schon mal mit kaltem Wasser. Die Wassertemperatur aus dem Duschschlauch sollte schön warm, aber nicht heiß sein. Nachdem Sie es Sich auf dem Stuhl bzw. Hocker bequem gemacht haben, zielen Sie immer abwechselnd mit kaltem (5 Sek.) und warmem (10 Sek.) Wasser auf die Knie und die Waden. Beenden Sie diese Anwendung stets mit einem kalten Guss. Danach sollten Sie Ihre Beine kräftig abfrottieren und warm einpacken.

 

Anwendungsgebiete:

  • Das perfekte Venentraining bei Krampfadern und Besenreißern
  • entspannend und Blutdruck senkend, gute Einschlafhilfe
  • Migräne und andere Kopfschmerzen

 

Gegenanzeigen:

  • Nicht einsetzen bei Menstruation
  • Hexenschuss
  • zu niedrigem Blutdruck
  • Nieren- und Blasenproblemen

 

 

Schenkelgüsse

 

Sie wirken noch stärker als Kniegüsse, funktionieren aber im Grunde gleich. Sie setzen hierzu, wie beim Knieguss, abwechselnd warmes und kaltes Wasser ein, beginnen aber nicht bei den Knien, sondern bei den Oberschenkeln. Dabei lassen Sie den Wasserstrahl auf der Außenseite nach oben wandern und auf der Innenseite wieder nach unten. Anschließend gut abtrocknen und schön warm einpacken.

 

Anwendungsgebiete:

  • Krampfadern und Besenreißer
  • Zellulitis
  • hoher Blutdruck
  • Migräne und andere Kopfschmerzen

 

Gegenanzeigen:

  • Nicht einsetzen bei Menstruation
  • Hexenschuss
  • zu niedrigem Blutdruck
  • Nieren- und Blasenproblemen
  • arterielle Durchblutungsstörungen (PAVK) des Beines

 

 

Wassertreten

 

Macht vor allem Kindern Spaß. Füllen Sie die Badewanne oder einen Bottich mit kaltem Wasser bis ungefähr eine Handbreit unter den Knien. Dann ziehen Sie immer abwechselnd ein Bein nach dem anderen bis zum Fuß aus dem Wasser heraus und stapfen damit wieder hinein, als seien Sie ein Storch auf der Jagd. Sie sollten diese Technik allerdings nicht länger als ein bis zwei Minuten anwenden und auch nur dann, wenn Ihre Füße vorher schon warm waren. Bei Kälteschmerz sollten Sie prinzipiell immer sofort aufhören. Anschließend streifen Sie das Wasser nur mit der Hand ab, um dann solange zu gehen, zu laufen oder Fußgymnastik zu machen, bis Ihre Beine von selbst wieder trocken und schön warm sind.

 

Anwendungsgebiete:

  • Stärkung der Abwehrkräfte
  • Krampfadern
  • Migräne
  • Schwacher Kreislauf

 

Gegenanzeigen:

  • Menstruation
  • Nieren- oder Blasenentzündung
  • Hexenschuss
  • arterielle Durchblutungsstörungen (PAVK) des Beines

 

 

Taulaufen

 

Dies ist mit Abstand die einfachste Anwendung von allen. Gehen oder laufen Sie einfach früh morgens, wenn die Wiesen noch nass sind, drei bis fünf Minuten lang barfuß durchs nasse Gras. Anschließend rubbeln Sie Ihre Füße gut trocken und ziehen Ihre warmen Socken an.

 

Anwendungsgebiete:

  • schwacher Kreislauf
  • Durchblutungsstörungen der Beine
  • häufige Erkältungen, wirkt abhärtend

 

Gegenanzeigen:

  • zu niedriger Blutdruck
  • Menstruation
  • Nieren- und Blasenleiden
  • Ischias

 

 

Heißer Nackenguss

 

Eine prima Sache bei Kopfschmerzen, Migräne oder steifem Nacken. Zur Not geht es zwar auch alleine, zu zweit wäre es allerdings besser.

Zunächst einmal schrauben Sie wieder den Duschkopf vom Schlauch ab und temperieren den weichen Wasserstrahl auf schön warm. Dann lassen Sie den Wasserstrahl bei vornüber gebeugtem Oberkörper zwischen den Schulterblättern auf den unteren Nacken platschen. Wenn Sie Ihren Hals nach vorne beugen und dabei Ihre Nackenwirbel abtasten, dann fällt Ihnen am unteren Anfang des Nackens ein einzelner Wirbel auf, der deutlich weiter herausragt, als die restlichen. Dies ist Ihr siebter Halswirbel.

Noch ein kleines Stückchen weiter unten, in Höhe des nächsten Wirbelkörpers befindet sich die Stelle, auf die Sie mit dem Wasserstrahl zielen müssen.

Beginnen Sie mit sehr warmem Wasser, erhöhen Sie nach kurzer Zeit die Temperatur auf heiß und danach solange auf immer heißer, bis es für Sie einfach nicht länger zu ertragen ist. Dann sollten Sie das Ganze beenden und Sich vorsichtig abtrocknen. Die Haut in Ihrem Nacken ist jetzt feuerrot, ein deutlicher Hinweis auf eine verstärkte Durchblutung und genau das ist es auch, was diese Anwendung bewirken sollte.

 

Anwendungsgebiete:

  • Durchblutungskopfschmerzen
  • Migräne
  • Nackenverspannungen

 

Gegenanzeigen:

  • Hoher Blutdruck
  • Grüner Star
  • Schilddrüsenerkrankungen

 

Wenn Sie gerade alleine sind, dann müssen Sie Sich eben entweder mit einer Hand am Wannenrand abstützen und mit der anderen den Schlauch halten oder den Schlauch so fixieren, dass das Wasser nicht herumspritzt um sich dann anschließend in der richtigen Position unter den Strahl zu stellen.

 

 

Trockenbürsten

 

Dies ist eine der wenigen Kneippanwendungen ohne Wasser. Sie trainiert Ihre Hautgefäße und regt den Kreislauf an. Dazu müssen Sie mit einer weichen Bürste und mit kreisenden Bewegungen den gesamten Körper trocken abbürsten. Beginnen Sie auch hier auf der rechten Seite und arbeiten Sie Sich nach links vor. Eine leichte Hautrötung ist durchaus erwünscht. Striemen und Kratzer hingegen nicht. In diesem Fall war der Druck zu kräftig oder die Bürste zu hart. Trockenbürsten wirkt ausgesprochen anregend, daher sollten Sie vor dem Schlafengehen darauf verzichten.

 

Anwendungsgebiete:

 

  • Niedriger Blutdruck
  • Schwacher Kreislauf
  • kalte Hände und Füße
  • Zellulitis

 

Gegenanzeigen:

 

  • Entzündete Hautregionen
  • Hautausschläge
  • Hautverletzungen

 

 

Gesund werden mit der Welt der Wickel

 

Wickel zählen zu den einfachsten und wirksamsten Techniken der Heilkunde. Sie werden traditionell schon seit Jahrtausenden auf der ganzen Welt angewendet und haben bis heute nichts von ihrer Heilkraft verloren. Allerdings gilt es, wie bei allen Heilanwendungen, auch hier ein paar Dinge zu beachten.

 

Wickel- Checkliste

 

  • Ausreichend Zeit ist immer wichtig, dulden Sie keine Störungen wie Termine, Besucher, Radio, Fernseher etc.
  • Sie können das Zimmer vorher ruhig nochmal lüften, kalt sein darf es allerdings nicht
  • Lassen Sie den Patienten, wenn möglich, vorher nochmal auf die Toilette gehen
  • Alleine der Patient entscheidet
    • ob der Wickel richtig sitzt
    • ob er zu heiß oder zu kalt ist
    • ob der Wickel vorzeitig entfernt werden muss
  • Schon vor der Behandlung muss alles griffbereit liegen. Wenn Sie etwas vergessen haben und deshalb erst noch holen müssen, dann kann dies den gesamten Ablauf empfindlich stören
  • Während der Behandlung sollten Sie den Patienten schön warm einpacken, warme Füße sind besonders wichtig (z.B. Socken, Wärmflasche, leichte Extradecke für die Füße)
  • Bitte lassen Sie Kinder und geschwächte Patienten mit einem Wickel möglichst nicht alleine, falls es zu Kreislaufreaktionen kommt. In diesem Fall müssen Sie Ihrem Patienten den Wickel abnehmen und ihn flach auf dem Rücken und mit erhöhten Beinen lagern, wenn er eine blasse Gesichtsfarbe hat. Ist das Gesicht hingegen gerötet, so müssen Sie ihn mit erhöhtem Oberkörper lagern, zum Beispiel, indem Sie ihm eine Bettdecke hinter den Rücken stopfen.

 

Wickel auf einen Blick

 

Heiße Wickel und Auflagen eignen sich für die Behandlung von

  • Halsschmerzen
  • steifen, kalten Gelenken
  • Arthrose der Gelenke
  • Bauchschmerzen
  • Menstruationsschmerzen
  • Blasenentzündung

 

Sie dürfen hingegen nicht angewandt werden bei

  • Fieber
  • Entzündungen im Bauchraum, die ohnehin in die Hände eines Arztes gehören, wie
    • Hepatitis
    • Blinddarmentzündung
    • Entzündung der Bauchspeicheldrüse

 

Kalte Wickel hingegen sind hilfreich bei

  • Fieber
  • Entzündungen von Haut, Venen und Gelenken
  • Prellungen und Verstauchungen
  • Sonnenbrand

 

Sie dürfen nicht angewandt werden bei kalter Haut, Unterkühlung, Frieren oder Frösteln.

 

Heiße Wickel

 

Halswickel

 

Hilft bei Halsschmerzen, besonders im Kindesalter, wenn das Immunsystem seine ersten Erfahrungen macht. Tauchen Sie dazu wird ein Halstuch in heißes Wasser, danach wird es leicht ausgewrungen und um den Hals gewickelt. Anschließend kommt ein Handtuch oder, besser noch, ein Schal um das nasse Halstuch, damit das Ganze länger warm bleibt. Lassen Sie den Halswickel ungefähr eine halbe Stunde wirken und nehmen Sie ihn dann ab. Dies kann bis zu dreimal täglich wiederholt werden.

 

Kartoffelwickel

 

Kochen Sie dazu zwei bis drei Kartoffeln etwa fünfzehn Minuten lang, so dass sie zwar heiß, aber innen noch hart sind und schneiden Sie diese in fingerdicke Scheiben. Legen Sie die Scheiben auf ein Handtuch und wickeln Sie sie dick ein. Dadurch bleibt der Halswickel sehr viel länger heiß, als mit Wasser. Aber Vorsicht, sollte der Wickel immer noch zu heiß sein, dann sollten Sie vorsichtshalber lieber noch ein weiteres Handtuch darum herum wickeln. Dieser Wickel kann eine ganze Stunde dran bleiben und hilft ebenfalls gegen Halsschmerzen.

 

Kartoffelauflage

 

Dies ist eine praktische Variante des Wickels. Kochen Sie die Kartoffeln dieses mal weich.

