Syrien – Ein Blick hinter die Kulissen

Die syrische Bevölkerung ist Opfer gewalttätiger islamistischer Milizen und fürchtet diese bewaffneten Oppositionellen, da sie Angst und Chaos säen. Die syrische Schriftstellerin Nadia Khost – Autorin zahlreicher Essays und Bücher zur Geschichte, Architektur, Erhaltung und Schutz des Erbes der arabischen Zivilisation – lebt in Damaskus. Was sie uns zu sagen hat über das, was wirklich in Syrien passiert, muss sehr ernst genommen werden. Ihr Zeugnis entspricht in keinster Weise dem, was uns von den Mainstreammedien glauben gemacht wird.

Nadia Khost – Es gibt kein Heizöl mehr in Aleppo … die Verkäufer können ihre Hilflosigkeit nur den von der Arabischen Liga geschickten Beobachtern klagen: „Wir sind arme Arbeiter, die bewaffneten Banden sperren die Straßen, stehlen das Heizöl, klauen oder zerstören die Fahrzeuge … wenn sie uns nicht töten!“ Das ist der wahre Grund des Mangels, was die Armen daran hindert, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die bewaffneten Banden wüten, wo sie können … Die Beobachter hören die Zeugnisse der Verwundeten, das Weinen der Kinder, die nach ihren gekidnapten Vätern rufen, konstatieren die Verwundungen an den Leichen, notieren die Identitäten, die Berichte, die Orte, die Zeitpunkte Weiterlesen

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Overkill

Es ist an der Zeit, an einen Begriff aus Zeiten des kalten Krieges zu erinnern, der offenbar etwas in Vergessenheit geraten zu sein scheint. Der nukleare Overkill ist dann erreicht, wenn das vorhandene Waffenpotential ausreicht, um den gesamten Planeten zu entvölkern. Wir haben einen zigfachen Overkill, könnten also jeden Menschen auf diesem Planeten mehrfach töten

Zu wenig Menschen auf der Erde

Bild - Wikipedia

Die Theologin Uta Ranke-Heinemann fasste diesen Irrsinn 1981 anlässlich einer Rede in Worte. Sie fragte, woher die aberwitzige Anzahl von 100 Milliarden (nicht Millionen) Menschen denn herkommen solle, so man diese denn umzubringen gedenke? An Waffen, so die Theologieprofessorin, bestände ja kein Mangel, vielmehr reiche die Zahl der zu vernichtenden Menschen offenbar nicht aus. Nach ihr hatte dies wohl nie wieder jemand so treffend auf den Punkt gebracht. Weiterlesen

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Syrienkrise seit 2001 beschlossene Sache

Was geschieht gerade in Syrien? Wer steckt dahinter und mit welchen Absichten? In einem Interview mit der algerischen Zeitung ‘La Nouvelle République’ (Neue Republik) gewährt der französische Journalist und Krisenberichterstatter Thierry Meyssan tiefe Einblicke in das politische Geschehen rund um Syrien und Libyen und deckt die strategischen Pläne der USA und Europas auf

Thierry Meyssan ist nicht irgendein Reporter. Er beweist Mut. Während der westlichen Annektion Libyens hatte er aus dem Hotel Rixos in Tripolis berichtet und sich gefährlich weit aus dem Fenster gelehnt, als er durchsickern ließ, dass sich unter seinen Journalistenkollegen auch CIA- Mitarbeiter befänden und dass Journalisten zudem in die Auswahl von militärischen Zielen involviert seien. Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen, die von komfortablen Pressezentren aus embedded journalism betreiben, mischt sich Meyssan unter die Menschen, lebt mit ihnen zusammen, taucht ein in deren Alltag und gelangt so an Informationen von hohem Wertgehalt, die er als informative Juwelen ins Netz stellt. So auch im folgenden Interview. Weiterlesen

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Die virtuelle Diktatur


Die Zukunft des Zahlungsverkehrs wird bargeldlos sein. Dies führt uns einerseits in die Totalüberwachung, andererseits heraus aus der Schuldenkrise

‘Nur Bares ist Wahres’ oder ‘Cash and Carry’ werden bald schon der Vergangenheit angehören. An deren Stelle treten wird hingegen der bargeldlose Zahlungsverkehr via Geldkarte. Währungen werden zu Kreditpunkten und Plastikkarten zu Portemonnaies umfunktioniert. Zu Beginn dieses Monats hatte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) bereits angekündigt, bis zum April 1,2 Millionen einer neuen Generation von Geldkarten an den Verbraucher bringen zu wollen. Die neuen Karten sind ausgerüstet mit einem NFC- Funkchip (Near Field Communication), der bis zu einer Entfernung von 4 Metern auslesbar sein wird. Dank dieser Technik wird es künftig genügen, seine Karte an einem Lesegerät vorbeizuziehen und schon ist der Buchungsvorgang perfekt. Die lästige und zeitaufwändige Eingabe der PIN entfällt künftig ebenso wie die Kassiererin an der Supermarktkasse, dafür kann sich die Schlange an der einstigen Kasse deutlich schneller gen Ausgang schieben.

