So entgiftet man Dioxin

Wie lange der Futtermittelhersteller Harles und Jentzsch bereits seinen Giftmüll in unseren Mägen entsorgt, weiß außer den Verantwortlichen niemand. Zuletzt bekannt geworden war das chlorhaltige Gift durch den Fall des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko. Die Bilder seiner ausgeprägten Chlorakne gingen um die Welt. Zuvor schon war Dioxin durch das Sevesounglück zu trauriger Berühmtheit gelangt und noch viel früher als Agent Orange im Vietnamkrieg.

Geruchlos, geschmacklos, fettliebend

Von allen bekannten Giften ist Dioxin eines der langzeitschädlichsten, weil es sich im Fettgewege des Körpers einlagert. Die Rede ist nicht nur von jenem Unterhautfettgewebe, welches als Hüftgold oder Reitehose schönheitsbewussten Menschen den Tag versaut. Der menschliche Körper ist dringend auf Fette angewiesen. Zum einen gibt es für ihn keine effizientere Möglichkeit, Energie zu speichern. Zum anderen wird Fett als Gleitmittel immer dort benötigt, wo Bewegungen von Organen im Körper stattfinden. Also in den Nierenlagern, in denen unsere Nieren, die bei jedem einzelnen Atemzug ein paar Zentimeter hin und wieder zurück gleiten, täglich etwa sechs Kilometer zurücklegen. Zwischen unseren Darmschlingen, da peristaltische wie auch antiperistaltische Bewegungen Reibung verursachen. Sogar an unserem Herzbeutel, wo das sogenannte Herzohr, das Auriculum cordis, als ohrähnliche Fettansammlung dafür sorgt, dass das schlagende Herz nirgends im Brustkorb reibt. Auch unser Gehirn besteht größtenteils aus Fett. Die Neuroglia, auch Schwannscheide genannt, umwickelt wie eine Kabelisolierung aus Fett unsere einzelnen Nervenstränge. Kurzum, durch Gewichtsabnahme oder gar Fasten werden wir das Gift nicht loswerden. Zudem reichert es sich auch in der Muttermilch an.

Mutter Natur hilft

Die Schulmedizin steht diesem Problem hilflos gegenüber. Nicht so die Naturheilkunde, deren therapeutischer Ansatz vor allem auf der Entlastung des Immunsystems durch Ausleitung von Giften fußt. Diese Gifte bleiben nicht einfach irgendwo im Körper hängen und liegen dann dort herum. Vielmehr versucht unser Körper mit allen Mitteln, Gifte unschädlich zu machen. Ein Teil der Gifte wird von Fresszellen aufgenommen und dann beispielsweise in den Darm gebracht, von wo sie dann ausgeschieden werden. Ist das nicht möglich, werden sie in kleinen Zellorganellen, den Lysosomen und Cytosomen, eingelagert. Diese fungieren quasi als zellinterne Mülleimer, die, ganz im Sinne eines Zwischenlagers, den Müll solange aufnehmen sollen, bis die Immunkapazitäten ausreichend für eine Entsorgung sind. Naturheilkundliche Therapien sind daher ganzheitlich darauf ausgerichtet, jene eingelagerten Giftstoffe, die dem Immunsystem die Hände binden, wieder auszuleiten. Erst wird aufgeräumt, dann behandelt.

Wege nach draußen

Der menschliche Körper ist dankbar für jede Möglichkeit, Giftstoffe aus den Zellen heraus in unsere Ausscheidungsorgane zu transportieren. Eine entscheidende Rolle spielen dabei unsere Zellzwischenräume. Keine Zelle unseres Körpers berührt seine Nachbarzellen direkt. Vielmehr sind alle Zellen durch kleine Abstandshalter miteinander verbunden. Durch diese Verbindungen, Zonula adhärens, Zonula occludenz bzw. tight junctions oder auch Nexus genannt, bildet sich der Zellzwischenraum, der Interzellularraum. Durch diese Flure des Körpes werden die Giftstoffe aus dem Körper transportiert. Was noch fehlt sind zwei Dinge. Erstens ein Impuls, eine Handlungsanweisung, die unserem Körper signalisiert, dass die Gelegenheit günstig ist für die Ausleitung der Gifte, damit dieser sich ans Aufräumen macht. Zweitens chemische Unterstützung bei der Entleerung der zellinternen Mülleimer. Beides ist ohne große Probleme zu bewerkstelligen.