Dann legen Sie die heißen Kartoffeln am Stück nebeneinander auf das Handtuch und wickeln diese darin ein. Anschließend nehmen Sie eine leere Flasche oder etwas ähnliches und zerstampfen damit die eingepackten Kartoffeln zu einem groben Brei. Anschließend kommen sie gut eingepackt auf den Bauch oder den Unterleib. So erfüllen sie dieselbe Funkion wie eine Wärmflasche und helfen bei

 

  • Bauchschmerzen
  • Bauchkrämpfen
  • Menstruationsschmerzen
  • Blasenentzündung
  • hinter den Rücken gelegt gegen Rückenschmerzen
  • auf die Brust gelegt lösen sie hartnäckigen Husten

 

Das heiße Kohlblatt

 

Dazu rollen Sie ein großes Blatt Weißkohl mit dem Nudelholz oder einer Flasche mit ein wenig Druck flach. Zuvor sollten Sie die harte Mittelrippe mit einem Messer heraus trennen. Anschließend tauchen Sie das Kohlblatt etwa eine Minute in siedendes Wasser. Danach einfach nur etwas abtropfen lassen und auf den rechten Oberbauch legen. Sie können das Blatt auch kalt auflegen und mit einer warmen, nicht heißen, Wärmflasche bedecken. Dies hilft bei Leberschmerzen und Bauchkrämpfen.

 

Kalte Wickel

 

Sie eignen sich sehr gut zur Behandlung von Beschwerden, die mit Hitze einhergehen. Also Fieber, Schwellungen, Entzündungen und Sonnenbrand.

 

Wadenwickel

 

Sie werden im Liegen durchgeführt und dienen vor allem zum Fiebersenken. Dazu müssen Sie zwei frische Geschirrtücher kühl ausspülen, ein klein wenig auswringen und um die Waden wickeln. Anschließend kommt ein dickes Frotteehandtuch darum. Sie können den Wickel nach zehn bis zwanzig Minuten wieder abnehmen und die Waden mit einem Handtuch trocken reiben. Das Ganze wird wiederholt, sobald die Wärme in die Waden zurückgekehrt ist. Insgesamt bis zu dreimal täglich. Je höher das Fieber ist, desto kürzer sollten die Anwendungen sein, also drei bis fünf Minuten. Darüber hinaus ist es wenig sinnvoll, schon bei der ersten leichten Temperaturerhöhung Wadenwickel einzusetzen. Besser ist es, wenn Sie mit der ersten Anwendung warten, bis das Fieber ein wenig auf den Körper einwirken konnte, denn Fieber ist keine Krankheit sondern eine der hervorragendsten Leistungen unseres Immunsystems. Daher noch ein kurzes Wort zum Umgang mit fiebrigen Zuständen.

 

Fiebermanagement

 

Erhöhte Temperatur ist keineswegs immer eine Gefahr, die schnell beseitigt werden muss. Im Gegenteil, wenn es etwas gibt, was Bakterien und Viren nicht mögen, dann ist das eine plötzliche Temperaturerhöhung im Körper. Wenn wir, an gemütliche 23 Grad gewöhnt, auf einmal mit Temperaturen um die 38 Grad konfrontiert würden, kämen wir auch ganz schön ins Schnaufen. Nicht anders ergeht es Krankheitserregern, die in unseren Körper eingedrungen sind. Temperaturen bis zu 38,5 Grad Celsius entsprechen leichtem bis mäßigen Fieber, das uns dabei hilft, schneller wieder gesund zu werden. Auch hohes Fieber, zwischen 39 und 40 Grad, hilft uns noch bei der Genesung. Allerdings strengt es den Organismus sehr an und nach einem Tag kann daher mit einer kontrollierten Absenkung durch Wadenwickel begonnen werden. Aber sein Sie dabei bitte vorsichtig. Das Fieber sollte keinesfalls durch zu massive Anwendungen zu schnell sinken. Sonst belasten Sie den Kreislauf zu stark. Lassen Sie es stattdessen lieber langsam abklingen. Gefährlich wird es erst ab 40 Grad, hier sollten Sie einen Arzt hinzu ziehen und ab 41 Grad den Notarzt. Sie sollten ebenfalls einen Arzt konsultieren werden, wenn das Fieber nach vier bis fünf Tagen noch immer anhält, da es sonst zu einer gefährlichen Schwächung des Kreislaufes kommen kann.

 

 

Quarkwickel

 

Der Quarkwickel ist der Mercedes unter den Kaltwickeln, die gegen Entzündungen helfen. Er eignet sich hervorragend zur Behandlung von arthritischen, entzündeten Gelenken. Dazu wird ein Geschirrtuch längs gefaltet, der Länge nach hingelegt und die benötigte Auflagefläche etwa einen Finger dick mit Quark bestrichen.

Anschließend wird das entsprechende Gelenk auf den Quark gelegt und der Rest vom Tuch so darum geschlungen, dass möglichst das gesamte Gelenk von Quark umhüllt ist. Nach einer halben Stunde kann der Wickel abgenommen und durch den nächsten ersetzt werden. Das kann man ruhig drei bis fünfmal wiederholen. Hilft wirklich prima.

 

Spezielle Wickel und Auflagen

 

Apfelwickel

 

Kaum jemand kennt die wundervolle Wirkung von zermatschten Äpfeln auf verhärtetes Gewebe. Äpfel enthalten Pektine, das sind Quellstoffe, die aus naturheilkundlicher Sicht weichmachende Wirkung auf unnatürlich verhärtete Venen besitzen. Gewebeverhärtungen können vorkommen bei häufigem Gebrauch von Spritzen. Die Venen oder auch anderes Gewebe kann dadurch verknorpeln. Aber auch das berüchtigte Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris), das bei alten Menschen so häufig vorkommt, ist die Folge eines Elastizitätsverlustes der Blutgefäße und dadurch einer deutlich verschlechterten Blutversorgung des Beines. Wo jedoch nicht genug Blut hin gelangt, da gelangt auch zu wenig Heilung hin, da der Körper nur den Blutweg hat, um Sauerstoff sowie wichtige Reparaturzellen- und Substanzen hin zum Ort des Geschehens zu transportieren. Das lässt sich jedoch ändern, mithilfe des Apfelwickels. Dazu müssen Sie einige braune Äpfel zusammen mit einem Schuss Kirschwasser mitsamt der Schale und den Kerngehäusen zu Brei zerstoßen. Anschließend wird die Matsche auf ein Geschirrtuch gestrichen und von kurz oberhalb der Wunde an um das gesamte Bein gewickelt. Bei zerstörten Armvenen werden die Unterarme damit umwickelt. Bei Diabetikern, deren Bauchdecke durch die regelmäßigen Insulinspritzen hart und verknorpelt ist, können damit Bauchpackungen gemacht werden. Die Anwendung wird zwei Wochen lang jeden Tag wiederholt, die Ergebnisse sind fast immer erstaunlich.

 

Senfauflage

 

Diese Art von Auflage eignet sich gut zur Behandlung einer hartnäckigen Bronchitis, wenn der Schleim sich einfach nicht lösen will. Dazu nehmen Sie zwei bis drei Esslöffel Senfmehl und verrühren es mit Wasser zu einem streichfähigen Brei. Der Brei streichen Sie in Größe der Auflagefläche messerrückendick auf ein Blatt Küchenpapier oder ein dünnes Spültuch. Wenn es nicht anders geht, dann können Sie auch mittelscharfen Senf aus der Tube oder dem Glas verwenden.

Dann cremen Sie die Brustwarzen des Patienten zu deren Schutz dick mit Vaseline ein und legen das Tuch mit dem Senfbrei nach oben auf die Brust. Sobald der Patient ein Wärmegefühl verspürt, zählen Sie bis dreißig und nehmen das Papier mit einem Schwung herunter. Anschließend müssen Sie die Brust mit warmem Wasser gründlich abspülen. Die Haut der Brust ist nun deutlich gerötet und brennt möglicherweise sogar ein wenig. Dadurch wird dem Körper eine bakterielle Entzündung vorgegaukelt und er schickt Fresszellen zur Bekämpfung der Eindringlinge. Vor Ort finden diese Fresszellen jedoch keine Krankheitserreger und wenn sie schon einmal da sind, fressen sie stattdessen den Dreck in den Bronchien und in der Lunge und transportieren ihn ab. Diese Auflage kann bis zu zwei- dreimal pro Woche erfolgen, aber bitte niemals auf bereits gereizter, geröteter Haut. Diese braucht jedoch ihre Zeit, um sich wieder zu erholen. Daher sollten Sie es besser nicht übertreiben. Wenn Sie die Auflage bei Kindern anwenden möchten, dann sollten sie vorher den Senf unbedingt mit etwas Eiklar verrühren. Dadurch nehmen Sie dem Senf einen guten Teil seiner Schärfe, so dass die empfindliche Kinderhaut ihn besser verträgt.

 

Meerettichauflage

 

Bei verstopften Nebenhöhlen lässt sich damit ganz gut der Schleim lösen. Dazu zerreiben Sie ein wenig scharfen Meerettich, Sie können auch zur Not auch welchen aus dem Glas nehmen. Eine erbsengroße Menge davon geben Sie auf ein Stück Küchenpapier und umwickeln das Ganze sorgfältig. Anschließend wird das kleine Päckchen auf die Wangenknochen gedrückt, bis es heiß zu werden beginnt. Anschließend drücken Sie es auf die Hautstelle oberhalb der Mitte der Augenbrauen und warten auch hier solange, bis ein Hitzegefühl über der betroffenen Stelle entsteht. Unsere Nebenhöhlen sind mit Schleimhaut ausgekleidet. Durch den starken Reiz beginnen diese erneut, Flüssigkeit abzugeben, der zähe Schleim verflüssigt sich und die Nebenhöhlen beginnen sich zu leeren. Es ist kaum zu glauben, welche Mengen an Schnodder so aus einer Nase herausbekommen werden können.

 

Zwiebelpackung

 

Dieses Rezept ist gleichermaßen für Erwachsen und Kinder geeignet.

Bei beginnender Mittelohrentzündung aber auch bei Entzündungen des äußeren Gehörganges nehmen Sie eine rohe Zwiebel und schneiden diese in kleine Würfel. Anschließend werden die Zwiebelstückchen in eine kleine, ausrangierte Socke oder ein vergleichbares Säckchen gepackt, auf das erkrankte Ohr aufgelegt und mit einem dünnen Tuch oder Schal befestigt. Dort bleibt die Packung über Nacht. Wenn Ihnen die rohen Zwiebeln zu scharf erscheinen, dann können Sie deren Schärfe etwas lindern, indem Sie diese vorher in einem Topf bei leichter Hitze mit etwas Butter ganz leicht glasig werden lassen. Die Zwiebeldämpfe machen den Bakterien den Garaus. Bei starken, anhaltenden Schmerzen können Sie zudem ein rezeptfreies Schmerzmittel wie z.B. Paracetamol verabreichen. Allerdings muss die Packungsbeilage genau beachtet werden, da es bei zu hoher Dossierung zu bleibenden Leberschädigungen kommen kann. Auch sollten Sie wirklich einen Arzt hinzu ziehen, wenn die Entzündung nicht nach drei bis vier Tagen von selbst abklingt, da sonst bleibende Gehörschäden die Folge sein können.

 

 

 

3. Alle wichtigen Krankheiten auf einen Blick

 

Wir kommen nun zu den einzelnen Krankheiten. Die Mittel, die ich Ihnen zu deren Behandlung zur Verfügung stelle, folgen dabei stets dem selben Aufbau.

 

  • Pflanzenheilkunde

    hier stelle ich Ihnen die jeweils kostengünstigste Variante aller verfügbaren wirksamen Heilpflanzen vor, gefolgt von einer

 

  • Trickkiste

    Hier erweitere ich die Anwendungen um kostenlose Akupressurtechniken und ergänze diese zudem durch ebenfalls kostenlose Wasseranwendungen und Wickel. Zudem verrate ich Ihnen hier eine ganze Reihe von ebenso einfachen wie wirkungsvollen Kniffen aus der Alltagspraxis eines Heilpraktikers. Daneben behandelt das Buch den Bereich

 

  • Kinderheilkunde

    Da viele alleinerziehende Mütter und Väter nicht selten am Rande der Existenz leben, habe ich auch für diesen Leserkreis eine Rubrik mit Mitteln zusammengestellt, die auf sanfte Weise die Eigenheilkräfte der Kleinen fördern und so deren Genesung beschleunigen. Die Rubrik endet mit einer weiteren

 

  • Trickkiste

    in der Sie zusätzliche Tipps zum Umgang mit den kleinen Patienten finden sowie einem anschließenden

 

  • Kostenbeispiel

    Dazu stelle ich die tatsächlichen Behandlungskosten den jeweiligen Praxis- und Rezeptgebühren gegenüber und errechne die Ersparnis, die nicht selten über 80 Prozent liegt.