Super Idee, möchte man denken – und richtig, die Idee ist in der Tat super, wenn auch nicht für Sie. Zunächst einmal werden für jeden Buchungsvorgang Gebühren fällig, die im Moment noch der Händler zu tragen hat. Die Buchungsgebühren belaufen sich zunächst bei Beträgen von bis zu 5 Euro auf einen Cent, bei bis zu 10 Euro auf 2 Cent und bei bis zu 20 Euro auf 3 Cent. Bei bis zu 16 Millionen Buchungsvorgängen am Tag verspricht dies den Banken satte Umsätze alleine hier in Deutschland. In Italien wird die Funk- Chip- Karte bereits erprobt. Weiterlesen

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Gaddafi zum Held der Menschenrechte gewählt


Das hatte Amnesty International (AI) sich bestimmt anders vorgestellt. Bei der alljährlichen Wahl zum Menschenrechtshelden sollte von den Usern auch 2011 die Person per Mouseclick gewählt werden, welche die Welt am meisten zur Umsetzung von Menschenrechten inspiriert hatte. Die Wahl fiel, sehr zur Betroffenheit von AI, ausgerechnet auf Oberst Muammar al Gaddafi. Michael Jackson rangierte auf Platz zwei, gleich vor dem Bahrainer Bürgerrechtler Nabeel Rajab.

Grund für seine Wahl zum Menschenrechtshelden war nicht sein Widerstand gegen die westlichen Besatzungstruppen als vielmehr sein Konzept der Jamahiriya als partizipative Demokratie. Es war die weltweitweit einzige direkte Basisdemokratie, eine von der Verfassung proklamierte Volksdemokratie, basierend auf dem Volkskongress und den Volkskomitees. Mit den humanitären Massakern der NATO wurde auch die einzige echte Demokratie weltweit in Schutt und Asche gebombt. Weiterlesen

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Celente – Das erwartet uns 2012

Die Geschichte ist voll von Jahren, auf die man gerne verzichtet hätte. Das anstehende Jahr 2012 wird allem Anschein nach dazu gehören. Die Welt gleicht einer Tretmine inmitten eines Fußballspiels.

Deesillustrations - DDees.com

Wer beschließt, über die Zukunft zu schreiben, ohne sich blamieren zu wollen, der beruft sich auf die Aussagen des Zukunftsforschers Gerald Celente, dem Gründer des Trend Research Instituts in New York. Bereits meine letzte Jahresvorschau 2011, bei der ich mich ebenfalls auf die Ergebnisse Celentes berufe, hat sich zu mehr als 70 Prozent erfüllt. Die restlichen Vorhersagen haben sich nur deshalb noch nicht erfüllt, weil sie sich zeitlich verspätet ereignen werden. Die Probleme, die zu diesen Entwicklungen führen werden, sind nach wie vor ungelöst. Zur Sache:

Laut Celente ist bereits in diesem Monat ein weiterer Finanzcrash zu erwarten. Die großen Geldhäuser haben das Unvermeidliche nur noch ein letztes mal hinausgezögert, um noch schnell das Weihnachtsgeschäft mitnehmen zu können. Weiterlesen

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Knallt es oder knallt es nicht?

Die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs auf den Iran steht und fällt mit der Bereitschaft Chinas und Russlands, ihrem Bündnispartner im Kriegsfall zu Hilfe zu eilen. Doch wie weit reicht deren Risikobereitschaft, nicht zuletzt angesichts gewaltiger Herausforderungen im eigenen Land?

Die Summe der Faktoren, die hier zusammentreffen, ist groß. Zu groß, als dass eine eindeutige Aussage bereits jetzt getätigt werden könnte. Die Rollen Chinas und Russlands treffen auf die Rolle Israels, der USA und Europas und nicht zuletzt spielt auch der Iran selbst eine entscheidende Rolle in diesem hochgefährlichen ‘Spiel’. Alles erscheint sehr verflochten und undurchschaubar. Stellt man jedoch alle bekannten Faktoren nebeneinander, so schält sich ein erstes Bild aus dem Nebel, der die derzeitige Situation umgibt. Beginnen wir mit China. Weiterlesen

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Täuschung als Lebenswirklichkeit

Wir leben in einer Welt der Täuschung. Daran ist im Grunde nichts auszusetzen. Wurden früher Kriege fast ausschließlich durch Töten gewonnen, so werden sie heute nicht zuletzt durch Täuschung gewonnen. Und es ist allemal besser, getäuscht zu werden, als getötet zu werden.

