Atomtransporte ins russische Majak gecancelt

Ein Supertoller Newsletter, der mich heute von Susanne Jakoby (Campact) erreicht

was für ein Erfolg für die Anti-Atom-Bewegung! Heute Morgen hat Umweltminister Röttgen den Transport von sechs Castoren mit hochradioaktivem Atommüll aus Ahaus in den russischen Atomkomplex Majak abgesagt – nachdem er ihn in den letzten Wochen vehement verteidigt hatte. Die „schadlose Verwertung“, die das deutsche Atomgesetz vorschreibt, sei in Majak gegenwärtig nicht möglich. Seine Entscheidung sei „zunächst endgültig“. Damit hält er sich ein Hintertürchen offen, einen Transport nach Russland in einigen Jahren noch einmal zu prüfen. Doch erst einmal sind die Transportpläne gescheitert.

Zu diesem großen Erfolg gratulieren wir sowohl den hiesigen als auch den russischen Anti-Atom-Initiativen, die in den letzten Monaten unermüdlich gegen den Transport gekämpft haben! Vor einer Woche klinkten wir uns mit einem Online-Appell in den Protest ein. Innerhalb von sechs Tagen unterschrieben fast 40.000 Menschen unseren Appell an Röttgen.

Die Absage des Transports zeigt, dass Politiker/innen nicht einfach machen können was sie wollen. Entschiedener und kreativer Protest wirkt – Engagement zahlt sich aus! Für uns ist dies ein Ansporn, trotz beschlossener Laufzeitverlängerung gezielt neue Kampagnen gegen den Weiterbetrieb einzelner Atomkraftwerke zu organisieren – als nächstes gegen die Wiederinbetriebnahme des Pannenreaktors Krümmel bei Hamburg.

Sie können uns dabei helfen: Möglich ist unsere kontinuierliche Kampagnenarbeit nur Dank der Unterstützung der fast 4.500 Campact-Förderer/innen. Stellen auch Sie unsere Arbeit auf noch stabilere Beine und unterstützen Sie uns mit einem monatlichen Beitrag!

Doch ein Atomtransport soll dieses Jahr noch rollen – nach Mecklenburg-Vorpommern. Voraussichtlich nächste Woche Donnerstag sollen vier Castoren aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage Cadarache ins Zwischenlager Nord bei Lubmin gebracht werden. Sie enthalten unter anderem Atommüll aus dem früheren Kernforschungszentrum in Karlsruhe. Erneut soll gefährlicher Atommüll hin und her verschoben werden – eine langfristige Lösung für den strahlenden Müll ist noch immer nicht in Sicht.

Am Samstag vor der erwarteten Ankunft des Transports findet in Greifswald eine große, bunte Demonstration gegen den Transport statt. Ein breites Bündnis aus vielen verschiedenen Organisationen und Initiativen ruft zu der Demo auf. Wenn der Transport den Norden erreicht, sind zahlreiche weitere Aktionen geplant. Kommen Sie nach Greifswald!

  • Zeit: Samstag, 11. Dezember, 13.00 bis ca. 15.30 Uhr
  • Ort: ZOB, Bahnhof Greifswald
  • Weitere Informationen: http://www.lubmin-nixda.de

Aus etlichen Städten in ganz Norddeutschland fahren am Samstag Busse nach Greifswald, unter anderem aus Hamburg, Lüneburg, Rostock und Schwerin.

Hier können Sie ein Busticket zur Demo nach Lubmin buchen:

Herzliche Grüße
Susanne Jacoby

Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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