 

 

Augen und Hautbeschwerden

 

Damit aus nur einer einzigen befruchteten Eizelle dennoch sämtliche unterschiedlichen Zellarten des Körpers entstehen können, differenziert sie sich im Laufe ihrer Teilung in unterschiedliche embryonale Anlagen, die sogenannten Keimblätter. Aus einem davon, dem Ektoderm, entstehen unter anderem Haut und Augen. Daher stehen beide in engerer Beziehung zueinander, als die meisten wissen.Dabei endet die Haut keineswegs an den Lippen oder dem Anus. Vielmehr setzt sich dieselbe Haut in unserem Inneren fort und bildet dabei die Schleimhäute unseres Atemtraktes, unserer Harnwege sowie unseres Verdauungstraktes. Wir sind also innen wie auch außen durchgängig mit ein und derselben Haut überzogen. Und wenn diese Haut unter Problemen zu leiden hat, so kann dies eben auch unsere Augen betreffen, die zum einen selbst aus Haut bestehen, andererseits von einer schützender Bindehaut umkleidet sind.

 

Rund um’s Auge

Bindehautentzündung

Die Augen sind lichtempfindlich. Sie jucken, brennen und tränen in einem fort. Und wenn Sie sie wegen des Juckreizes reiben, dann wird alles noch viel schlimmer. Eine Bindehautentzündung ist alles andere als angenehm. Und sie kann viele Ursachen haben. So zum Beispiel Allergien, mangelnde Tränenproduktion, Schimmelbelastung oder auch Bakterien und Viren. Bei einer Entzündung am Auge sollten Sie im Zweifelsfall immer einen guten Augenarzt aufsuchen, denn Ihre Augen sind zu wichtig, um damit herum zu experimentieren. Liegt der Termin jedoch in weiter Ferne oder handelt es sich um eine kleinere Sache wie eine vorübergehende Bindehautentzündung, so hilft Ihnen ein Absud aus Augentrost.

 

Augentrost (Euphrasia officinalis)

 

Diese Pflanze spendet Ihren Augen Trost. Sie kann besonders gut äußerlich in Form von Spülungen oder Umschlägen verwendet werden. Dazu überbrühen Sie einen Esslöffel der Blüten mit kochendem Wasser. Etwa 10 Minuten lang muss das Ganze ziehen, dann können Sie es abseihen. Tauchen Sie ein frisch gewaschenes Stofftaschentuch in den warmen Tee und legen Sie es nass auf Ihre Augen während Sie Selbst auf dem Rücken liegen. Dreimal täglich 15 Minuten genügen.

 

Gegenanzeigen keine

 

Trickkiste:

  • Sie sollten das Taschentuch vorher nochmals so heiß wie möglich bügeln, damit es auch wirklich keimfrei ist.

 

Für die Kleinen:

 

Kinder und Kleinkinder vertragen Augentrost problemlos. Allerdings kann hier auch eine

  • Quarkpackung hilfreich sein. Dazu wird der frische und naturbelassene Quark fingerdick auf ein schmal gefaltetes Tuch gestrichen und auf die Augen gelegt. Zweimal täglich 15 Minuten.
  • Ist kein Quark zur Hand, können Sie auch auf eine geriebene rohe Kartoffel ausweichen.

 

Trickkiste:

  • Auch hier das Taschentuch vorher nochmals so heiß wie möglich bügeln, damit es auch wirklich keimfrei ist.
  • Lassen Sie nebenher ruhig eine CD oder Kassette mit einem Kinderhörspiel laufen, damit das Kind ruhiger liegen bleibt und sich nicht langweilt. Besser noch: Lesen Sie ihm eine Geschichte vor.

 

 

Kostenbeispiel:

 

50 g Augentrost als Tee 2,70

Versand 3,50

Gesamt 6,20

Quark 250 gr. Pck. 1,50

Gespart: 90 %

1 Kartoffel 10 Ct.

Gespart: 99,3 %

 

 

Praxisgebühr 10.-

Rezeptgebühr 5.-

Gesamt 15.-

 

Gespart: 58 %

 

 

 

 

 

 

Lidrandentzündung

 

Der menschliche Tränenfilm, der die Augäpfel ständig bedeckt, muss eine ganze Menge können. Er hält nicht nur Ihr Auge feucht. Vielmehr überzieht er Ihren gesamten Augapfel mit einem durchsichtigen Gleitfilm, damit beim Zwinkern Ihre Lidränder nicht auf dem Augapfel reiben. Zugleich enthält er ein körpereigenes Antibiotikum (IGE), das Bakterien den Garaus macht wenn sie sich ins Auge verirren. Diese spezielle Flüssigkeit wird in Ihren Lidranddrüsen produziert und hat eine ganz besondere Eigenschaft. Sie hat eine besonders hohe Oberflächenspannung, so dass der Tränenfilm nicht reißen kann und sich, vergleichbar einer Gummilitze, über den gesamten Augapfel verteilt. Bei einer Entzündung dieser Lidranddrüsen kann es vorkommen, dass diese Oberflächenspannung nicht mehr ausreichend ist. Der Tränenfilm reißt und Teile des Augapfels liegen trocken. Damit fehlt dem Auge ein wichtiger Schutzmechanismus und es entzündet sich. Die Bakterien am Lidrand, die die Ausführungsgänge dieser wichtigen Drüsen besiedelt haben, sorgen dafür, dass die Tränenproduktion auch weiterhin unzureichend verläuft. Der Lidrand ist gerötet und schuppig. Unter diesen Hautschuppen sitzen dann die Erreger und können einen Menschen so ein ganzes Leben lang begleiten. Aus diesem Grunde ist einer Lidrandentzündung oft nur schwer beizukommen. Langfristig betrachtet sollten Sie daher nicht auf die Hilfe eines guten Augenarztes verzichten. Es gibt jedoch Hilfe aus dem Pflanzenreich.

 

Augentrost (Euphrasia officinalis)

 

Wie bei der Bindehautentzündung können Sie Augentrost problemlos auch zur Behandlung von Lidrandentzündungen einsetzen. Auch hier wird ein Esslöffel des Krautes heiß überbrüht und nach zehn Minuten abgeseiht. Ein sauberes Taschentuch wird mit dem Absud getränkt und nass auf das Auge gelegt. Nach ein paar Minuten haben sich bereits die ersten Verkrustungen gelöst und können vorsichtig zur Nase hin ausgewischt werden.

 

 

Trickkiste:

  • Sollten Sie keinen Augentrost zur Hand haben, so können Sie hierfür auch auf Fencheltee ausweichen.
  • Zudem sollten Sie Ihre Lidränder täglich mehrmals säubern. Dazu geben Sie in eine Tasse warmen Wassers einen Spritzer Babyshampoo. Babyshampoo brennt nicht in den Augen und entfaltet dennoch seine reinigende und leicht antibakterielle Wirkung. Tauchen Sie dazu ein Q- Tip in die milde Seifenlauge ein und säubern Sie Ihre Lidränder damit sanft und vorsichtig.
  • Ihre Augen sollten unbedingt vor grellem Sonnenlicht und Wind geschützt werden. Dazu leistet Ihnen eine Sonnenbrille gute Dienste.

 

Für die Kleinen:

 

Gerade im Säuglingsalter kann es leicht zu Entzündungen des Auges kommen. Zum einen ist das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet, zum anderen kann der Tränenfilm mitunter nicht gut genug durch den Tränenkanal abfließen. Auch hier hilft eine Behandlung mit Augentrost recht gut. Aber auch eine Quarkpackung ist geeignet, die Entzündung herauszuziehen. Dazu streichen Sie frischen Quark fingerdick auf ein sauberes Taschentuch und legen es mit der Quarkseite direkt auf die Augen. Nach etwa 20 Minuten ist der Quark getrocknet und Sie können die Auflage herunter nehmen.

 

Trickkiste:

  • Bei Säuglingen hilft ein Tropfen Muttermilch, der direkt von der Brust in die Augen geträufelt wird. Muttermilch enthält das sogenannte Immunglobulin E (IGE), ein körpereigenes Antibiotikum, das Bakterien den Garaus macht.

 

 

Kostenbeispiel:

 

50 g Augentrost als Tee 2,70

Versand 3,50

Gesamt 6,20

Quark 250 gr. Pck. 1,50

Gespart: 90 %

Fencheltee in Beuteln

Aldi, Penny etc. ca. 0,75

Gespart: 95 %

 

 

Praxisgebühr 10.-

Rezeptgebühr 5.-

Gesamt 15.-

 

Gespart: 58 %

 

 

 

 

 

Gerstenkorn

 

Hierbei handelt es sich um eine Infektion des Lidrandes mit Bakterien, in der Regel Staphylokokken. Diese Bakterienart hat die unangenehme Eigenschaft, nicht nur Oberflächen zu besiedeln, sondern sich in die Tiefe vorzuarbeiten. Im weitesten Sinne kann ein Gerstenkorn daher verglichen werden mit einer Art Furunkel im unteren Augenlid.

Hinweise auf ein Gerstenkorn sind Rötung, Schwellung und starke Schmerzen im betroffenen Augenlid. Ist das Gerstenkorn ausgereift, so platzt es auf und entleert seinen eitrigen Inhalt in den Bindehautsack. Daher sollte an dieser Stelle unbedingt eine gründliche Reinigung erfolgen, da dieses Sekret nur so vor Bakterien wimmelt. Danach heilt das Augenlid in der Regel schnell wieder aus.

Auch hier ist die Pflanze der Wahl wieder einmal der Augentrost. Es wird verfahren, wie in den vorangegangenen Kapiteln über Bindehautentzündung und Lidrandentzündung.

 

Trickkiste:

  • Um die Reifung des Gerstenkorns zu beschleunigen, können Sie eine Leinsamenpackung einsetzen. Kochen Sie dazu zwei Esslöffel Wasser mit einem Esslöffel Leinsamen auf. Anschließend füllen Sie den Leinsamenbrei in ein kleines, frisch gewaschenes Säckchen oder auch Söckchen und legen dieses so heiß wie erträglich auf das Auge. Hygienisches Arbeiten ist hierbei sehr wichtig.
  • Wichtig: Kamillentee hat in Augen prinzipiell nicht zu suchen. Er gilt zwar als entzündungswidrig, kann jedoch im Auge zu schlimmen Reizungen führen.
  • Sollte das Gerstenkorn wiederholt auftreten, so kann dies ein versteckter Hinweis auf einen Diabetes sein. In diesem Fall sollte Sie zwecks Ausschlussdiagnose einen Arzt konsultieren, der Ihren Blutzuckerspiegel feststellt.

 

 

Für die Kleinen:

 

Ein Gerstenkorn an einem Kinder- oder gar Säuglingsauge ist eine zu ernste Gefahr für das Augenlicht, als dass es mit Hausrezepten kuriert werden sollte. Der Gang zum Arzt ist hier unvermeidbar.

