Es riecht nach Krieg

Quelle: Wikipedia.org

Die Frage lautet nicht, ob er kommt, sondern wie er enden wird. Seit zu Guttenberg durch de Maizière ersetzt wurde, wird auch bei uns in Deutschland Klartext geredet. Vorrangig steht bei unseren Soldaten fortan das Krieg führen auf dem Plan. Humanitäre Hilfen wie das Graben von Brunnen haben künftig zurückzustehen.

Ballern statt Bauen

so lautet ab sofort die Devise auch für unsere neue Berufs- und Angriffsarmee. Sie soll, modernst bewaffnet, künftig helfen, gemeinsam mit ihren NATO- Verbündeten rohstoffreiche Staaten zu kolonialisieren damit unsere Konzerne diese ausbeuten können. Raubmord wird somit auch bei uns wieder salonfähig. Damit der Nachschub an Kanonenfutter nicht abreißt, gehen Jugendoffiziere an unsere Schulen und erzählen frustrierten Kindern und Jugendlichen ohne Zukunftschancen etwas von Abenteuer, echter Kameradschaft und der wirtschaftlichen Notwendigkeit von Auslandseinsätzen.

Während die USA den geostrategischen Kurs vorgeben, folgen die europäischen Verbündeten nebst Israel dem großen Bruder in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern. Das nächste Angriffsziel nach dem Kosowo, Afghanistan, dem Irak und Libyen wird Syrien sein. Ebenfalls im Gespräch, der Jemen, Jordanien und der Libanon, der Iran und Pakistan. Mit der Eroberung dieses Ländergürtels stände der Weg offen für die vollständige Okkupierung des zentralasiatischen Kontinents. Einer der Schlüssel zur Kontrolle der Region ist die Kurdenfrage, die, künstlich von außen geschürt, den Norden Irans und den Osten der Türkei bereits heute destabilisiert. Den afrikanischen Kontinent betreffend richtet sich das Interesse zudem auf Somalia und den Sudan.

Halbmond im Fadenkreuz

Bisher war es vor allem die Türkei, die Frieden und Stabilität in der gefährdeten Region bewahrt hatte und bei allen Nationen des nahen und mittleren Osten höchstes Ansehen genießt. Sie hat das Kunststück vollbracht, sich wirtschaftlich zu konsolidieren und mit allen Nachbarn dauerhafte Friedensverträge zu schließen. Zudem hat sie es als einziges nahöstliches Land geschafft, Mitglied der NATO- Staaten zu werden. Israel verzichtet bislang noch auf dieses Privileg, um frei für Alleingänge zu sein. Während in Israel Großmachtspläne geschmiedet werden, kommt von dort nun die Forderung, die Türkei in die Liste der Terrorismus unterstützenden Staaten aufzunehmen. Hintergrund war die fehlende Entschuldigung Israels für die Ermordung neun türkischer Gaza- Aktivisten auf der Mavi Marmara. Die Türkei schmiss daraufhin den israelischen Botschafter raus und Israel reagierte beleidigt. Was wie ein Kindergartenstreit anmutet, birgt in Wirklichkeit gefährlichen Sprengstoff für die Region. Es wäre möglich, dass Israel nicht nur den Iran, sondern auch gerne die Türkei angreifen würde, die bereits im vergangenen Jahr einem ersten Angriffsplan auf den Iran im Wege stand.

Die Unsicherheitsfaktoren in diesem Spiel sind Russland und China. Sie werden von den USA schon seit Jahren systematisch eingekreist. Inzwischen hat Russland damit begonnen, sich einen eigenen Raketenschirm zurecht zu frickeln, befindet sich jedoch gegenüber dem Westen hoffnungslos im Rückstand. Bereits 2009 veranstalteten Russland und China ein gemeinsames Militärmanöver. Zudem rüsten beide Staaten wieder verstärkt auf. Sollte jemals der Plan bestanden haben, Japan in eine militärische östliche Allianz einzubinden, so wäre dies mittlerweile hinfällig. Japan hat derzeit andere Sorgen.