Philosophischer Exkurs – Zugleich birgt diese Sicht der Dinge Risiken. Denn wenn die Täuschung vollständig unsere Welt regierte, dann würde sich unsere Wirklichkeit über kurz oder lang vor unseren Augen in Rauch auflösen. Wo die Täuschung regiert, ist für Realität kein Raum und ohne Realität kann es auch keine Wirklichkeit geben. Kein Wunder, dass die Menschen immer verunsicherter sind, da es nichts mehr gibt, woraus sie sich verlassen können. Experte A ist dafür und überhäuft uns zu diesem Zweck mit dreisten Lügen. Experte B ist dagegen und lügt dabei ebenso schonungslos. Ein dritter Experte enthält sich und begründet dies ebenfalls mit Lügen. So lässt sich die Wirklichkeit beliebig in unseren Köpfen formen, da die derzeit vorherrschende Scheinwirklichkeit dadurch in unseren Köpfen überhaupt erst formbar wird. Da inzwischen so gut wie alles, was in die Öffentlichkeit getragen wird, aus Lügen besteht, fehlt uns das Referenzmodell Wahrheit. Wir können nicht mehr vergleichen zwischen wahr und unwahr, da alles unwahr ist und Vergleichswerte somit entfallen. Diese Wirklichkeit, erschaffen von Tagesschau&Co, von Politikern und ‘Experten’, wird sich schließlich komplett zerlegen, da sie so gut wie vollständig erlogen ist und daher niemals auf Dauer wird bestehen können. Folglich wird an deren Stelle die nackte Gewalt treten müssen, um das kommende System am Leben zu erhalten. Die bislang weiche Dikatur der Lüge wird einer harten Diktatur der Abschreckung weichen müssen. Weiterlesen

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Die brennende Lampe

Wenn ein jüngerer Mann, etwa von dreiundzwanzig Jahren, an einer verlassenen Straßenecke am Boden liegt, stöhnend, weil er mit einem tödlichen Gas ringt, das eine Fliegerbombe in der Stadt verbreitet hat, er keucht, die Augen sind aus ihren Höhlen getreten, im Munde verspürt er einen widerwärtigen Geschmack, und in seinen Lungen sticht es, es ist, wie wenn er unter Wasser atmen sollte –: dann wird dieser junge Mensch mit einem verzweifelten Blick an den Häusern hinauf, zum Himmel empor, fragen:

Warum?

Kurt Tucholsky – Weil, junger Mann, zum Beispiel in einem Buchladen einmal eine sanfte grüne Lampe gebrannt hat. Sie bestrahlte, junger Mann, lauter Kriegsbücher, die man dort ausgestellt hatte; sie waren vom ersten Gehilfen fein um die sanft brennende Lampe herumdrapiert worden, und die Buchhandlung hatte für dieses ebenso geschmackvolle wie patriotische Schaufenster den ersten Preis bekommen. Weiterlesen

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Verdammt zum Kampfe

Die USA und Europa stehen nur noch Millimeter entfernt von einem Angriff auf den Iran. Die Folgen wären verheerend. So zurückhaltend Russland und China sich angesichts der NATO- Aggressionen der letzten Zeit gezeigt hatten, so unwahrscheinlich ist es, dass sie sich auch im Falle eines Iranfeldzugs aus dem Geschehen nehmen werden. Zugleich scheint es, als hätten die USA und Europa gar keine andere Wahl, als den Angriff zu riskieren.

Kommentar – Die Geschichte begann im Grunde genommen bereits 1971, als die Nixonregierung die Golddeckung für den US- Dollar aufhob. Mit diesem Entschluss verwandelte sich der Dollar von einer harten in eine virtuelle Währung. Solange die USA in der Produktion von Konsumgütern führend waren, verursachte dies zunächst keine Probleme, da der Außenhandelsüberschuss gesichert war. Grob vereinfacht: Die USA verdienten an ihren Exporten mehr als sie für Importe ausgeben mussten. Dies änderte sich mit dem Investmentboom der achtziger und neunziger Jahre jedoch zusehends. Plötzlich überschwemmten immer mehr amerikanische und europäische Broker mit ihren Derivaten den Aktienmarkt, die Londoner Börse spukte märchenhafte Gewinne aus, ebenso die Wall Street. Der Fokus der Amerikaner verlagerte sich zusehends von der Produktion hinweg zum Börsenmarkt. Damit nahm zugleich eine verhängnisvolle Entwicklung ihren Verlauf. Weiterlesen

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