 

 

Hautgeschichten

 

 

Wunde, entzündete Haut

 

Man sieht es entzündeter Haut nicht an, wie sehr sie schmerzen kann. Kein Wunder, immerhin enden in nur einem Quadratzentimeter Haut etwa 5.000 sensible Sinneskörper für Tastreize. Zusammengenommen sind das etwa 4 Meter an schmerzempfindlichen Nervenenden. Nicht selten ist Schweißbrand verantwortlich für gerötete und berührungsempfindliche Haut. Unter den Achseln, direkt unter den Brüsten und auch in anderen Hautfalten tritt er stets dann auf, wenn schwitzende, und dadurch aufgeweichte Hautstellen, aneinander reiben. Bakterien, die auf der Haut siedeln, besorgen dann den Rest indem sie in die vorgeschädigte Haut eindringen und dort Entzündungen hervorrufen. Die Pflanze der Wahl ist hier die Kamille.

 

Kamille (Chamomilla vera)

 

Sie enthält wichtige Inhaltsstoffe wie beispielsweise das stark entzündungswidrige Chamazulen, eine zähe blaue Flüssigkeit, die zudem schmerzstillend wirkt. Zudem hat Kamille antibakterielle Eigenschaften. Um entzündete, oder wunde Haut mit Kamille zu behandeln, genügt es, wenn Sie ein sauberes Taschentuch in Kamillentee zu tauchen und etwas abtropfen zu lassen, um es anschließend handwarm auf die betroffenen Hautstelle legen. Danach wird ein sauberes Handtuch darum gewickelt. Die Auflage wird etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde später wieder abgenommen. Das kann mehrmals täglich wiederholt werden und wird seine Wirkung nicht verfehlen.

 

Gegenanzeigen:

  • Entzündungen am Auge, da Kamille die Augenschleimhäute reizen kann.

 

Trickkiste:

  • Es macht Sinn, das Taschentuch vor seinem Einsatz noch einmal möglichst heiß zu bügeln, damit es so keimfrei wie möglich ist und die, ohnehin schon geschwächte Haut, nicht noch zusätzlich mit Erregern traktiert.

 

 

Für die Kleinen:

 

Auch Kinder vertragen Kamillentee äußerlich wie innerlich sehr gut. Bei entzündeter Haut

wirkt er kühlend, abschwellend und schmerzlindernd. Er ist daher besonders geeignet bei Windelröte, wenn die Haut des Kindes sich unter den nassen Windeln entzündet hat. Was hier ebenfalls hilft, ist vor allem frische Luft, damit die Haut abtrocknen kann. Das Kind sollte daher nach jeder Behandlung einige Zeit ohne Windeln herumlaufen.

Zudem hat sich hier, wie bei den meisten Entzündungen, frischer Speisequark bewährt. Er wird fingerdick auf ein sauberes Tuch gestrichen und mit der Quarkseite auf die Haut aufgelegt. Nach etwa einer halben Stunde ist der Quark trocken und bröckelig, das Tuch kann wieder abgenommen werden. Ein weiterer Geheimtipp für entzündete Hautstellen ist Eichenrinde. Ein Absud damit gerbt die Haut ein ganz klein wenig, so dass sie fest wird, sich schließt und ihre Schutzfunktion wieder ausübt. Dazu nehmen Sie zwei Esslöffel der gehackten Eichenrinde und kochen diese mit drei Tassen Wasser auf. Nach ungefähr fünf Minuten nehmen sie das Ganze vom Feuer und filtern es durch ein Sieb oder ein sauberes Tuch. In den handwarmen Absud tunken Sie, wie beim Kamillentee, ein frisches Taschentuch, drücken es ein klein wenig aus und legen es auf die wunde Hautstelle. Anschließend wird das Ganze nochmal mit einem Handtuch umwickelt und bleibt für etwa eine halbe Stunde drauf. Das kann bis zu dreimal täglich durchgeführt werden.

 

Gegenanzeigen für Eichenrinde:

 

  • Großflächige Hautschäden
  • Nicht als Vollbad

 

Warnung:

Bilden sich auf der Haut Eiterbläschen, die aufplatzen und honiggelbe Krusten hinterlassen, muss schnellstmöglich ein Arzt eingeschaltet werden, da es sich hier um eine gefährliche und ansteckende Infektionskrankheit (Impetigo contagiosa/bullosa) handeln kann. Unbehandelt kann diese zu schweren Nierenschäden und noch zu Schlimmerem führen. Da die Erreger mit den Fingern verbreitet werden, sind Gesicht und Kopfhaut erfahrungsgemäß besonders betroffen. Zumeist tritt sie bei Kindern auf.

 

Trickkiste:

Kinder, die mit einem nassen Lappen auf der Haut herumliegen müssen, langweilen sich meistens. Und wenn sie herum zappeln, dann verrutscht auch schnell mal die Auflage. Daher sollte man ihnen etwas Unterhaltung bieten. Eine Kinderkassette oder ein Märchen, meinetwegen auch Fernsehen, aber etwas Action muss eben sein, um das Kind ruhig zu halten.

 

Kostenbeispiel:

 

50 g Eichenrinde aus der Apotheke 1,20

1 Pck Kamillentee aus dem Supermarkt 0,95

1 Pck Quark 250 g 0,90

Gesamt 3,05

 

 

Praxisgebühr 10.-

Rezeptgebühr 5.-

Gesamt 15.-

 

 

Gespart: 80 %

 

 

 

 

Ekzeme und Juckreiz

 

Die meisten Ekzeme gehen mit Juckreiz einher. Entscheidend ist, ob der Juckreiz nur auf bestimmten Hautstellen, oder aber am ganzen Körper auftritt. Ist letzteres der Fall, kann dies auch ein Hinweis auf eine schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörung sein. Daher sollte dies von einem Arzt abgeklärt werden. Aber auch ein Ekzem, auch Juckflechte genannt, gehört in ärztliche Behandlung wenn keine Besserung eintritt. Dennoch lassen sich die meisten Ekzeme recht gut behandeln. Hervorragend dazu geeignet ist eine Mischung aus Eichenwindensud und Kamillentee. Während der Eichenabsud das Ekzem gewissermaßen weg gerbt, lindert die Kamille den Juckreiz. Dazu werden zwei Esslöffel gehackter Eichenrinde mit nur zwei Tassen Wasser ca. 5 Minuten lang aufgekocht und mit einer Tasse Kamillentee vermischt. Anschließend wird ein sauberes Taschentuch eingetaucht und etwas ausgedrückt. Das nasse Tuch wird möglichst ohne Falten auf die betroffen Haut aufgelegt und mit einem Handtuch umwickelt. Um speziell gegen den Juckreiz anzugehen, kann auch eine Behandlung mit Essigwasser helfen. Dazu vermischen Sie drei Teelöffel Essig mit einem Liter Wasser und tupfen die Lösung vorsichtig mit einem Tuch auf die betroffenen Hautstellen. Möglichst nicht reiben, das würde den Juckreiz nur verschlimmern.

 

Trickkiste:

  • Um sich des nachts nicht im Schlaf wund zu kratzen, kann man sich im Bett dünne Baumwollhandschuhe anziehen.
  • Da Wärme den Juckreiz zumeist verstärkt, sollte auf eine kühle Raumtemperatur geachtet werden.
  • Aus Sicht der Naturheilkunde widerspiegelt ein Ekzem zumeist Probleme der Schleimhaut des Verdauungstraktes. Ist diese durch falsche Ernährung gereizt oder belastet, so kann sich dies auf vielerlei Weise auf der Außenhaut bemerkbar machen. Um hier Klarheit zu gewinnen, empfehle ich Ihnen, einfach mal einen Apfel-Reis-Tag einzulegen. Dadurch geben Sie Ihrem Darm die Möglichkeit, alte Verunreinigungen und Ablagerungen loszuwerden. Dazu kochen Sie Sich eine Tagesration Vollkornreis (mit Hüllhäutchen) und verzehren diese stückweise über den Tag verteilt. Falls Ihnen das zu langweilig schmeckt, können Sie zudem noch ein bis zwei Äpfel mit hinein reiben. Ihr Darm wird es Ihnen danken, denn es gibt kaum etwas, was dieser besser und schneller verarbeitet als Reis. So bleibt dem Darm genügend Zeit, sich endlich mal um die ganzen Altlasten zu kümmern und diese mit abzutransportieren. Sie können ohne Probleme zwei bis drei solcher Reistage am Stück einlegen, und wenn Ihr Ekzem wie durch ein Wunder zu verschwinden beginnt, dann wissen Sie, dass Sie auf der richtigen Fährte sind.

 

 

Für die Kleinen:

 

Kinder können gegen juckende Ekzeme genauso wie Erwachsene behandelt werden. Allerdings sollte die Mischung aus Eichenrindenabsud und Kamillentee, die auf die Haut aufgetragen wird, etwa um die Hälfte verdünnt werden.

Ein Sonderfall ist das Säuglingsekzem (Dermatitis infantum / Crusta lactea ), auch Milchschorf genannt. Es geht einher mit kleieartigen, hellen, kleinen Schuppungen und hinterlässt zum Teil nässende Krusten. Da sich im Bereich dieser Krusten Bakterien und Hautpilze bevorzugt ansammeln, sollten Sie hier beizeiten einen Arzt aufsuchen.

 

Trickkiste:

  • Schneiden Sie die Fingernägel Ihres Kindes so kurz wie möglich. So verhindern Sie, dass es sich die Haut wund kratzt.

 

 

Verbrennungen und Sonnenbrand

 

Man sollte Verbrennungen nicht auf die leichte Schulter nehmen, ab einem gewissen Schweregrad können sie sehr gefährlich sein. Verbrannte oder verbrühte Haut verliert ihre gesamte Schutzfunktion, eine Gelegenheit, auf die Krankheitskeime nur warten. Ist die betroffene Hautstelle größer als die Handfläche, wirft sie großflächige Blasen auf und nässt, dann muss unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden. Bei sehr starken Schmerzen besteht zudem die Gefahr eines Kreislaufschocks. In diesem Fall muss ein Rettungswagen (Tel.112) bestellt werden. Bis zum Eintreffen der Helfer können Sie jedoch schon einmal wichtige Vorarbeit leisten.

 

Bei Verbrennungen hilft zunächst einmal nur eines, nämlich kühlen, kühlen und nochmals kühlen. Am besten unter fließendem kalten Leitungswasser. Anschließend wird die Verbrennung mit einem möglichst sterilen Tuch abgedeckt. Entweder ein Verbandspäckchen oder Dreieckstuch aus dem Verbandskasten im Auto oder ein frisches Geschirrtuch, das am besten zuvor noch einmal auf heißer Stufe gebügelt wurde. Auf gar keinen Fall Mehl, Puder oder Öl auf die Verbrennung bringen. Das Einzige, was erlaubt ist, ist klares Leitungswasser.

 

Kleinere Verbrennungen können hingegen ohne weiteres selbst behandelt werden. Als Faustregel gilt, dass die Wunde nach zehn bis vierzehn Tagen abgeheilt sein muss. Andernfalls muss auch hier ein Arzt hinzugezogen werden.

Eine Menge erreichen lässt sich mit Quarkauflagen. Auch hier wird ein sauberes Taschentuch fingerdick mit Speisequark bestrichen und mit der Quarkseite auf die betroffene Haut gelegt. Dann wird zur Befestigung noch ein sauberes Geschirrtuch darüber geschlungen. Nach einer halben Stunde kann die Packung abgenommen werden. Dies lässt sich mehrmals am Tag wiederholen. Ist kein Quark zur Hand, kann man auch auf eine geriebene Kartoffel umsteigen. Dazu wird die rohe Kartoffel klein geraspelt und in ein sauberes Geschirrtuch eingeschlagen. Die Packung wird dann ebenfalls für etwa eine halbe Stunde auf die betroffene Haut aufgelegt.

 

Trickkiste:

  • Zwischenzeitlich können Sie zudem Kamillenauflagen anwenden. Sie wirken enzündungswidrig und leicht schmerzstillend. Sie werden angewendet wie im Kapitel „Wunde, entzündete Haut“beschrieben.