Öl Kauen – Der Trick mit den ungesättigten Fettsäuren

Da Dioxin als lipophiles Gift sich im Körper an Fette bindet, kann man es mit Fetten auch wieder aus ihm herauslocken. Dazu benötigt man kaltgepresstes, pflanzliches Öl. Dieses enthält mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die das Gift an sich binden. Zum näheren Verständnis dieses Vorganges kann man sich ein Pärchen vorstellen, das Händchen haltend herumschlendert. Hält sich das Paar an beiden Händen, so haben wir eine ungesunde, gesättigte Fettsäure. Halten sich die beiden hingegen nur an einer Hand, so haben sie jeweils eine weitere Hand frei, um damit im Vorbeigehen schnell noch ein paar Gifte oder andere unerwünschte Substanzen mitzunehmen. Bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren haben beide sogar eine Vielzahl von Händen frei und können entsprechend mehr Dreck abtransportieren. Dies erreicht man auf einfachem Wege, indem man jeden Morgen vor dem Zähneputzen einen Esslöffel kaltgepressten Öles in den Mund nimmt, um mit kauenden Bewegungen die Mundschleimhaut etwa zehn Minuten lang damit zu umspülen. Anschließend wird das Öl, mittlerweile hat es sich weis gefärbt, ausgespuckt. Es muss peinlich darauf geachtet werden, dass nichts von dem Öl versehentlich geschluckt wird, denn es ist hochbelastet mit Giftstoffen aus unserem Körper. Unmittelbar nach dem Ausspucken müssen daher die Zähne geputzt werden. Mit jeder weiteren Anwendung wird der Körper sich mehr an diese neue Entsorgungspforte gewöhnen und im Laufe der Zeit alles, was er an fettlöslichen Giften findet, zur Mundschleimhaut transportieren, um es dort loszuwerden. Diese Entgiftungsmethode kann über Jahre hinweg allmorgendlich praktiziert werden. Unterbricht man sie irgendwann, wird man feststellen, dass die Nase zu laufen beginnt. Der Körper versucht auch weiterhin, die in der Mundschleimhaut abgelagerten Gifte über die nächst gelegene Nachbarschleimhaut zu entsorgen und das ist nun mal die Nasenschleimhaut.

Chlorella, Bärlauch und Koriander

Koriander

Eine sehr effektive Methode besteht darin, so viele Gifte wie möglich auf einmal im Körper freizusetzen und dann in einem Rutsch auszuschwemmen. Dazu benötigt man jedoch Transportbehälter, denn es gilt unter allen Umständen zu vermeiden, dass die Giftstoffe frei im Körper zirkulieren. Also stellt man kleine Mülleimer bereit, in welchen die Gifte verschwinden, kaum dass sie aus den Zellen heraus sind. Hierzu bieten sich bestimmte Algen an, die eben diesen Zweck erfüllen. Zu nennen wären als die bekannstesten unter ihnen Chlorella, Spirulina und Bluegreen. Über den Verlauf von etwa zwei Wochen nimmt man sie täglich mit der Nahrung zu sich und garantiert so, dass sie sie weiträumig im gesamten Körper verteilen. Dann erst geht es an die Freisetzung der Gifte.

Bärlauch

Dies geschieht mittels einer speziellen Kräutermischung, bestehend aus frischem Koriander und frischem Bärlauch, die zu gleichen Teilen zerkleinert, Olivenöl gemischt und geschluckt werden. Anschließend dauert es nicht lange, bis sich Lysosome, Cytosome und was es sonst an Giftspeichern im Körper gibt, sich entleeren und ihren giftigen Inhalt in den Zellzwischenraum abgeben, wo die Algen ihn aufnehmen um sich damit abtransportieren zu lassen. Wer so leichtsinnig sein sollte, die genannte Mischung einzunehmen, ohne sich durch die Einnahme von Algen darauf vorzubereiten, wird mit Kopfschmerzen bestraft, die er nicht so schnell vergisst.

