Zerrissen, verseucht, vergiftet – Kriegsverbrechen Afghanistan

Wie Hamed Karsai auf einem Symposium der afghanischen Jugend in Kabul bekannt gab, setzen die ‚ausländischen Kräfte in Afghanistan‘ chemische Waffen gegen deren Bürger ein, so die neueste Meldung auf german.irib.ir – Dies fügt sich lückenlos in den restlichen Horror, den die westliche Allianz dort anrichtet.

Die Bevölkerung dieses Landes wird einem gewaltigen Arsenal unterschiedlichster Waffen regelrecht vernichtet. Beispielsweise mit Antipersonenminen, obwohl im Ottawaabkommen 2007 bereits 156 Staaten in einem Abkommen den Gebrauch dieser Waffen geächtet hatten. Die USA und Israel hatten sich damals geweigert, das Abkommen zu ratifizieren, bis auf Finnland und Polen haben jedoch alle Mitgliedsstaaten der EU der Vereinbarung zugestimmt.

Aber unser großer Bruder hat noch mehr auf Lager. In dem zerstörten Land am Hindukusch kommen zudem Atombomben zum Einsatz. Sogenannte Mini- Nukes mit einer Sprengkraft von etwas unter fünf Kilotonnen. Da die Dinger nicht nur explodieren, sondern auch weite Bereiche radioaktiv verseuchen, hatten die USA deren Verwendung schon vor mehr als zehn Jahren verboten. Um mehr Afghanen umbringen zu können, wurde das Verbot im Mai 2008 wieder aufgehoben. Lediglich die Herstellung weiterer Mini- Nukes soll auch weiterhin verboten bleiben. Wer’s nicht glaubt, kommt trotzdem in den Himmel.

Nicht nur in Kuweit, dem Irak, dem Kosovo und jetzt in Libyen – nein auch in Afghanistan wurde tonnenweise abgereichertes Uran verfeuert. Eine der widerlichsten Arten von Kriegsführung überhaupt. DU- Munition wird gerne als panzerbrechende Waffe eingesetzt, da depleted Uranium (DU) eine 1,8 fach höhere Masse hat als Blei. Beim Einschlag zerplatzt die radioaktive Munition in Nanopartikel, die mit dem Wind über ganze Landstriche hinweg verteilt werden und diese für Jahrtausende verseuchen. Überall wo DU eingesetzt wird, stirbt die Zukunft der betroffenen Menschen gemeinsam mit deren missgebildeten Nachfahren.

Aber richtig, jetzt als auch noch Chemiewaffen. Obwohl der Abzug bereits in Sichtweite scheint, werden die Menschen dort nun auch noch mit Gift ermordet. Was Uncle Sam alles in seinem Küchenschrank verbirgt, weiß wohl keine Außenstehender genau. Allerdings hatte der amerikanische Waffenexperte Tom Gervasi noch im Jahre 1989 berichtet: »Das existierende chemische US-Waffenarsenal besteht aus 40 000 Tonnen tödlicher Agenzien, genug um jeden Menschen in der Welt mehr als 5000 Mal zu töten.» Das chemische US-Arsenal verwendet zwei Arten von Nervengas, Tabun (GB) und das noch gefährlichere Nervengas VX,welches bereits ab einem Millionstel Gramm tödlich wirkt. Außerdem im Sortiment – Senfgas. Angeführt wird die amerikanische Gift- Hitliste von einem Toxin aus Schalentieren. Es trägt den Namen Shellfish- Toxin und verursacht Lähmungen.

Legal, Illegal, Scheißegal

Wie der Homepage des auswärtigen Amtes zu entnehmen ist, gibt es seit dem 29. April 1997 ein Chemiewaffenübereinkommen (CWÜ) mit den USA, welches die Entwicklung und Herstellung als auch Besitz, Weitergabe und den Einsatz chemischer Waffen verbietet. Israels Unterschrift unter den Vertrag lässt weiterhin auf sich warten. Genauso wie die von Myanmar, Syrien, Ägypten, Somalia, Nordkorea und Angola. Der Rest der Welt hat unterzeichnet, zuletzt die Bahamas im Mai 2009. Dennoch werden die verbotenen und geächteten Waffen inzwischen wieder eingesetzt.

Weshalb die freundlichen Helfer aus dem Westen, ähnlich der Wehrmacht und Waffen- SS seinerzeit, nichts als verbrannte Erde hinterlassen, wo immer sie auch hinkommen, erklärt sich möglicherweise aus dem bevorstehenden Niedergang der USA als Weltmacht. Schließlich hat die US- Politik gemeinsam mit der Europas jahrhundertelang Großteile der Weltbevölkerung schikaniert, bevormundet, ausgeraubt und versklavt. Sie tut dies bis heute unangefochten. Mit viel Entgegenkommen werden wir daher nicht zu rechnen haben, wenn unser Thron einstürzt. Im Gegenteil, da ist noch eine ziemlich dicke Rechnung offen. Daher versuchen die westlichen Truppen in den besetzten Staaten möglicherweise alles, um mögliche, potentielle Gegner bereits im vorhinein in einem Vernichtungsfeldzug ungeahnten Ausmaßes auszurotten, noch bevor diese genügend Macht erlangt haben, um uns gefährlich werden zu können. Denn Menschen sind vergesslich, aber die Menschheit vergisst nie.

Über denkbonus

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2 Antworten zu Zerrissen, verseucht, vergiftet – Kriegsverbrechen Afghanistan

  1. Klaus Baum schreibt:

    der mann hat nur zwei schuhe gehabt.

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