 

 

Für die Kleinen:

 

Bei Kindern sollte der Arztbesuch im Vordergrund stehen. Davon abgesehen, dass sie viel schwerer mit dem Verbrennungsschmerz zu kämpfen haben als Erwachsene ist auch das Risiko von Spätschäden bei Kindern größer. Ist die Verbrennung so groß wie ein viertel der Handfläche, ist dies bei Kindern ein Alarmsignal. Der Arzt muss verständigt werden.

Nur wenn es sich um eine kleine, wirklich harmlose Verbrennung handelt, kann diese ebenso wie bei Erwachsenen behandelt werden.

 

Trickkiste:

  • Bei einem Sonnenbrand ist es eine Wohltat, eine geraspelte Gurke auf der Haut zu spüren. Dazu legt sich der kleine Patient auf seine gesunde Seite während die frisch geraspelte Gurke über die betroffenen Hautstellen verteilt wird. Anschließend wird das Ganze mit einem frischen Geschirrtuch und darüber noch einem Frottéehandtuch zum warm halten abgedeckt. Nach etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten kann der Gurkenwickel abgenommen werden.
  • Alternativ dazu können Sie die frische Gurke auch hobeln, und die dünnen Scheiben anschließend auf die Haut auflegen.
  • Auch hier ist es sicher sinnvoll, während dieser Zeit für ein wenig Ablenkung und Unterhaltung zu sorgen.

 

Da es unverantwortlich wäre, bei einem Kind mit Verbrennungen aus Kostengründen den Gang zum Arzt zu scheuen, verzichte ich an dieser Stelle auf das übliche Kostenbeispiel. Es sei lediglich erwähnt, dass eine Packung Speisequark (250 g) ungefähr 39 Cent kostet. Eine Gurke ist für etwa 50 Cent zu haben.

 

 

Atemwegserkrankungen

Im Atemholen sind zweierlei Gnaden, die Luft einziehen und sich ihrer entladen. Jenes bedrängt, dieses erfrischt. So wunderbar ist das Leben gemischt. (Goethe)

 

Nicht alles was lebt, atmet auch, aber alles was atmet, lebt. Zugleich ist für uns “Säugetiere“ unsere Atmung von allen Dingen dieser Welt das Wichtigste überhaupt, dicht gefolgt von Wasser und Nahrung. Ohne Sauerstoff leben wir noch etwa 5 Minuten lang. Ohne Wasser ungefähr eine knappe Woche und ohne Nahrung etwa einen Monat lang. Wie wichtig uns unser Atem ist, zeigt sich daran, wie sehr er Einzug gehalten hat in unsere alltägliche Sprache. So atmen Freund und Feind dieselbe Luft, auch wenn sie sich nicht einmal die Luft zum Atmen gönnen. Genauso wenig wie ein atemberaubender Anblick, oder wenn uns vor Schreck die Luft weg bleibt. Dann verschlägt es uns den Atem, schnürt uns die Kehle zu oder aber alles wird gut und wir können endlich wieder aufatmen und unserer Wut Luft machen, besonders wenn wir glauben, an der Seite einer ungeliebten Person ersticken zu müssen.

 

Zugleich ist unsere Atmung untrennbar verbunden mit unserem Herzen und unserem Blut. Denn unser Herz bewegt unser Blut und dieses wiederum transportiert den Sauerstoff zu den einzelnen Zellen, die ihn dringend benötigen. Wenn daher unsere Atmung leidet, so leidet darunter auch unsere innere Zellatmung mit weitreichenden Folgen für unsere Gesundheit. Es lohnt sich daher, unserer gesunden Atmung die ausreichende Aufmerksamkeit zu zollen.

 

Tropfnasen und kalte Füße – Die besten Tipps gegen Erkältungen

 

Das Problem bei allen Erkältungskrankheiten ist der Umstand, dass man sich nur schwer dagegen wehren kann, da die Erreger mit der Atemluft aufgenommen werden. Und atmen müssen wir nun mal ständig. Das beste Mittel dagegen ist zweifellos ein intaktes Immunsystem, das man sich durch Abhärtung und eine vernünftige, gesunde Lebensführung erhält. Nicht selten triumphieren jedoch Weib, Wein und Gesang im Leben und auch ein kräftiges Immunsystem kann nicht verhindern, dass man sich immer wieder mal ansteckt. Zum Glück gibt es da ebenso preiswerte wie wirksame Mittel, die den Verlauf einer Erkältung lindern und verkürzen.

 

Bronchitis und Grippaler Infekt

 

Hierbei handelt es sich um eine Entzündung der Atemwege durch Viren und Bakterien. Eine Bronchitis muss mehrgleisig angegangen werden. Zum einen bildet die Bronchialschleimhaut vermehrt Schleim, der durch den ständigen Luftzug in den Atemwegen austrocknet und dabei immer zäher und klebriger wird. Dieser Schleim muss verflüssigt und gelöst werden. Zum anderen sollten durch Inhalationen die Erreger direkt vor Ort bekämpft werden. Um den Schleim zu verflüssigen bietet sich vor allem eine Pflanze an, die Schlüsselblume. Deren Blüten sorgen als, Tee eingenommen, dafür, dass der Schleim sich verflüssigt und abtransportiert werden kann. Um den Abtransport zu unterstützen, kann dem Tee noch ein halber Teelöffel Anis hinzugefügt werden. Um den Tee zuzubereiten, nehmen Sie am besten einen Esslöffel der getrockneten Blüten, fügen einen halben Teelöffel Anissamen hinzu und überbrühen die Mischung mit einem viertel Liter Wasser. Nachdem der Tee zehn Minuten gezogen hat, können Sie ihn abseihen und trinken.

 

Anwendungsgebiete:

  • Bronchitis
  • Grippaler Infekt
  • Husten und Reizhusten

 

Gegenanzeigen:

  • Anis darf nicht angewendet werden bei Schwangerschaft, Brustkrebs und Allergien gegen Anis, Sternanis oder Beifuß (Artemisia vulgaris)
  • Die Einnahme von Anis sollte nicht über längere Zeiträume hinweg erfolgen. Ein bis zwei Wochen sollten daher genügen.

 

Trickkiste:

  • Damit die wertvollen ätherischen Öle des Anis nicht entweichen, können Sie die Tasse mit einer Untertasse abdecken, in die Sie einen kleinen Schluck kalten Wassers füllen. Der gehaltvolle heiße Dampf kondensiert an der kalten Untertasse und tropft zurück in die Teemischung.
  • Um die Wirkung noch zu verstärken, können Sie den Tee auch in kleinen Schlucken geräuschvoll von einem Teelöffel schlürfen. Dadurch atmen Sie mehr von dem heilsamen Dampf ein und bringen so mehr von den heilsamen, desinfizierenden ätherischen Öle in Ihre Bronchien, während die schleimlösenden Saponine der Schlüsselblume im Magen landen. So landet alles dort, wo es gebraucht wird.
  • Akupressur: Der Name leitet sich aus dem lateinischen ab und bedeutet wortwörtlich übersetzt „Punktdrücken“ (lat. accus = Punkt ; pressus = Druck). Dabei handelt es sich um die gezielte Druckstimulierung von Akupunkturpunkten am ganzen Körper. Akupressur ist nicht so effektiv wie die Nadelakupunktur, aber dennoch sehr hilfreich zur Linderung von Beschwerden. Massiert wird mit der Fingerkuppe des Daumens oder des Zeigefingers über einen Zeitraum von jeweils 30 Sekunden bis hin zu mehreren Minuten. Das Ganze können Sie täglich ruhig mehrmals durchführen. Allerdings nicht auf entzündeten oder wunden Hautstellen und auch nicht im Bereich von Krampfadern. Zudem sollten Sie immer symmetrisch behandeln. Also das, was Sie links machen, wiederholen Sie anschließend auch auf der rechten Seite und umgekehrt.
    • Die Akupressur empfiehlt vor allem einen Druckpunkt zur Behandlung von hartnäckigem Husten. Der Hustenpunkt liegt genau über dem Brustbein in der Mulde zwischen den beiden Schlüsselbeinen. Drücken Sie den Punkt mit dem Zeigefinger und massieren Sie ihn mit ein wenig Kraft. Anschließend legen Sie die Daumen an die Nasenflügel, um diese etwa 10 mal sanft nach oben zu stoßen. Dies können Sie täglich drei bis viermal wiederholen.

 

Inhalationen

 

Um den Angriff der krankmachenden Keime sozusagen im Keim zu ersticken, müssen Sie ihnen vor Ort das Leben schwer machen. Dafür eignen sich vor allem Inhalationen mit keimtötenden ätherischen Ölen. Das sind pflanzliche Duftstoffe, deren Partikel so winzig sind, dass sie überall im Atemtrakt hin dringen, wenn man sie nur einatmet. Dazu benötigen sie ein Transportvehikel, nämlich Dampf. Auf dessen kleinen Tröpfchen gelangen sie am besten zur Lunge. Ein günstiger Inhalator kostet in der Apotheke etwa 5 Euro. Sie können Sich aber auch zum Nulltarif selber einen bauen. Dazu nehmen Sie die leere Papiertüte vom letzten Einkauf, stellen sie mit der Öffnung nach unten auf und schneiden in den Boden der Tüte ein kleines Loch. Das Loch sollte gerade so groß sein, dass Mund und Nase hineinpassen und sich möglichst am Rand befinden, damit Sie leichter heran kommt. Eine kleine Schüssel wird in große Schale gestellt und mit einem halben Liter kochenden Wassers gefüllt. Die Schale dient der Sicherheit. Sie fängt das kochend heiße Wasser auf, falls die kleine Schüssel umkippen sollte. In das heiße Wasser geben Sie einen Teelöffel Salz, einen Teebeutel oder Esslöffel Kamillenblüten und nochmal soviel Thymiantee. Dann stellen Sie die umgedrehte Papiertüte über die kleine Schüssel und beginnen mit tiefen und ruhigen Atemzügen den Dampf zu inhalieren. Ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten lang. Die Kamille enthält ein spezielles Öl, das Chamazulen, mit dem sie die gereizten Schleimhäute besänftigt. Der Thymian hingegen wirkt auf mehrerlei Weise. Erstens wirkt er krampflösend und hilft damit gut gegen den trockenen Reizhusten. Zweitens enthält auch er ein ätherisches Öl, das sogenannte Thymol. Dieses Thymol ist eine regelrechte Wunderwaffe im Kampf gegen Bakterien, da diese, anders als bei herkömmlichen Antibiotika, offenbar keine Resistenzen dagegen aufbauen können. Darüber hinaus enthält Thymian sogenannte Antioxidantien, die es den Viren erschweren, in die Schleimhautzellen einzudringen.

 

Ach ja, und wenn keine Papiertüte zur Hand sein sollte, können Sie die Schüsseln auch vor sich auf den Boden stellen, während Sie selbst davor auf einem Stuhl sitzen. Dann legen Sie eine Decke über Kopf und Schüssel und inhalieren die aufsteigenden Dämpfe. Der Abstand zu Schüssel sollte wenigsten einen Meter betragen und Sie sollten Ihre Augen dabei geschlossen halten, da die ätherischen Öle und der heiße Dampf Ihre Augen reizen können. Auf keinen Fall sollten Sie die Schüssel mit dem heißen Wasser vor sich auf dem Tisch platzieren während Sie auf einem Stuhl davor sitzen. Das grenzt an Leichtsinn, denn wenn die Decke sich hinter der Schüssel verhakt und Sie aus irgend einem Grund kurz zurückschrecken, dann reißen Sie dabei die Schüssel vom Tisch und das kochend heiße Wasser ergießt sich genau dorthin, wo es am meisten weh tut. Schüsseln mit kochendem Wasser gehören daher stets auf den Boden.

