Der Abgeordnete Hotzenplotz

Was zum Teufel ist da eigentlich los? Reihenweise lassen sich unsere Volksvertreter einsacken. Von Konzernen, Banken, Versicherungen und nicht zu vergessen, den USA.

Gut, letzteren Punkt kann ich nachvollziehen. Wie die Geschichte zeigt, schmälert es die Lebenserwartung erheblich, Uncle Sam und seinen Economic Hitmen die Stirn zu bieten. Was aber ist mit dem Rest? An dieser Stelle kann ich wirklich nur noch spekulieren. Warum auch nicht, die Ackermänner spekulieren auf unredliche Gewinne, Abgeordnete spekulieren auf Posten und ich spekuliere jetzt mal auf eine mögliche Erklärung für die auffallend allgemeinschädlichen Verrenkungen unserer Volksvertreter, wann immer es um den Vorteil und die Gewinne der Geld- und Machteliten geht. Beispielsweise Phillip Rösler, der, als perfekter Schwiegersohn getarnt, unser Gesundheitsystem in nur wenigen Monaten an die Wand gefahren hat.

War unser Fips einfach nur naiv, wie jeder Anfänger? Oder steckt mehr dahinter? Und dann der plötzliche Gesinnungswandel im Kanzleramt zugunsten der Stromkonzerne. Obwohl der Ausstieg beschlossene Sache – und bereits in feste Sätze gegossen war, plötzlich die üblichen 180°. Ab sofort dürfen die Schrottmeiler, weitgehend ungewartet und ungesichert, weiterlaufen bis zum Sanktnimmerleinstag. Man hätte denen doch auch eine Gelddruckmaschine in den Keller stellen können. Das wäre ungefährlicher für die Allgemeinheit, und die Pfeffersäcke würden genauso reich dabei. Aber wiegesagt, heute morgen will ich auch mal ein bisschen spekulieren, mutmaßen, wittern. Das ist ja das schöne an einem Tagebuch, man darf ‚fast‘ alles hineinschreiben. Und heute ist mir irgendwie nach einer neuen Verschwörungstherie.

Liebes Tagebuch, heute will ich Dir, ganz unter uns, einen ungeheuerlichen Verdacht anvertrauen. Unsere Politiker sind gar nicht gekauft, naja ein bischen vielleicht schon, aber in Wirklichkeit hängt der Hammer ganz woanders. Die haben nämlich alle Dreck am Stecken, eine oder mehrere Leichen im Keller und sind damit erpressbar. Die haben sich alle schon höchst illegale, verwerfliche, um nicht zu sagen grausame Sauereien zuschulde kommen lassen. Da hat einer mal ein junges Mädchen totgefahren und dann einfach Gas gegeben, Fahrerflucht begangen. Ein anderer hat die Steuerbehörden so verarscht, dass er dafür in den Knast müsste, wenn es rauskäme. Dann war da noch die Sache mit den gefälschten Stimmzetteln und nicht zuletzt die 2,5 Tonnen Koks aus Lateinamerika, die hier zusammen mit Heroin und XTC unters Volk gemischt worden sind. Das alles würde zusammen genommen für mehrere Jahrhunderte München Stadelheim reichen.

Nun sind Konzerne wie Strom- und Pharmariesen ja nicht blöd. Die haben ausgezeichnete Schnüffler, die jede Leiche in jedem Keller finden und ausgraben. Dabei fällt mir spontan ein, dass die Sache mit den Daten-CDs und den Namen der Steuersünder in dem Moment vom Tisch war, als die Eidgenossen damit gedroht haben, die Bankdaten von Politikern zu veröffentlichen. Ein kleiner Warnschuss in Richtung Guido, der seine früheren Nebeneinkünfte ebenfalls in der Schweiz geparkt hat, und schon war Ruhe. Aber das war nur ein klitzekleiner Fisch. Ein Stichling, nicht mehr. Anders sieht es im gesamten Kabinet aus. Wie anders wäre es sonst noch zu erklären, dass jeder, aber auch wirklich jeder Quatsch durchgewunken wird, wenn er nur die Geldeliten füttert. Aber zurück zu meinem Anfangsverdacht.