NATO contra Russland

Bereits 2007 verkündete Generalmajor Alexander Wladimirow, Vizepräsident des russischen Militärexperten-Kollegiums, dass ein Krieg zwischen den USA und Russland bereits in den kommenden 10 bis 15 Jahren durchaus möglich ist. Die Begründung lieferte er gleich mit: „Die Beseitigung des mächtigsten geopolitischen Gegners vom Antlitz der Erde, der über die Möglichkeit verfügt, die USA innerhalb von 30 Minuten auszulöschen.“ Zudem wolle sich die NATO die Bodenschätze Sibiriens und des Fernen Ostens aneignen und die Welt angesichts ihrer militärischen Stärke in Furcht und Schrecken versetzen. Unter diesem Eindruck könne sogar der Einsatz von NATO- Truppen in Russland als auch die Abtrennung der Region Kaliningrad, Teilen des Nordkaukasus und der Kaspi-Region Realität werden.

Generaloberst Leonid Iwaschow, Präsident der russischen Akademie für Geopolitik, ist überzeugt davon, dass die USA „die Situation und ihr Militärpotenzial für den Krieg mit Russland vorbereiten“. Auch er sieht hierfür altbekannte Zielsetzungen. Die USA wollten sich ihren „Jahrhunderte alten Traum von der Weltherrschaft und der Beseitigung Russlands als Haupthindernis für die Erlangung der vollständigen Kontrolle über Eurasien“ erfüllen. Auch seiner Ansicht nach geht es in erster Linie um die Eroberung von Rohstoffresourcen.

NATO contra China

Wie US- Verteidigungsminister Robert Gates auf einer Sicherheitskonferenz (Shangri-La-Dialog) des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) in Signapur am 04. Juni dieses Jahres bekannt gab, schließen die USA Militärkonflikte im Südchinesischen Meer aufgrund konkurrierender Hoheitsanprüche künftig nicht mehr aus. „Ich fürchte,“ so Gates „ dass es ohne fixe Regeln zu Konfrontationen kommt“. Seit dem Abzug der VII. US- Flotte aus dem philipinischen Subic Bay betrachtet China das Südchinesische Meer als Territorialgewässer. Zudem beansprucht das Reich der Mitte selbst tausende Kilometer vom Festland entfernt gelegene Inselgruppen wie Nansha (Spratly Islands). China, Vietnam und Taiwan erheben zudem einen Hoheitsanspruch auf Xisha (Paracel) und Nansha. Die Philipinen, Brunei und Malaysia widerum fordern Teile der Nansha- Inselgruppe und Indonesiens Insel Natuna befindet sich im Bereich der 200 Meilen- Wirtschaftssonderzone Chinas. Dort liegt zugleich eines der größten Erdgasvorkommen weltweit. Seit Jahren schon beschleunigt China die Aufrüstung seiner Streitkräfte, wohl wissend, dass das Konfliktpotential um die Nutzungsrechte maritimer Bodenschätze dieser Regionen in Anbetracht der wirtschaftlichen Aspekte gewaltig ist.

Assassin’s Mace Weapons

Sha sho shian, so lautet die chinesische Bezeichnung für Waffen, die geeignet sind, einen ansonsten überlegenen Gegner dennoch tödlich zu treffen. Laut Michael Pillsbury, Spezialist für chinesisches Wehrwesen und externer Mitarbeiter des US- Verteidigungsministeriums, richtet sich das Konzept dieser chinesischen Geheimwaffen in erster Linie auf Verwundbarkeiten des amerikanischen Militärs. Um was für Waffen es sich handelt und wie sie funktionieren, ist unbekannt, da sie erst im Augenblick der Entscheidung auf dem Schlachtfeld hervorgeholt werden, ansonsten jedoch unsichtbar bleiben.

Wie die chinesische Militärzeitschrift Junshi Wenzhai berichtete, verfügt China bereits über mehrere dieser Waffen, die im koordinierten Einsatz amerikanische Flugzeugträger, von Kampfkraft wie auch Symbolik her Kern der amerikanischen Militärpräsenz vor Chinas Küste, “in Flammen aufgehen lassen“ können. Eine Behauptung, die das Pentagon durchaus sehr ernst nimmt. Westliche Militärexperten schätzen das jährliche Militärbudget Chinas auf über 60 Milliarden US- Dollar ein. Es dient nicht nur der eigenen Waffenentwicklung, sondern auch dem Kauf hochmoderner High Tech Waffensysteme aus Russland.

