Polizisten mit Knalltrauma

DAS WAR KEIN SPAß

Die Explosion hatte es wirklich in sich. Bei der letzten Berlindemo am 12. Juni 2010 detonierte ein Sprengsatz. Zwei Polizeibeamte wurden schwer verletzt.

Dieses Bild wurde aus sicherer Entfernung aufgenommen. Es gibt jedoch ein weiteres Video, dessen Filmer durch die, nur ein bis zwei Meter entfernte Explosion in größte Gefahr geraten ist.

Das die Person, die dieses Video gedreht hat, noch am Leben ist, verdankt sie einem Kotflügel.

Hintergrund:

In den Blogs stößt man immer wieder auf Berichte, denen zufolge es sich bei den Explosionen auf dieser Demo nur um harmlose Knaller gehandelt haben soll. Angesichts der martialischen Schutzbekleidung der Polizei werden Zweifel laut, ob die beiden Beamten wirklich schwer verletzt worden sind, oder ob es sich hier vielmehr um antilinke Propaganda handelt. Daher bin ich der Sache selbst nachgegangen und dabei auf eine Reihe interessanter Fakten gestoßen.

Sprenggeschoss

Zunächst einmal zum Sprengkörper selbst. Dieser wurde nicht geworfen, sondern auf die Polizeibeamten abgeschossen. Dies beweist dieses  Youtube Video, auf dem zu sehen ist, wie ein kleiner Lichtblitz über den Köpfen der Demonstranten aufleuchtet. Ähnlich dem Mündungsfeuer einer Pistole. Zeitgleich ist ein kleiner Knall zu hören. Das Einzelpic mit dem Lichtblitz habe ich für Euch ‚rausgeschnitten, so dass der Mündungsblitz deutlich zu sehen ist.

Der Ablauf

Der abgefeuerte Sprengsatz fliegt über die Köpfe einer Polizeireihe hinweg und landet mit einem deutlichen Feuerschein direkt hinter den Beamten vor dem Kotflügel eines Autos. Dieser Kotflügel ist es, der dem/der FilmerIn das Leben rettet, denn die Explosion die jetzt folgt, ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Hier von einem Sylvesterböller zu sprechen ist eine klare Untertreibung. Dies wird deutlich aus einer weiteren Aufnahme, die aus größerer Entfernung und aus einer anderen Perspektive gedreht wurde. Hier ist deutlich zu sehen, wie die Stichflamme mit gewaltiger Kraft viele Meter in die Höhe schießt.

Gut geschützte Polizisten

Nun mag man zu Recht anmerken, dass die Polizisten durch Schutzkleidung vor den Auswirkungen der Explosion bewahrt worden seien. Allerdings berichtet die Berliner Morgenpost von zentimetergroßen Fleischwunden an den Beinen der beiden Beamten, die „vom Stiefelschaft bis in die Leistengegend reichten“, so die Gewerkschaft der Polizei (GDP). Das beweist zwar nicht den Wahrheitsgehalt dieser Aussage, klingt jedoch plausibel, da lediglich Arme und Beine der Polizisten ungeschützt sind.

Die verletzbaren Beinareale befinden sich am oberen Beginn des Stiefelschaft und reichen bis zum unteren Rand der Schutzweste in Hüfthöhe. Die Hände sind geschützt durch stichsichere Handschuhe. Der Rest der Arme liegt ebenfalls frei und ist somit verletzbar. Der Sprengsatz landete kurz hinter den betroffenen Beamten auf dem Boden. Dies stärkt die Vermutung, dass die Angaben über die Verletzungen der Wahrheit entsprechen.

Fazit:

Diese Tat beweist einmal mehr: „Wo alle das Gleiche denken, da denkt zumeist keiner viel.“

  • Der Sprengsatz hätte um haaresbreite einen friedlichen Demonstranten das Leben gekostet.
  • Die Polizei hat, wie zu RAF-Zeiten, nun wieder ein unwiderlegbares Argument, um den Staatsschutz gegen zivilen Ungehorsam in Stellung zu bringen.
  • Das Demonstrationsrecht lässt sich auf diesem Weg am wirksamsten aushöhlen.

Wer auch immer diesen Knaller ins Rennen geschickt hat, hat sich und seiner Sache damit einen echten Bärendienst erwiesen.


Über denkbonus

Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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