Der große Zauderer – Ein Präsident, der keiner ist

Kommentar

Wurde er mit dem Leben seiner Familie erpresst?

Es ist nicht anzunehmen, dass er sich dieser Tage wohlfühlt in seiner Haut. Barack Obama, der erste schwarze Präsident der USA, musste schwere Stimmverlusste hinnehmen bei der gestrigen Wahl, oder sollte man besser sagen: Abwahl.

Seine Gegner waren gut aufgestelllt und hatten bereits im Vorfeld ganze Arbeit geleistet. Wo immer sie die Gelegenheit witterten, Obama zu diskreditieren, zu verunglimpfen und zu verleumden, nutzten sie diese. Obama der Kommunist, Obama der Islamist, Obama gar kein Amerikaner. Wie schwerer Hagel prasselten die bösartigen und auch ungerechtfertigten Angriffe auf den inzwischen als depressiv geltenden Präsidenten ein.

Der angeschossene PotUS seinerseits schien in dieser Zeit einen Hang zum Masochismus entwickelt zu haben. Anstatt sich zu wehren, ertrug er einen unfairen Tiefschlag nach dem nächsten, ohne sich erkennbar gegen die wirklich gefährlichen Feinde Amerikas zur Wehr zu setzen. Dabei hätte er alle Trümpfe in der Hand gehabt.

Trümpfe, die nie ausgespielt wurden

So hätte er die Verantwortlichen für den gefakten Irakkrieg vor den Richterstuhl bringen können. Die gesamte Nation wusste zu diesem Zeitpunkt, dass die Behauptung, der Irak entwickele nukleare Massenvernichtungswaffen, eine glatte und noch dazu dreiste Lüge war. Der damalige Außenminister und General Colin Powell entschuldigte sich dafür bei der gesamten Nation und bekannte darüber hinaus sogar, dass er sich schäme. Also beste Voraussetzungen, den Verursacher dieses Krieges, Präsident a.D. George W. Bush, wie eine Sau durchs Dorf zu treiben. Dieser war es auch, der, gesteuert durch seine republikanischen Hintermänner, das Monster der freien und unkontrollierten Finanzmärkte auf die Welt losgelassen hatte mit all den verheerenden Folgen für die USA und den Rest der Welt. Warum also tat Obama nicht das einzig Richtige und stellte die verantwortlichen Banker an den öffentlichen Pranger? Warum erging nicht ein einziger Haftbefehl gegen die verantwortlichen Superschurken, die aus purer Gier die gesamten USA in den wirtschaftlichen Abgrund gestoßen hatten?

Weichei oder heimlicher Steigbügelhalter?

Guantanamo und Abu Goreibh, zwei gute Gründe, ebenfalls Ermittlungen gegen die ehemalige Bushregierung anzustellen. Verstöße gegen das Kriegsrecht, gegen das Völkerrecht und gegen die Genfer Konvention- drei weitere gute Gründe, die Verantwortlichen von damals dafür im Café Viereck einzuquartieren und zwar auf Lebenszeit.

9/11, eine Attentat, das keines war. Die Beweise liegen mittlerweile auf der Straße herum. Obama hätte sie nur aufzuheben brauchen um damit die Republikaner ein für alle mal vom Tisch der Geschichte zu fegen. Die Staatsanwälte hätten sich die Finger geleckt nach einer solchen Gelegenheit, sich profilieren zu dürfen. Und die Gefängnisse wären heute nicht überfüllt mit chancenlosen Underdogs, ohne Ausbildung, ohne Krankenversicherung, ohne Zukunftschancen- sie wäre stattdessen bis an den Rand gefüllt mit Republikanern, Bankstern, Teapartygeilen Kuklux Klan- Nazis und, neben einer etwas komfortableren Einzelzelle für George DoubleYou, mit Lügnern, Betrügern und Massenmördern einer Politkaste, die gerade dazu ansetzt, frisch erstarkt erneut das Heft in die Hand zu nehmen um Amerika und der Welt auch noch den letzten Rest zu geben. Obama hat nur zwei Möglichkeiten. Erstens, er vernichtet seine Gegner, indem er sie endlich öffentlich bloßstellt bzw. anklagt und wird dafür nicht von diesen vernichtet während die Welt dem Abgrund entgegentaumelt.

Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
Dieser Beitrag wurde unter Auslaufmodelle, Gefahren im Alltag, Politisches, Verschwörungstherorien, Wütendes abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Der große Zauderer – Ein Präsident, der keiner ist

  1. Platon schreibt:

    Leider kann ich Mercur hier nur beipflichten. Ich konnte die Obamamanie schon seit ihrer Entstehung nicht nachvollziehen, so gern ich auch daran geglaubt hätte. Auch wenn ich die Hoffnung, die nach den langen erschreckenden Bush-Jahren dahinter stand, durchaus gut verstehen kann. Das in sich geschlossene Zweiparteiensystem in den USA ist meiner Meinung nach eh längst zu einer Farce verkommen, insofern es überhaupt jemals etwa anders gewesen ist als eine Farce. Das Wahlsystem in den USA hat es meines Erachtens niemals möglich gemacht, dass überhaupt eine von der Hochfinanz unabängige Person eine wirkliche Chance gehabt hätte, in diese Position zu kommen. Jeder, der in den USA Präsident werden will, braucht die Unterstützung der Sponsoren. Das System der Wahlmänner ist obendrein allein schon zutiefst undemokratisch. Damit wird schon keine wirkliche Unabhängigkeit zugelassen.

    Und, die Geschichte der USA hat auch deutlich gezeigt, dass ein Präsident, der wie z. B. Kennedy wirklich versucht hat, über die Interessen der Hochfinanz hinaus Politik zu machen, nicht sehr lange in Amt und Würden bleibt. Solche Präsidenten gab es durchaus manchmal, aber auf Dauer war ihnen leider nie ein nennenswerter Erfolg beschieden.

    Ich halte viel mehr den Aufbau der Figur Oboma für einen geschickten Schachzug, um die Kritik und Skepsis, die in den Bush-Jahren zu Recht entstanden ist, den Boden zu entziehen. Der erste schwarze Präsident, dazu jung und dynamisch, dazu anders als Bush auch ein Demokrat, das musste wohl erst einmal Hoffnungen weltweit schüren. Dennoch hatte Obama, und das war, wenn man genau hinsah, durchaus zu sehen, ja dieselben Wahlkampfsponsoren wie G.W. Bush auch.

    Leider ist das wirklich nicht mehr als ein Kasperletheater, um die Leute möglichst zu täuschen, zu beruhigen und bei der Stange zu halten. Wenn man die damals vollmundigen Ankündigungen des Barack Obama in Hinsicht auf eine politische Wende in der Politik mit der Realität vergleicht, dann kann man auch gar nicht mehr anders, als ihn völlig zu Recht als eine Marionette zu sehen und das ganze Theater als eine bewusst angelegte Täuschung der Wähler. Ich denke, an den Taten muss man die Akteure messen, und eben nicht an deren Versprechen vor der Wahl.

    Die populisitische Manipulation der Massen, über das Schüren von Hoffnungen, ist reinste Demagogie. Das sollte eigentlich inzwischen jedem klar sein, der wirklich wachsam und aufmerksam ist. Und mit derart demagogischen Manipulationen hat man in den USA ohnehin reichlich Erfahrung. Meine Meinung ist, dass dieses System von innen und aus sich selbst heraus gar nicht mehr veränderbar ist. Es muss vermutlich erst völlig zusammenbrechen und an seiner politischen Inkompetenz und Einseitigkeit zerbrechen.

  2. Thomas M schreibt:

    Das Obama 9/11 nicht aufklaeren will is glaub ich verstaendlich. Was meinst du was da los waehre in der Welt wenn die ganze Wahrheit herauskaeme, wie immer die auch aussieht – ich will gar nicht daran denken.

    Ich kann auch nicht verstehen wie ein Deutscher Philosoph die verrueckten Aussen und Finanzpolitik der Amerikaner als ‚klare Vision‘ beschreiben kann (letzter Paragraph):
    The United States has a president with a clear-headed political vision, even if he is embattled and now meets with mixed feelings.
    http://www.nytimes.com/2010/10/29/opinion/29Habermas.html?_r=2&pagewanted=all

    Anscheinend hilft es wenn man im Obama newsletter steht was aus diesem Artikel hervorgeht:
    http://tldr.posterous.com/a-rare-interview-with-jurgen-habermas-ftcom

    Hat mich grad so aufgeregt – muss ich mir morgen noch mal genauer durchlesen wie Herr Habermas da auf solche Schlussfolgerungen kommt.

  3. Mercur schreibt:

    Äh, was ? Weshalb Obama nix unternommen hat ?
    Na weil eine Marionette nur das unternimmt, was der Puppenspieler will.
    Obama hat genau das getan, was er tun sollte.
    Was immer er von sich gegeben hat war vom Teleprompter abgelesen,
    auch der Besuch im Kindergarten.
    Also was erwartet Ihr?

    Bitte mal aufwachen und sich von den Knien erheben,
    dann könnt Ihr das Kasperletheater durchschauen.
    Seht hinter den Vorhang und dann nochmal hinter den Vorhang,
    dann wird langsam ungefähr klar, was hier warum gespielt wird.

  4. Pingback: Kongresswahlen in den USA: Obama steht vor herber Niederlage - Seite 3 - Augsburger Allgemeine Community

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s