Verglichen mit den mehr als eine Billion (engl. Trillion) US- Dollar für den amerikanischen Wehretat mag das wenig erscheinen. Dennoch sind die USA gut damit beraten, im Südchinesischen Meer und dem Westpazifik Zurückhaltung zu üben. Sie haben das Entwicklungstempo chinesischer Waffentechnologie deutlich unterschätzt. Bereits jetzt verfügt China über Stealth- Technologie im Bereich von Flugzeugen und Marschflugkörpern und besitzt Nuklearsprengköpfe.

Im November 2010 unternahm Barack Obama gemeinsam mit Hillary Clinton eine ausgedehnte Asienreise, um neue Allianzen gegen China zu schmieden. Clinton gab dabei unverblümt zur Auskunft, dass die USA beabsichtigten, “China künftig stark unter Druck zu setzen.” Um die chinesischen See- Nachschubwege unter Kontrolle zu bringen, erhält Amerika Zugang zu vietnamesischen Häfen und erweitert seinen Zugriff auf nordaustralische Militärbasen.

Sun Tsu - Quelle Wikipedia.org

Auffallend: Unmittelbar nach der Asienrundreise des amerikanischen Dream Teams feuerte Nordkorea Granaten über die Südkoreanische Grenze. China fühlt sich zu Recht bedroht und eingeengt. Entsprechend schnell vergrößert es seine militärischen Kapazitäten. Zugleich halten sie die Füße still und warten darauf, dass der Traum des „Neuen Amerikanischen Jahrhunderts“ ganz von selbst in sich zusammenbricht. Angesichts der katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Situation in den USA ist das sicher nicht die schlechteste Vorgehensweise. Laut Sūnzǐ (Sun Tsu), dem Verfasser der bekannten historischen Abhandlung „Die Kunst des Krieges“, besteht die größte Leistung ohnehin darin, den Widerstand des Feindes ohne einen Kampf zu brechen. Die NATO sollte in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass Sūnzǐ Chinese war.

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7 Antworten zu Es riecht nach Krieg

  1. Dr. Azmi Guran. Prof.Eng. (U of P) schreibt:

    Diese weltweite Aufrüstung ist nicht umsonst. Die Waffen werden zum Gebrauch produziert. Wenn der dritte Weltkrieg kommt, wird es sehr wahrscheinlich zum hundersten Jahr in 2014 stattfinden und, wie gewöhnlich, in mitten Europas seinen Anfang haben.

  2. Helmut Borgartz schreibt:

    Aber alle Nasen sind wohl verstopft!!

  3. Der 4. Weg schreibt:

    Wenn man genau hinsieht ist der dritte Weltkrieg unvermeidlich. Strategisch wurde alles vorbereitet. Wenigstens für die Schattenmacht. Die USA sind da nur dumme Revolverhände die danach abgeschminkt werden. Es sind allerdings noch viele Unbekannte im Spiel.

  4. Gradient schreibt:

    Friedrich der 2. hat mal gesagt, “zum Kriegführen baraucht man 3 Dinge, Geld, Geld und Geld.
    Finanzieren können die Amis ihre Militärmaschine nur mit ihren gedruckten und den Völkern aufgezwungenen Dollars (Petrodollars, Narcodollars). Wenn das Finanzsystem der Alliierten demnächst zusammenbricht, dann wird es nicht mal mehr dafür reichen, die US-Soldaten zurückzuholen, dann zerfällt die Alliierte Kreigsmaschine wie ein Vampir in der Sonne.
    Entweder die fangen jetzt auf dem Höhepunkt ihrer militärischen Macht endlich einen großen Krieg an, oder sie sind weg vom Fenster.
    Gruß
    Gradient.

  5. mundderwahrheit schreibt:

    Ich habe nicht lange her ein Artikel übersetz : Usa geben 47,..% ihre Budget für Waffen/Militär, während in US-Krankerhäuser Medikamente fehlen… Gaza Zustände. 46 Millione Amerikaner brauchen Lebensmittelkarten zu überleben. 16 Millionen Kinder sind unterernährt bei eine Bevölkerung von 300 Millionen Menschen.
    China gibt 6,7 % oder 6,4% von sein Budget für Waffen/Militär.
    Wenn die Zahlen stimmen, dann die USA sind dabei sich selbst zu zerstören.
    Ich habe viele von diese Artikel übersetzt, aber ich zitiere aus dem Gedächnis…gibt noch schlimmere Informationen aus der “american way of life” der american dream ist ausgeträumt.
    mundderwahrheit

  6. christel schreibt:

    Hallo,
    der Artikel entspricht ganz meiner Meinung.
    Ich habe vor einigen Jahren einmal nachgeforscht, wo überall NATO-Truppen stehen! – Es war ein erschreckendes Bild und zeigte eigentlich auf, welches die Pläne der westlichen Welt sind! An jedem Land habe ich Fähnchen angebracht. Es wurde mir schlagartig klar, was gespielt wurde.