 

Trickkiste:

  • Anstelle der Kräuter können Sie auch einen kleinen Klecks Bronchialsalbe in das heiße Wasser geben.
  • Um die Behandlung zu unterstützen bieten sich hier gleich zwei Akupressurpunkte an. Hierzu beginnt man mit dem Halswehpunkt. Er befindet sich an der Daumenwurzel, genau dort, wo die Falte zwischen Daumen und Zeigefinger endet. Um ihn zu massieren nehmen Sie Ihre Hand so zwischen Daumen und Zeigefinger, dass diese von oben und unten den Punkt festhalten. Dann beginnen Sie etwa zehn mal rhythmisch zu drücken. Erst die eine, dann die andere Hand.
  • Dann erst kommt der nächste Punkt hinzu. Er liegt seitlich am inneren Nagelbett des kleinen Fingers. Dazu nehmen Sie die Kuppe des kleinen Fingers zwischen Daumen und Zeigefinger der anderen Hand und pressen sie kurz, aber kräftig zusammen. Das wiederholen Sie dann natürlich auch am anderen keinen Finger.
  • Sehen Sie auch im Kapitel „Spezielle Wickel und Auflagen“ unter Senfwickel.
  • Sehen Sie auch im Kapitel „Wasseranwendungen nach Kneipp“ unter Wassertreten und Taulaufen.

 

Für die Kleinen:

 

Auch wenn es mittlerweile Mediziner gibt, die behaupten, Vitamin C sei wirkungslos im Kampf gegen Erkältungen, so zeigt doch die Erfahrung, dass dies so nicht stimmt. Es kommt allerdings darauf an, wie man es verabreicht. Das Zauberwort heißt Bioverfügbarkeit. Während ein synthetisch hergestelltes Vitaminpräparat nur unzureichende Hilfe bietet, allenfalls als Badezusatz taugt, kann pflanzliches Vitamin C da schon ganz andere Wirkung entfalten. Und den höchsten Vitamin C- Gehalt im Pflanzenreich haben die Früchte des Sanddorns. Ein Saft daraus schmeckt mäßig und wird daher gerne zu gleichen Teilen mit Apfel- und Möhrensaft gemischt. Eine Flasche Sanddornsaft kostet zwischen drei und sechs Euro und gilt als der Mercedes unter den natürlichen Vitamin C- Produkten. Natürlich vorkommendes Vitamin C findet sich zudem in allen Zitrusfrüchten, in Kiwis, in frischen Paprikaschoten und zudem, als Geheimtipp, in Hagebuttentee.

 

Trickkiste:

  • Zwei bis dreimal täglich ein warmes Fußbad wirkt Wunder. Besonders dann, wenn Sie während des Bades noch zusätzlich schluckweise heißes Wasser hinzufügen. Dann die Füße gut abfrottieren und schön warm einpacken.
  • Genauso wichtig ist ein warmer Hals. Ein Schal oder ein warmes Tuch eignen sich gut hierfür.
  • Abends vor dem Schlafengehen können Sie zudem den Brustkorb mit einem Erkältungsbalsam einreiben. Das lockt zum einen körpereigene Fresszellen zum Ort des Geschehens, wo sie dann Schmutzpartikel und Bakterien zu Leibe rücken, zum anderen werden nachts die aufsteigenden ätherischen Öle eingeatmet, was den Heilungsverlauf zu verkürzen hilft. Ein kleines Döschen weiser Tigerbalsam kostet zwischen 1,49 und 2 Euro. Andere Präparate sind ab 2,50 bis 3 Euro in Apotheke oder Reformhaus zu haben.
  • Fiebermessen nicht vergessen! Steigt die Temperatur plötzlich auf mehr als 39 ° C an, besteht der Verdacht auf eine beginnende Lungenentzündung und spätestens hier sollte dann doch ein Arzt hinzugezogen werden.

 

Kostenbeispiel:

 

Tigerbalsam 3 g 1,50

Schlüsselblumentee 2,00

Anistee 100 g3,50

Thymiantee 100 g 1,70

Gesamt 7,20

 

 

P

Gespart 90 %

raxisgebühr 10.-

 

Rezeptgebühr 5.-

Gesamt 15.-

 

Gespart 52 %

 

 

 

 

 

Schnupfen

 

Abgesehen von allergisch bedingtem Schnupfen wird dieser fast immer durch Viren verursacht. Machen lässt sich dagegen wenig, denn die Viren sind so winzig, dass sie über viele Minuten lang in der Luft schweben können, wenn sie ausgeniest werden. Und solange kann nun mal kein Mensch die Luft anhalten.

Kaum eine andere Lebensform verbreitet sich daher so effizient wie Schnupfen- und Grippeviren. Allerdings können Sie Ihrer geschwollenen und entzündeten Nasenschleimhaut mit Meerwasser- Nasenspray helfen. Dessen Preis liegt bei ungefähr 3,50 Euro. Dringend abraten kann ich nur von herkömmlichen, wirkstoffhaltigen Nasensprays, da diese schon nach wenigen Anwendungen abhängig machen. Im Klartext heißt das: Wenn Sie gar kein Nasenspray benutzen, ist der Spuk dennoch nach einer Woche vorüber. Benutzen Sie hingegen Nasenspray, so schwillt die Nase augenblicklich ab um nach kurzer Zeit wieder anzuschwellen. Das zwingt Sie erneut dazu, zum Spray zu greifen und wenn Sie das Spray dann nach einer Woche absetzen, dann bleibt Ihre Nase noch mindestens sechs weitere Wochen lang zugeschwollen, bis sie sich wieder von dem Nasenspray erholt hat. Herkömmliches Nasenspray grenzt daher an Körperverletzung. Und achten Sie mal darauf, in was für riesigen Packungsgrößen das Zeug angeboten wird. Die sind ganz klar auf eine „Kundenbindung“ hin ausgelegt, indem sie ihre Kunden in eine lebenslange Abhängigkeit hinein treiben.

 

Trickkiste:

  • Wenn die Nase zwischendurch mal etwas abschwillt, so kann man etwas warmen Kamillentee mit einem Teelöffel Salz darin durch die Nase hochziehen. Das wirkt entzündungswidrig und abschwellend.
  • Um die Nase frei zu bekommen, gibt es einen Trick. Dazu müssen Sie Ihre Daumen an Ihre beiden Nasenflügel legen und diese etwa zehn mal sanft nach oben stoßen. Kann täglich drei bis viermal wiederholt werden und wirkt besonders zum Ende des Schnupfens hin. Taschentuch bereit legen.

 

Für die Kleinen:

 

Oft haben Kinder entzündlich gerötete Nasenausgänge und auch die Schleimspur zu Oberlippe hinunter ist entzündet und gerötet. Das liegt daran, dass es in dem Sekret nur so von Viren wimmelt. Alle Hautstellen, die mit dem Nasensekret in Berührung kommen, werden zum Angriffsziel der Viren. Was hier hilft ist Majoranbutter. Dazu zerlassen Sie einen Esslöffel Butter und rühren eine gehäufte Messerspitze gepulverten Majoran aus dem Gewürzregal hinein. Die so gewonnene Salbe wird dünn auf die geröteten Stellen aufgetragen. Danach sollten Sie Sich allerdings unbedingt die Hände waschen, sonst stecken Sie Sich noch selbst an.

 

Trickkiste:

  • Auch bei einem Schnupfen sind warme Fußbäder unersetzbar. Zwei bis drei mal täglich genügt. Sie können dem warmen Wasser zudem in kleinen Portionen über mehrere Minuten hinweg heißes Wasser zufügen. Dann spricht man von einem ansteigenden Fußbad, das noch wirksamer ist. Aber Vorsicht, nicht zu heiß werden lassen. Benutzen Sie zur Kontrolle am besten Ihren Ellbogen.

 

Kostenbeispiel:

 

Majoran 20 g 1,50

10 Beutel Kamillentee 1,20

 

 

Praxisgebühr 10.-

R

Gespart 92 %

Gespart 90 %

ezeptgebühr 5.-

 

Gesamt 15.-

 

 

Halsweh

 

Während noch in den siebziger Jahren das Herausnehmen der Mandeln en vogue war, weiß man heute, dass die Mandeln wichtige Trainingsstationen für unser Immunsystem sind. Dort treffen unsere Immunzellen erstmalig auf ihre Widersacher, nämlich Bakterien, Viren und Pilze, die mit der Atemluft in den Rachenraum gelangt sind. Da das Immunsystem bei Kindern noch nicht so routiniert funktioniert, wie bei einem Erwachsenen, haben sie eben auch öfter mal Halsschmerzen. Am besten hilft dagegen ein Halswickel. Da gibt es unterschiedlichste Varianten, die alle nur ein Ziel haben, nämlich die körpereigene Immunabwehr zu unterstützen und zu kräftigen. Am kostengünstigsten ist ein einfacher Wasserwickel, der sehr gut hilft. Dazu tauchen Sie ein Halstuch in heißes Wasser und schlingen es, gerade noch erträglich heiß, leicht ausgedrückt, aber noch nass um den Hals. Danach kommt noch ein dickes Frotteehandtuch, zu einem langen, schmalen Schal gefaltet, darüber. Sehr gut ist auch ein Wollschal, solange er nicht kratzt. Den Wickel können Sie nach einer halben Stunde wieder entfernen und bis zu zweimal am Tag erneuern. Wird ein heißer Wickel als unangenehm empfunden, sollte er sofort abgenommen werden. Eine bis zwei Stunden später kann man ihn dann durch einen Zitronenwickel ersetzen. Dazu schneiden Sie eine Zitrone in dünne Scheiben und legen diese nebeneinander auf ein zur Hälfte längs gefaltetes Geschirrtuch. Dabei sollten die Scheiben ein wenig überlappen. Der freiliegende Rest des Tuches wird über die Zitronenscheiben geschlagen und die Wickelpackung um den Hals geschlungen. Die Zitrone sollte sich vorne befinden, nicht im Nacken. Dann kommt, wie immer, noch der dicke Wollschal darum. Nach zwanzig Minuten können Sie den Wickel abnehmen und, über den Tag verteilt, bis zu zweimal erneuern.

 

Trickkiste:

  • Wenn Sie gerade keine Zitrone verfügbar haben, können Sie auch auf eine geschälte und grob gehackte Zwiebel ausweichen.
  • Ein Halswickel wirkt am besten, wenn man während dessen im Liegen ruht. Das gilt auch für alle anderen Wickel.
  • Ein altbewährtes Rezept gegen Halsweh ist das Gurgeln mit Salzwasser. Lösen Sie dazu einen halben Teelöffel Salz in einer Tasse Wasser auf und gurgeln Sie damit einige Minuten lang, bevor Sie es wieder ausspucken.
  • Auch Halsweh können Sie durch Akupressur lindern. Der Halswehpunkt befindet sich an der Daumenwurzel, genau dort, wo die Falte zwischen Daumen und Zeigefinger endet. Um ihn zu massieren nehmen Sie die Hand so zwischen Daumen und Zeigefinger, dass diese von oben und unten den Punkt festhalten. Dann beginnen Sie, etwa zehn mal rhythmisch zu drücken. Erst die eine, dann die andere Hand.

 

Für die Kleinen:

 

Da Kinder gerne mal Halsweh bekommen, kann es nicht schaden, ihnen auch dann, wenn sie gesund sind, immer mal spielerisch einen Wickel zu verpassen, am besten mit einer geeigneten Legende dazu. Zum Beispiel, dass so ein Halswickel eine Zauberstimme verleiht oder dass man damit Elfen und Trolle hören kann – wenn gerade welche da sind.

