Aus dem Staub

Jetzt ist es also amtlich, wenn auch noch nicht offiziell. Deutschland ist am Ende. Unser Land taugt nur noch dazu, ausgeschlachtet zu werden wie ein altes Auto. Und die Verantwortlich fliehen wie Ratten, die ein sinkendes Schiff verlassen.

Die Créme empfiehlt sich

Roland Koch

Ihm ist es egal, was ich hier über ihn schreibe. Überhaupt hat den hessischen Hardliner nie die öffentliche Meinung interessiert. Aber nachdem deutlich wurde, was schwarz/gelb in diesem Land angerichtet hat, möchte er nicht für das verantwortlich gemacht werden, was in den nächsten drei bis fünf Jahren auf diese Nation zukommt. Mit der Begründung, er sähe keine Chancen auf weiteren Machtzuwachs in Berlin, eilt er leichtfüßig von dannen. Und das ist seine Bilanz, die er uns nach elfjähriger Regierungszeit hinterlässt:

Im Jahr 2000 geriert er sich als „Brutalstmöglicher Aufklärer“ in einer Finanzaffäre der hessischen CDU, die die Republik erschüttert. Kurz danach sieht man ihn mit einer langen Pinocchionase auf den Titelseiten des Blätterwaldes. Besonders unappetitlich daran, die auf Schweizer Konten versteckten Gelder werden von ihm als die Vermächtnisse jüdischer Erblasser deklariert.

Im Landtagswahlkampf 2008 startet er eine Hetzkampagne gegen kriminelle ausländische Mitbürger. Damit verspielte seine 2003 erzielte absolute Mehrheit auf einen Schlag und bleibt dennoch im Amt, weil Ypsilanti lieber ihn weiteregieren lässt, als sich mit der Linken ins Benehmen zu setzen.

Im Jahr 2009 verspielt er Opels Zukunftschancen, als er versucht, den maroden Autobauer an Magna zu verkaufen. Die verfrühte Festlegung auf nur einen Investor erweist sich als Rohrkrepierer. Die irrlichternde Mutterfirma General Motors cancelt den Deal kurz vor zwölf und Opel bleibt angeschlagen und ohne weitere Perspektive auf der Strecke zurück.

Juni 2010. Der hessische Kulturpreis geht in diesem Jahr an den iranischen Schriftsteller Navid Kermani. Kurz darauf erkennt Roland Koch als Vorsitzender des Preiskuratoriums dem Iraner seinen Preis wieder ab. Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann und Ex-Kirchenpräsident Peter Steinacker hatten Anstoß genommen an einem Text des Autors.

Noch im selben Jahr betrieb Koch im ZDF- Verwaltungsrat die Ablösung des unbestechlichen und integeren Chefredakteurs Nikolaus Brenders.

Ebenso wie die Ablösung des, ebenfalls als unbestechlich geltenden Peter Sawicki. Als Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) hatte Peter Sawicki über viele Jahre hinweg verhindert, das unwirksame, schädliche oder überteuerte Medikamente von den Krankenkassen erstattet werden müssen. Koch betrieb im Namen der Pharmalobby seine Ablösung. Dadurch wird der Gang zur Apotheke für uns alle wieder deutlich gefährlicher.

Dienstag, 18 Mai 2010. Seine letzte offizielle Sauerei gegen dieses Land begeht Koch, als er gemeinsam mit den Präsidenten der hessischen Hochschulen in Wiesbaden den Hochschulpakt unterzeichnete. Dieser sieht Einsparungen von jährlich 30 Millionen EURO an hessichen Universitäten vor. Koch hinterlässt nicht nur eine Trümmerlandschaft. Er hat uns zudem sämtlicher Werkzeuge beraubt, die wir bräuchten, um den Schaden zu beheben.

weiß nicht mehr von welchem Blog die Collage stammt, bitte melden

Horst Köhler

Zu Beginn seiner Amtszeit plädierte er noch für geringere Sozialabgaben und verlangte „Vorfahrt fürArbeit“. Er gab sich als Mann des Volkes und ließ sich gerne mit royalem Pomp von einer Veranstaltung zur nächsten tragen. Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, er sei in Wahrheit ein jähzorniger Despot. Oder, um es mit den Worten Joachim Jahnkes zu sagen: „Er war und ist ein Mensch ohne große Ideen oder Kreativität. Die Ideen erwartete er immer von seinen Mitarbeitern. Die schrie er dann an, wenn sie ihm nicht genug Ideen lieferten.“

Allerdings versteht er etwas von Geld. Und so erfolgt sein Rücktritt auch unmittelbar, nachdem er ungeprüft in einer Nacht und Nebelaktion am 21. Mai das Gesetz zu einem 148 Milliarden teuren Rettungspaket für den EURO unterzeichnete. Denn er weiß, dass dies nicht reichen wird. Der EURO wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in einen ERROR verwandeln. Seine Begründung für den Rücktritt, den er mit der Beschädigung seines Amtes durch die Kritik an seiner Person rechtfertigt, ist eine tagespolitische Farce. Nein, er macht kein angeschlagenes Amt frei, Köhler macht sich aus dem Staub und lässt uns alle im Stich, während unser angeschlagenes Schiff auf einen Wasserfall zutreibt.


Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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