Die Konzerne haben also ausgezeichnete Ermittlungsabteilungen, gegen die unsere Polizei wie ein Klassenausflug aus den zwanziger Jahren wirkt. Bestens ausgebildete Agenten, die noch dazu bestens ausgerüstet sind. Mit Geld, Material und Gehirn. Nicht wie unser Wachtmeister Dimpelmoser, der bis heute vergeblich hinter dem Räuber Hotzenplotz herjagt. Nun gut, der hat ja den Kasperl und den Seppl zur Hilfe, die Agenten der Großbosse hingegen sind nicht auf deren Hilfe angewiesen. Sie graben und sie finden. Und damit haben sie unsere Volksvertreter dann fest in der Hand und das Volk im Würgegriff. Wiegesagt, alles nur Spekulation, und ich habe meinen Spaß dabei gehabt.

Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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3 Antworten zu Der Abgeordnete Hotzenplotz

  1. Dreykant schreibt:

    Nun, wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Wenn der Mensch stets denen folgt, die am besten bezahlen, dann könnten wir doch mal gemeinsam, also bundesweit, unsere Abgeordneten bestechen. Mal schnell hochgerechnet:

    Jeder mündige Bürger „spendet“ 10 Eu für Abgeordnetenbestechung. Das wären bei etwa 40 000 000 Bürgern runde 400 Millionen, also genug Geld, um einen ernsthaften Zugewinn für alle Bundesbürger herauszuschlagen😉

  2. Helge Mannteufel schreibt:

    Diese Vermutung habe ich schon sehr lange und auch immer wieder in meinem Umfeld geäußert. Keiner von uns wollte, daß alles aus unserem Leben der Öffentlichkeit preisgegeben wird. Es gibt bei jedem Dreckecken, die gar nicht schlimm und schon gar nicht gemeinschaftsschädlich sein müssen. Es reicht schon wenn es zum Lächerlich – oder Verächtlichmachen reicht. Und fort ist man vom Fenster.

    Mit den materiellen Ressourcen sind unsere Gegner in der Lage , ein Bild einer unliebsamen Person in der Öffentlichkeit entstehen zu lassen, daß die sich gerne für immer verstecken würde. Aus Angst vor unser aller Gegner verbünden sich unsere Politiker mit denselben gegen das Volk und werden somit zu einer echten Bedrohung für die Meisten von uns.

    Aufkündigung der paritätischen Sozialversicherung zu Lasten des Arbeitnehmers ist faktisch Lohnkürzung!
    Umlenkung von umlagefinanzierten Rentenbeiträgen heißt anfüttern der Finanzindustrie. Wer so naiv ist und glaubt, daß er damit für das Alter etwas anspart, hat
    a, vom modernen Finanzsystem auch nach der Krise nichts begriffen
    b, nicht kapiert, daß es buchstäblich kein dauerhaftes Wertaufbewahrungsmittel gibt
    c, soll man Eltern und Großeltern fragen, was aus den Versprechungen der Berater
    bei langfristigen Verträgen übrig blieb.

    Riester kassiert Riesterrente ohne je geriestert zu haben, denn was man ihm für das Vortragen von ein und demselben Vortrag, den ihm die Finanzindustrie , vielleicht sogar Carsten Maschmayer geschrieben hat, ist ein so gutes Zubrot, für das eine alte Frau lange stricken muß. Pro Vortrag 7000 €, was zeigt, daß man Geld machen kann mit der Finanzindustrie ohne etwas von Geld zu verstehen. Alle Zerstörer werden vom Steuerzahler gut honoriert, aber halt noch besser, von den Feinden des Volkes.

  3. diemarieonline schreibt:

    Ich schließe mich dieser schlüssigen Spekulation an.
    Sehr amüsant zu lesen.
    Lg Marie

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