Für Kinder eignet sich der bereits eingangs erwähnte Wasserwickel sehr gut. Sie können ihn wie bei Erwachsenen anwenden werden, aber weniger heiß. Dadurch wird der Entzündungsvorgang zur Reife gebracht und er kann anschließend schneller wieder ausheilen. Bei Babys und Kleinkindern darf übrigens niemals mehr als eine Anwendung gleichzeitig erfolgen. Sonst ist die Wirkung zu stark. Hier hilft wenig mehr.

 

Trickkiste:

  • Als Kaltwickel bietet sich ein Quarkwickel an. Dazu falten Sie ein Geschirrtuch zweimal längs und bestreichen es, gerade ausgelegt, fingerdick mit frischem Quark. Dann kommt das Tuch mit der Quarkseite direkt auf der Haut, um den Hals. Der Quark sollte sich vorne befinden und nicht im Nacken. Danach noch den Wollschal darum und nach zwanzig Minuten, wenn der Quark rissig und bröckelig geworden ist, können Sie das Ganze wieder abnehmen.

 

 

Kostenbeispiel:

 

1 Pck. Quark 250g 1,25

1 Netz Zitronen 1,20

 

 

P

Gespart 91 %

raxisgebühr 10.-

 

R

Gespart 92 %

ezeptgebühr 5.-

 

Gesamt 15.-

 

 

 

Ohrenschmerzen

 

Sie sind fast immer ein Hinweiß auf eine Mittelohrentzündung. Das Mittelohr, auch Paukenhöhle genannt, beherbergt unsere kleinen Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel. Bei einer Mittelohrentzündung ist sie prall mit Eiter gefüllt, der auf das Trommelfell drückt und es nach außen wölbt. Das Ganze geht einher mit starken Dauerschmerzen, die eine Menge Kraft kosten können. Aus diesem Grund kann man während einer Mittelohrentzündung durchaus auch mal ein paar Paracetamol Schmerztabletten schlucken. Allerdings muss man sich penibel an die Anweisungen und Dossierungsangaben der Packungsbeilage halten, da man sonst Leberschäden riskiert. In der Regel klingen die Beschwerden innerhalb weniger Tage ab. Andernfalls muss ein Arzt aufgesucht werden, der mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Antibiotikum verschreiben wird. Dies ist jedoch notwendig, da sonst der Eiter auf Dauer die Gehörknöchelchen angreift und zerfrisst. Die Folge wäre eine bleibende Taubheit auf dem betroffenen Ohr. Bis zum Arzttermin können Sie jedoch zu einem ebenso einfachen wie bewährten Hausmittel greifen.

 

Das Zwiebelsäckchen

 

Nicht nur Heilpraktiker, sondern auch viele Ärzte schwören drauf. Dazu wird eine geschälte rohe Zwiebel klein gehackt und in ein sauberes Taschentuch eingeschlagen. Alternativ dazu können Sie Sich auch eines kleinen Baumwollsöckchens bedienen. Dieses Säckchen wird dann auf das erkrankte Ohr aufgelegt und mit einem Tuch, einem Stirnband oder einer Mütze fixiert. Die Packung bleibt dort für etwa drei Stunden, gegebenenfalls auch über Nacht. Diese Anwendung können Sie zwei bis dreimal täglich wiederholen.

 

Trickkiste:

  • Am besten zuerst die Mütze oder das Tuch so anlegen, dass das Ohr davon gut bedeckt ist. Anschließend erst schieben Sie das Zwiebelsäckchen in die richtige Position darunter.
  • Über Nacht können Sie zudem eine aufgeschnittene Zwiebel ins Schlafzimmer legen. Das beschleunigt die Heilung und vertreibt Grippeviren.

 

Für die Kleinen:

 

Hier ist es wichtig, darauf zu achten, das die Ohren keine Zugluft bekommen. Am besten ist ein warmer, weicher Schal um den Kopf und die Ohren gewickelt, vorausgesetzt er kratzt nicht. Darüber hinaus sollte zwei bis dreimal täglich ein warmes Fußbad angewendet werden. Auch Kinder vertragen einen Zwiebelwickel gut. Allerdings können Sie der Zwiebel etwas von ihrer Schärfe nehmen, wenn Sie diese auf kleiner Flamme nur ganz kurz mit ein wenig Butter andünsten. Sobald die Zwiebel ihr Aroma zu entfalten beginnt, kann sie vom Feuer genommen und in ein Kindersöckchen gefüllt werden. Dann wird das Ganze unter dem Schal an die richtige Stelle geschoben.

 

Trickkiste:

 

  • Nicht selten sind Ohrenschmerzen der Grund dafür, dass Säuglinge ohne erkennbaren Grund plötzlich zu schreien beginnen. Um das Kind auf Ohrenschmerzen zu überprüfen können Sie, sehr sehr vorsichtig, mit dem Finger auf den kleinen Knorpeldeckel drücken, der sich unmittelbar vor dem Gehörgang befindet. Bei einer Mittelohrentzündung ist er sehr druckempfindlich und schon die kleinste Berührung würde zu Abwehrreaktionen führen.
  • Alternativ dazu können Sie auch vorsichtig am Ohrläppchen zupfen. Die Reaktion wäre die selbe, wenn auch etwas schwächer ausgeprägt.
  • Auch zahnende Kinder können Ohrenschmerzen entwickeln. Dies hat dann allerdings nichts mit einer Mittelohrentzündung zu tun.

 

 

Volkskrankheit Asthma

 

Manchmal übertreibt es unser Immunsystem und geht sogar auf nützliche, körpereigene Zellen los. Man spricht dann von einer autoimmunen Reaktion. Im Falle von Asthma sind es die Bronchien, die davon betroffen sind. Sie verengen sich, indem sie zuschwellen und vermehrt Schleim bilden. Um die Anfallshäufigkeit zu senken sind entkrampfende Maßnahmen hilfreich. Dazu eignet sich vor allem eine Pflanze sehr gut, der Thymian.

 

Ein Teelöffel Thymiantee wird mit einem viertel Liter kochendem Wasser überbrüht und zehn Minuten, abgedeckt mit einer Untertasse, stehen gelassen. Wer will, kann noch eine Fingerspitze Anis und einen Teelöffel Schlüsselblumenblüten dazu geben, um die Wirkung zu optimieren. Anschließend wird der Tee vorsichtig vom Teelöffel geschlürft. Das entkrampft und desinfiziert die Bronchien, in denen sich sonst vermehrt Bakterien bilden würden. Außerdem wird dadurch der zähe Schleim verflüssigt, so dass er sich besser lösen kann. Täglich zwei bis drei Tassen helfen bereits spürbar.

 

Gegenanzeigen keine

 

Trickkiste:

  • Den Tee am besten vom Teelöffel schlürfen. So gelangen die wirksamen ätherischen Öle dorthin, wo sie gebraucht werden, nämlich in Lunge und Bronchien.
  • Wir atmen sehr viel kraftvoller ein als aus. Um trotz zugeschwollener Bronchien dennoch das Ausatmen zu erleichtern, sollte daher die sogenannte Atemhilfsmuskulatur eingesetzt werden. Wir aktivieren sie, indem wir uns beidseits mit den Armen oder Ellbogen aufstützen, zum Beispiel auf den Sessellehnen, so dass der Oberkörper mehr oder weniger frei schwingt.
  • Auch Akupressur kann hier hilfreich sein. Um die Verkrampfungen, die mit Asthma einhergehen, etwas zu lösen, müssen Sie nur den richtigen Punkt drücken. Er befindet sich gleich oberhalb des Brustbeins in der Höhle zwischen den beiden Schlüsselbeinen. Er wird leicht mit dem Zeigefinger massiert, indem man die Haut gegen die Knochen darunter hin und herschiebt. Anschließend kann es sein, dass der Punkt ein wenig schmerzt. Dies ist jedoch ungefährlich.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C. Einer britischen Studie aus dem Jahr 2006 zufolge senkt die regelmäßige Zufuhr von Vitamin C die Anfälligkeit für Asthmaerkrankungen deutlich. Zudem verlaufen die Anfälle dann weniger schwer. Patel, BD;et al.:Dietary antioxidants and asthma in adults Thorax 61,388 393 (2006)

    Vitamin C finden Sie vor allem in Zitrusfrüchten, Kiwis, frischen grünen Paprikas und zudem in Hagebutten, die bei den Vitamin C -haltigen Früchten ganz vorne liegen.

 

Für die Kleinen:

 

Auch Säuglinge und Kleinkinder können bereits Asthma haben. Als Auslöser im Verdacht stehen unter anderem Impfcocktails, die den Kleinen verabreicht werden, noch bevor sie ein voll funktionierendes Immunsystem entwickeln konnten. Dieses ist erst mit etwa sechs Jahren voll entwickelt. Mit den Impfstoffen gelangen artfremde Eiweiße und weitere allergiebegünstigende Zusatzsubstanzen in den kleinen Organismus. Ein Zusammenhang zwischen Asthma und übertriebener Impfwut kann daher nicht ausgeschlossen werden.

Eine weitere Ursache kann falsche Ernährung sein, genauso wie falsch behandelte Hautausschläge. Viele Asthmatiker hatten als Säuglinge oder Kleinkinder einen Hautausschlag. Wird dieser nur rein symptomatisch auf Juckreiz behandelt, also mit Kortisonsalbe unterdrückt, kann es sein, dass er an anderer Stelle erneut auftaucht. Diesmal jedoch als Asthma auf den Atemwegsschleimhäuten. Daher ist es wichtig, die eigentlich Ursache des Säuglingsekzems oder frühkindlichen Hautausschlags zu finden und zu beseitigen. Und die liegt zumeist in der Ernährung.

 

Vermeiden Sie so gut es geht:

  • Tierisches Eiweiß
  • Fabrikzucker in Süßigkeiten und Getränken
  • Sojaprodukte (besonders bei Nickelallergie)
  • künstliche Lebensmittelfarben- und Aromen sowie Konservierungsmittel

 

Verwenden Sie statt dessen:

  • Viel Gemüse, vor allem auch als Rohkost
  • Vollgetreide
  • Hülsenfrüchte
  • Obst
  • Trockenfrüchte zum Knabbern
  • Stevia als Zuckerersatz, eine hübsche, kleine Zimmerpflanze, deren Blätter etwa dreißig mal so süß sind wie Zucker.

 

 

Trickkiste:

  • Gönnen Sie Ihrem Kind zwei bis dreimal täglich ein warmes Fußbad, etwa zehn Minuten lang. Gießen Sie dabei ständig warmes Wasser (36-38 Grad) nach.
  • Dampfinhalationen, dazu wird eine Einkaufstüte aus Papier am Rand des Bodens mit einem Loch versehen, groß genug, das Nase und Mund hindurch passen. Dann stülpt man sie umgekehrt über eine kleine Schüssel mit brühend heißem Wasser die zur Sicherheit nochmal in einer etwas größeren Schüssel steht. In der kleinen Schüssel befinden sich ein Teelöffel Fencheltee und noch einmal soviel Thymiantee. Wahlweise kann auch ein klein wenig Bronchialsalbe in das heiße Wasser gegeben werden. Schon ist der Inhalator fertig für den Betrieb. Zweimal täglich etwa zehn Minuten lang. Lesen Sie dazu auch das Kapitel „Inhalationen“ unter der Rubrik Bronchitis und Erkältungskrankheiten.
  • Sehen Sie auch nach unter dem Kapitel „Kneippen für die Kleinen“
  • Auch bei Kindern reduziert eine ausreichende Versorgung mit Viatmin C die Anfallshäufigkeit deutlich. Neben Zitrusfrüchten enthält vor allem Hagebuttentee viel Vitamin C.