Mariendistel für die Leber

Eine wesentliche Rolle bei Entgiftungsvorgängen im Körper spielt die Leber. Entsprechend hoch sind die Belastungen, denen das Organ dabei ausgesetzt ist. Um die Leber einerseits zu entlasten, andererseits ihre Leistung zu steigern, eignet sich die Mariendistel (Silybum marianum). Die in ihr enthaltenen Wirkstoffe Silimarin und Silibinin binden sich an eben jene Rezeptoren, die sonst durch Giftstoffe geschädigt würden. Dadurch, dass die gefährdeten Rezeptoren durch unschädliche Substanzen besetzt sind, können die Gifte nicht mehr andocken und werden abtransportiert.

Brennessel für die Nieren

Während die Leber Giftstoffe zu wasserlöslichen Verbindungen umbaut, sind es die Nieren, die diese über den Harn aus dem Körper herausschwemmen. Um die Nierentätigkeit anzuregen, empfiehlt sich morgends ein Becher frischaufgebrühter Brennesseltee. Abends sollte man davon Abstand nehmen, da man sonst kurze Schlafphasen riskiert.

Bestes Mittel gegen Krankheit, gesund bleiben

Dioxine gelten als heimtückisch, da sie sich nur schwer bis gar nicht vollständig ausleiten lassen. Am wichtigsten ist es daher, diese, wenn möglich, gar nicht erst aufzunehmen. Wer sich stets die billigsten Eier im Supermarkt aussucht, ist selber schuld, wenn er Dreck frisst. Genauso Fleisch aus unmenschlichen Mastbetrieben. Wenn ein geldgieriger Geschäftemacher schon so gewissenlos ist, dass er Tiere unter KZ-ähnlichen Bedingungen einem gewinnbringenden Tod entgegenquält, dann kann man mit Fug und Recht davon ausgehen, dass ihm das Schicksal seiner Kunden genauso egal ist, wie das seiner Tiere. Wer schon nicht auf Fleisch verzichten kann, der sollte sich beim Bioladen damit versorgen, auch wenn es einen Euro teuer ist. Dass dies in Zeiten, in denen hungrige Menschen vor den städtischen Tafeln Schlange stehen, für deren Mehrzahl einen unerreichbaren Luxus darstellt, kommt den Produzenten sicher ganz gelegen. Ganz im neoliberalen Sinne produzieren die einen den Müll, während die anderen ihn fressen. Ein kleines Trostpflaster hätte ich indess. Die Frühlingszeit ist von allen Jahreszeiten am besten zum Ausleiten von Giften geeignet. Auch unsere Vorfahren wussten dies und verlegten die Fastenzeit daher auf auf das Frühjahr nach dem Aschermittwoch. So gesehen flog der Skandal genau zum rechten Zeitpunkt auf.

Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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4 Antworten zu So entgiftet man Dioxin

  1. werner grossmann schreibt:

    Bei einer Fachtagung der Onkologen und Bakteriologen innerhalb der Akademie der Wissenschaften der ehem. UdSSR, hielt Dr. Med. F.Karach ein Referat, das bei allen eine grosse Beachtung fand .
    Er erklärte einen ungewöhnlich einfachen Heilprozess des menschlichen Körpers mit
    Hilfe von Sonnenblumen oder Distelöl. Mann spricht von „Ölziehen“oder die
    Ölkur nach Dr. Karach . Das Öl entzieht dem Körper nicht nur Gifte und Bakterien,
    sondern kann Zellen, Organe, Gewebe des menschlichen Körpers regenerieren und heilen. Des weiteren bewährte sich die Ölkur bei vielen anderen Erkrankungen .
    Bei der regelmässigen und richtigen Anwendung der Therapie kann ich mir auch
    eine erfolgreiche Dioxin-Entgiftung vorstellen.
    Ich persönlich, habe schon vielen Jahre positive Ergebnisse mit der Ölkur erreicht.

  2. Hey das ist mal eine super Idee auch so das Thema aufzugreifen. Überall wird ja nur skandalisiert und der Schuldige gesucht. Ist doch viel wichtiger sich mal über natürliche Entgiftungswege Gedanken zu machen. Herzlichen Dank!

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