Warum ich den Guido nicht mag

Breitseite

Bringt mich dieses Vorhaben doch in arge Bedrängnis. Einerseits hat laut Art. 5 GG jeder das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten, andererseits findet dieses Recht seine Schranken in den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der persönlichen Ehre. Daher weise ich an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass ich hier nur meine ganz persönliche Meinung und keine Tatsachenbehauptungen äußere.

Ja der Guido, seltsam, schon immer saß er mir geradzu ideosynkratisch quer. Schon lange vor seiner derzeitigen Amtszeit konnte ich den Mann nicht leiden und ich bin mir sicher, dass wir uns auch nicht gemocht hätten, wenn wir damals dieselbe Schulklasse geteilt hätten. Wahrscheinlich wäre er es gewesen, der mich wegen fehlender Hausaufgaben bei der Lehrerin verpetzt hätte, um sich lieb Kind zu machen. Denn das ist das, was er wirklich kann. Sich bei den richtigen Personen, den Entscheidungsträgern, in Stellung zu bringen, um selbst schneller voran zu kommen. Waren es früher die Lehrer, so sind es heute die großen Lobbies, auf die er hinzielt. So ist aus ihm denn auch nichts anderes geworden, als eine substanzlose Polithure, die sich stets dem anbiedert, der ihm Machtzuwachs verspricht. Dieses Prinzip zieht sich wie ein roter Faden durch seine gesamte politische Karriere.

Er ist der Cheflobbiist der Finanzeliten, gekauft, gesponsort, gepudert. Mit aalglatter Penetranz bohrt er sich hinein in die öffentliche Wahrnehmung einer durch schreiende Ungerechtigkeit traumatisierten Gesellschaft. Verkündet großsporig sein ungeheuerlich einseitiges Sparpaket während er erbarmungslos jene opfert, die ihm keinen persönlichen Nutzen bringen, die ihm nicht zur Macht gereichen. Wer Honig will, muss den Bienen folgen, das hat er begriffen. So drischt er denn auch medienwirksam auf jene ein, die sich am wenigsten dagegen wehren können und treibt sie immer tiefer ín die Arme einer skrupellosen Wirtschaftselite, die zum Erhalt ihres Machtstatus‘ mehr Leibeigenschaft proklamiert. Dabei beweißt er selbst noch weniger Mitgefühl oder Gerechtigkeitssinn als ein Bolzenschussgerät. Das macht wenigstens seine Arbeit. Er hingegen nicht. Sein Job wäre es nämlich, dieses Land aus der schlimmsten Krise heraus zu führen, die es seit dem Ende des dritten Reiches erlebt hat. Anstatt jenen zu hofieren, die diesem Land das blanke Leben auspressen, sollte er diesem ausgebeuteten, geschunden, belogenen, betrogenen und im Stich gelassenen Volk wieder Mut und Hoffnung geben. Hoffnung auf ein Deutschland, in dem Anstand mehr ist, als nur ein Zeichen infantiler Naivität. Mut um uns einer Zukunft zu stellen, auf die keiner von uns so wirklich Lust hat, die uns ängstigt und lähmt.

Etwas ordentliches gelernt hat der Mann ja, nämlich Rechtswissenschaften. Dann jedoch war ihm die Parteikarriere schnell wichtiger, als ein Beruf. Denn Politiker ist kein Beruf, es ist ein Amt. Ach ja, der Guido.

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Politischer und religiöser Freidenker | Grobstofflich | Wer sein Bewußtsein erweitern will, muss zuerst welches besitzen
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Eine Antwort zu Warum ich den Guido nicht mag

  1. Josch schreibt:

    Das Du den Guido nich leiden kannst, merkt man ja deutlich. Fragt sich nur warum. Bist Du hier etwa einem frühkindlichen Trauma aufgesessen, stören Dich seine Neigungen? Zumindest hättest Du Deine Aversion besser begründen können, hol das bitte nach .)

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