 

Kostenbeispiel:

 

Thymiantee 100 gr. 1, 70

1 Pck. Fencheltee 0,90 Gesamt 2,30

 

 

Praxisgebühr 10.-

Rezeptgebühr 5.-

Gesamt 15.-

 

Gespart: 84 %

 

 

 

 

 

Der bewegte Darm – So bekommen Sie Ihre Verdauung in den Griff

Unsere Verdauungsschleimhäute umfassen zusammengenommen eine Fläche von mehr als 400m² und entsprechen somit den Abmessungen eines Handballspielfeldes. Sie stellen somit in der Tat die größte zusammenhängende Hautfläche im gesamten Körper dar und dies ist auch zwingend notwendig, da wir eigentlich erst über sie an unsere Nahrung gelangen. Andernfalls würden wir quasi mit vollem Magen verhungern. Es lohnt daher, ihr die notwendige Aufmerksamkeit zu gönnen und sie im Krankheitsfall zu unterstützen, da wir dadurch der Entstehung von schädlichen Folgeerkrankungen vorbeugen.

 

 

Bauchschmerzen (auch Übelkeit, Erbrechen)

 

Bauchschmerzen kommen gerade während der Wachstumsphase, aber auch im Erwachsenenalter immer wieder mal vor, was nicht schlimm sein muss. Aufhorchen sollte man dann, wenn die Bauchbeschwerden trotz Behandlung schlimmer werden, mit Frieren und/oder Fieber verbunden sind und vor allem dann, wenn die Bauchdecke bretthart angespannt ist. Das Einzige, was hier hilft ist, ist der sofortige Gang zum Arzt oder, besser noch, der Griff zum Telefon (112), um einen Rettungswagen zu ordern. Beim üblichen Haushaltsbauchweh hingegen können Ihnen eine ganze Reihe nützlicher Mittel helfen.

 

So zum Beispiel ein Kümmeltee, der neben Bauchschmerzen auch Blähungen vertreibt. Dazu überbrühen Sie einen halben Teelöffel Kümmel oder Kreuzkümmel (Cumin) mit heißem Wasser und trinken den Tee in kleinen Schlucken verteilt über eine knappe halbe Stunde. Ebenfalls hilfreich sind Kamillen- und Fencheltee, die Sie zu gleichen Teile mit dem Kümmel mischen können.

 

Gegenanzeigen keine

 

Trickkiste:

  • Bei einem großen Blatt Weißkohl wird mit einem Messer die harte Mittelrippe heraus getrennt Anschließend wird das Blatt auf einer glatten Unterlage mit einem Nudelholz oder einer Flasche mit etwas Druck ausgerollt und anschließend auf den Bauch gelegt. Zur Verstärkung der Wirkung können Sie auch noch eine warme (nicht heiße) Wärmflasche darüber packen.
  • Auch für Bauchschmerzen gibt es einen Akupressurpunkt. Legen Sie einfach drei Finger direkt oberhalb des Bauchnabels auf den Bauch, der gesuchte Punkt liegt unter dem obersten davon. Erfahrungsgemäß ist dies der Zeigefinger. Diesen Punkt massieren Sie nun sanft mit langsamen und kreisenden Bewegungen. Zwei bis drei Minuten genügen. Nach ein paar Minuten Pause können Sie die Massage wiederholen.
  • Eine Wärmflasche nicht zu heiß, hilf bei den meisten Bauchbeschwerden.
  • Ein dicker Wollschal, um den Bauch geschlungen, entfaltet ebenfalls seine wohltuende Wirkung.

 

Für die Kleinen:

 

Auch hier helfen eine Wärmflasche und ein Wollschal sehr gut. Auch eine Kohlblattauflage kann gut bei Kindern verwendet werden. Hinzu kommen bekanntermaßen Kamillentee und Pfefferminztee als Mittel der Wahl.

 

Trickkiste:

  • Anstelle der Wärmflasche kann auch ein gehäufter Esslöffel Kümmel in ein Kindersöckchen gefüllt werden. Anschließend in nicht zu heißem Wasser etwa zwei bis drei Minuten einweichen und direkt auf den Bauch legen. Anschließend noch ein Handtuch darüber legen und das Ganze warm einpacken.
  • Eine Kissen- oder Deckenrolle unter die Knie gelegt, so dass diese leicht angewinkelt sind, entspannt die Bauchdecke zusätzlich und verringert den Schmerz

 

Kostenbeispiel:

 

Kamillentee 25 Beutel 0, 95

1 Pck. Fencheltee 0,90 Gesamt 1,85

 

 

Praxisgebühr 10.-

Rezeptgebühr 5.-

Gesamt 15.-

 

Gespart: 87 %

 

 

 

 

 

 

Durchfall

 

Normalerweise wird der Nahrungsbrei im oberen Darmbereich, dem Dünndarm, verdünnt und im unteren Bereich, dem Dickdarm, eingedickt, indem dieser die Flüssigkeit darin wieder entzieht. Hat man Durchfall, ist dabei etwas schief gegangen. Zumeist liegt es daran, dass die Darmschleimhaut aus irgendeinem Grund gereizt ist und mehr Flüssigkeit absondert als sonst. Ein einmaliger Durchfall ist übrigens noch kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil, er reinigt den Darm gründlich und befreit ihn von Altlasten.

Erst wenn der Durchfall nicht schnell wieder abklingt, sollten Sie etwas dagegen unternehmen. Am wichtigsten ist hier die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit, um den hohen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Auch eine kleine Prise Salz in den Tee ist wichtig, um die, durch den Durchfall entstandenen, Elektrolytverluste aufzufangen. Sonst kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen. Bei Durchfall von mehr als drei Tagen Länge sollte zudem ein Arzt informiert werden. Was für gewöhnlich gut bei Durchfall hilft, weil es die verantwortlichen Darmgifte bindet, ist Aktivkohle. Das ist ganz gewöhnliche Holzkohle, die lediglich noch einmal chemisch gereinigt worden ist. Sie können sie als Kohlekompretten in der Apotheke erwerben, was mit ungefähr fünf Euro zu Buche schlagen wird. Ist die finanzielle Not hingegen so groß, dass es einfach nicht dafür reicht, genügt auch etwas Birken- oder Fichtenholzkohle. Man zerreibt einen halben Teelöffel davon möglichst fein, gibt etwas Wasser hinzu, und dann muss man hart sein. Es schmeckt wirklich nicht besonders. Besser schon mal ein Glas Wasser zum Nachspülen bereit stellen. Aber es hilft.

Ebenfalls hilfreich bei Durchfall ist der Apfel. Reiben Sie ihn klein und lassen Sie ihn eine halbe Stunde offen stehen. Dabei wenden Sie ihn gelegentlich, bis er durch und durch schön braun ist.

Dann können Sie ihn ganz normal mit einem Löffel essen. Die im Apfel enthaltenen Quellstoffe, sogenannte Pektine, binden ebenfalls Gifte und regeln den Stuhlgang. Hell zerrieben und sofort mit Zitronensaft besprengt, damit er hell bleibt, hat der Apfel genau die entgegengesetzte Wirkung, nämlich abführend.

 

Gegenanzeigen keine

 

Trickkiste:

  • Auch hier gegen gibt es einen Druckpunkt. Der Punkt befindet sich an der Unterseite des Mittelfingers, genau dort, wo dieser in den Handteller übergeht. Umfassen Sie den Mittelfinger so, dass Ihr Daumen auf diesem Punkt zu liegen kommt und massieren Sie den Punkt mit streichenden Bewegungen etwa zehn mal. Dann wechseln Sie zur anderen Hand.

 

Für die Kleinen:

 

Sollten die Kleinen neben dem Durchfall auch noch starkes Bauchweh haben, sollten Sie eine mögliche Blinddarmentzündung durch einen Arzt ausschließen lassen. Danach stehen jedoch zahlreiche Mittel zur Verfügung, um die Verdauung wieder zu regulieren. Der bereits oben erwähnte braune Reibeapfel ist eines davon. Um ihn dem Kind noch etwas schmackhafter und auch nahrhafter zu machen, können Sie zudem noch etwas Zwieback mit hinein bröseln. Daneben helfen wärmende Auflagen wie die Wärmflasche, unter die man auch ein Blatt Weißkohl packen kann, sowie warme Fußbäder bis zu mehrmals täglich. Bei wirklichen schlimmen Durchfällen sollte die feste Nahrung erstmal abgesetzt und durch Breinahrung ersetzt werden. Erst bei Abklingen der Beschwerden kann erneut ein Diätaufbau erfolgen. Gerade bei Kindern, Kleinkindern und Säuglingen ist es enorm wichtig, dass der Flüssigkeitsverlust durch Tees ausgeglichen wird. Säfte enthalten zu viele Fruchtsäuren und würden das Geschehen nur verschlimmern. Besser ist Kamillen- oder Fencheltee, mit etwas Honig gesüßt und mit einer kleinen Prise Salz darin.

 

Trickkiste:

  • Gleich zu Beginn der Erkrankung sollten Sie das Gewicht Ihres Kindes messen und anschließend regelmäßig kontrollieren. Verliert Ihr Kind deutlich an Körpergewicht, so müssen Sie einen Arzt einschalten.
  • Durch die vielen Stuhlgänge und die anschließende Reinigung ist die Gesäßhaut meistens gerötet. Hier hilft Majoranbutter in altbewährter Form. Dazu müssen Sie einen Esslöffel Butter verflüssigen und mit einer gehäuften Messerspitze pulverisiertem Majoran anreichern. Das Ganze lassen Sie bei schwacher Hitze etwa fünf Minuten ziehen und füllen es zum Abkühlen in einen kleinen Eierbecher. Damit kann die gerötete Haut täglich mehrfach sanft eingerieben werden. Dies hilft auch bei entzündeten Nasenausgängen infolge einer Erkältung.

 

Kostenbeispiel:

 

P

1 Pck. Kohlekompretten 5.-

3-5 Äpfel 30 Ct.

raxisgebühr 10.-

 

Rezeptgebühr 5.-

G

Gespart 66 %

Gespart 98 %

gesamt 15.-

 

 

 

 

 

Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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2 Antworten zu Arm und krank? Gesundwerden für lau

  1. Carl schreibt:

    Vielen Dank für die tollen Tipps.
    Ich finde die Naturmedizin viel besser als Tabletten und Chemie.
    Alles Gute für Ihre Arbeit weiterhin.

    Carl

  2. christel schreibt:

    Tolle Ausführungen, wovon ich jeden einzelnen
    Satz unterstützen könnte.
    Die Quark-Wickel habe ich schon etliche Male ausprobiert. Das funktioniert prima bei Entzündungen. – Als mein Mann zum Arzt ging und der fragte: „Was haben Sie bisher gemacht?“, antwortete mein Mann, dass wir Quark-Umschläge draufgelegt hätten.
    Er meinte, das wäre gut gewesen, könnten das weiter machen.
    Ich neige dazu, jedem mal Tipps zu geben, der über irgendwelche Wehwehchen klagt. – Die meisten, selbst die, die wenig Geld besitzen, rennen doch lieber in die Apotheke und schlucken eine Pille, ehe sie bereit sind, selber etwas für sich zu tun.
    Ich denke immer an eine Stärkung des Immunsystemes – auch an die Selbstheilungskräfte des Körpers. Wir tragen eine eigene Apotheke mit uns herum, haben aber meist keine Zeit oder Lust, unserem Körper auch die Chance zur Heilung zu geben. Dazu benötigt er eben auch Ruhe.
    Ich wünschte mir, dass sich mehr Leute mit ihrem Körper beschäftigen würden, als ihn der Pharmaindustrie zu überlassen.
    Herzlichen Dank für diese tollen Ausführungen.
    Christel

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