    Nehmen wir den Iran. Er wurde schon vor Jahren ringsum eingekreist. Nehmen wir Afghanistan, Pakistan, die an den Iran grenzen und an China. Die Mongolei, über China auf der Karte, hat auch schon reichlich vom Westen erhalten. Wirtschaftliche Beziehungen blühen zwischen den Ländern.
    Man hat sich mit Indien solidarisiert. Die Westmächte, einschliesslich unserer Kanzlerin, haben ja dort alle angeklopft. Tibet, mit dem Dalai Lama, holt sich laufend seine Vorteile in DE ab. Schaut bitte auf eine Karte.
    Saudi Arabien liegt an zwei wichtigen Meeresstrassen: Einmal die Strasse von Hormuz, die für den IRAN äusserst wichtig ist.
    Und dann die die Meerenge “Tal der Tränen” – der Eingang zum Roten Meer und zum Suez Kanal.

    Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube nicht, dass der arme Jemen mit einem Krieg überlagert wird. Dort wurde schon seit Jahren sehr viel investiert. Man finanzierte ihnen auch die Bewachung des sehr langen Küstenstreifes und auf der Seite des Auswärtigen Amtes fand ich etliche Angaben für eine wirtschaftliche Beziehung. – Das Land ist so arm, dass man vermutlich nur Interesse an dem wichtigen Standort hat. Die Lage ist wirklich sehr, sehr wichtig. Erst wenn die mal nicht mehr so spurten, wie es die westliche Welt will, dann würde ich das Überrollen dieses Staates nicht ausschliessen. Vorher sind sie die Wachhunde für die NATO.
    Was mit dem Volk geschieht, ist der NATO doch ohnehin egal.

    Ich würde einmal meinen, dass die USA wie ein verwundetes Tier reagieren, dass jeden beisst, der ihnen im Wege steht. Und die anderen NATO-Staaten machen mit. Entsprechend ihrer wirtschaftlichen Lage sind sie ja sehr schwer angeschlagen. Und sie fletschen ihre Zähne.

    In einigen Ländern brauchen sie nur die Gegner des jeweiligen Staatschefs zu füttern und ihnen Waffen zu liefern. – Dann gegen die Völker von selber aufeinander los. Es reicht, wenn die Nato -Truppen nur noch aus der Luft Angriffe starten. – War das denn nicht mal das gleiche mit Al Kaida? Die wurden doch auch erst stark gemacht, von den Amis. Aber jetzt sind sie zu dominant geworden. Und darum werden sie jetzt bekämpft.
    Ich befürchte allerdings das Schlimmste, wenn der Iran überfallen wird und erst recht China!!
    Ja und dann las ich gestern (?) noch das Erwähnen von unserem Kriegsminister, dass unsere Soldaten ab jetzt häufiger in den Einsatz kämen! –
    Das rundet das Bild dann ab! – Seit Jahren geht das schon so: Immer ein wenig mehr, immer ein wenig schlimmer. Das läuft ganz periodisch ab! Haben die Soldaten auch zuerst nur Brunnen gebohrt und edle Aufgaben geleistet, wurde es auf einmal zum Krieg. Immer so, dass sich die Leute langsam an alles gewöhnen.
    Und mit Kriegsschiffen braucht die Bundeswehr auch nicht die kleinen Boote der angeblichen Piraten angreifen. – Das sind andere Gründe! – Kontrolle der Meere!
    Schaut auf eine Karte und alles ist klar.

    Schöne Grüsse und haltet Euch tapfer.
    Christel

  7. Verena Buchs schreibt:

    Die EUdSSR ist die neue Supra National Sozialistische Partei mit Sitz in Brüssel .
    Der Unterschied zu Hitlers Terror Regime ist nur minimal.
    Freut Euch auf den Zusammenbruch !

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